Die Sau ist tot – Jagen in den Jagen – 21. Dezember 1871


 

Genau heute vor 143 Jahren war es soweit – Saujagd! Eine ebenso formlose wie kurzfristige Einladung von heute auf morgen ging den Jagdfreunden zu.

Einladung zur Sau-Jagd 21. Dezember 1871

 

  • Sau-Jagd
  • am 21. Dezember 71
  • Rendez-vous Morgens 9 Uhr auf dem Kreuzpunkte von 0 und g.
  • Ich bitte auch den G. Amtm(ann) Semmler in meinem Namen einzuladen.
  • Hzl. 20/12 1871
  • Küster

Kurz, präzise, unverständlich – zumindest für mich. Wahrscheinlich ist der Kreuzpunkt ein Ort zwischen zwei oder mehreren Jagen (siehe Link für Details).

Die Saujagd ist übrigens auch heute noch verbreitet um die Wildschweinpopulation nach dem Sommer und dem Heranwachsen der Jungtiere unter Kontrolle zu halten. Die natürlichen Fressfeinde des Wildschweins sind in unseren Breiten bedauerlicherweise in den letzten 300 Jahren arg dezimiert worden. Das sind neben dem bei uns in den Wäldern eher selten anzutreffenden Tiger, der Wolf und der Braunbär. Verstehen kann ich Isegrim und Meister Petz, denn ein Wildschwein besteht aus ’ner Menge Lebensmittel. 200 bis 300kg wird ein Keiler schwer, die Bache um die 150kg.

Horrido (was ursprünglich mal „Hoch, Rüde, hoch!“ hieß) und Mahlzeit! Ich kann Klöße und Rotkohl empfehlen!

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