Die Geschichte des Weihnachtsbaumes – 1901


Heute ist der 1. Weihnachtsfeiertag. Alle sind damit beschäftigt, ihre Familie zu besuchen und Geschenke auszutauschen. Niemand hat Zeit, lange Geschichten in meinem Blog zu lesen.

Daher fasse ich mich heute kurz und bringe euch nur eine kurze Geschichte des Weihnachtsbaumes, 1901 erschienen auf chromolithographierten Sammelbildern von Liebig’s Fleisch-Extract.

 

Eine schöne Illustration aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Klickt auf das Bild um euch eine sehr große Auflösung herunterzuladen.

  1. Das Pflanzen – Das Einpflanzen der Stecklinge sieht nach mühseliger Arbeit aus. Ob das heutzutage einfacher geht, weiß ich nicht.
  2. Das Fällen – Damals schienen die Weihnachtsbäume tatsächlich noch aus dem Wald zu kommen. Heute gibt es extra Plantagen, wo die Bäume nicht mehr Abhänge hinuntergezogen werden müssen. Auch die Pferdeschlitten dürften der Vergangenheit angehören.
  3. Verkauf auf dem Markte – Ein kleines Detail ist die dargestellte Größe der Bäume. So ungewöhnlich das im Vergleich zu unseren heutigen Maßen erscheint, muß bedacht werden, daß früher eine übliche bessere Wohnung durchaus Raumhöhen von 3,50m hatte.
  4. Das Schmücken – Neben echten Kerzen (siehe mein Artikel hier) wurde der Baum um die Jahrhundertwende offenbar hauptsächlich mit Obst, Naschwerk und kleineren Spielzeugen behängt.
  5. Bescheerung – hier sehen wir wieder die alte Schreibweise, die erst bei der Rechtschreibreform im Jahre 1901 abgeschafft wurde. Zur Bescheerung auf unserem Bild gehört auch noch das gemeinsame Singen und die Begleitung am Flügel.
  6. Plünderung – Als ich Kind war, gab es das bei uns noch. Am Zweiten Weihnachtstag durfte alles Naschzeug vom Baum abgepflückt werden und landete auf dem bunten Teller. Heute gibt es den Bunten Teller bereits zur Bescheerung.

Schaut euch auf den Bildern bitte nochmal die Kleidung der damaligen Zeit an: Hausmantel, Hausfrack, Schürze etc.

Auf der Rückseite der Karten wurden, wie meistens, Rezepte abgedruckt.

 

 

Frohe Weihnachten und esst nicht zu viel. Morgen ist auch noch ein Feiertag!

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Über moopenheimer

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