Die Haffuferbahn zu Elbing


Die heutige Aktie verlieh mir die Teilhabe an der Elbinger Haffuferbahn-Aktien-Gesellschaft. Die kennt niemand mehr und wahrscheinlich weiß kaum jemand, wo Elbing überhaupt zu finden ist. Elbing heißt heute Elbląg (das Schwänzchen am ‚a‘ führt dazu, daß es wie ‚on‘ in Bonbon ausgesprochen wird – also Ellblonk) und liegt am Frischen Haff in den Masuren, also in Polen.

Früher war das Westpreußen, ab 1924 dann Ostpreußen, obwohl sich Elbing keinen Meter weit bewegt hat. Im Osten liegt Königsberg, im Süden Preussisch Holland und im Westen Danzig, das wir gerade vor ein paar Tagen zum Thema hatten. Im Norden ist die Ostsee.

 

 

Die Haffuferbahn legte eine 48,3 km lange, landschaftlich wunderschöne Strecke am Wasser zurück. In Wikipedia gibt es eine Karte aus Meyers Reisebücher, „Ostseebäder“, Bibliographisches Institut, Leipzig 1910 auf der die Strecke eingezeichnet ist. Ihr findet Elbing an der Süd-West-Spitze des Frischen Haffs und die Bahnlinie führt am südlichen Ufer bis nach Braunsberg.

Was wurde aus der Haffuferbahn? Von 1899 an fuhr sie in Form von neun Dampflokomotiven, 26 Personen-, drei Pack- und 111 Güterwagen hin und her und wurde betrieben von der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft, die den Berlinern und Brandenburgern noch heute bzw. heute wieder als ODEG mit ihrem weiß-grün-gelben „Ferkel-Express“ bekannt ist. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1982 wurde die Strecke aufgrund einer zerstörten Brücke nur noch teilweise betrieben. Ab 1982 wurde Elbing wieder angefahren. 2005 war wieder Schluß. Seit 2013 wird ein Teil der Strecke für den Sommerverkehr in Betrieb genommen. Aber die goldenen Zeiten des Urlaubs am Haff sind wohl für den Eisenbahnverkehr für immer vorbei. Die Landschaft hingegen erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit bei Urlaubern aus Deutschland.

Und wer sich das alles nochmal mit Bildern und Streckenplan anschauen möchte, der lässt sich auf den Wikipedia-Artikel weiterleiten, denn selbst für diese kleine Eisenbahnstrecke gibt es einen eigenen Artikel.

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