Strassenbahngeld – 1922


Die Inflation zog seltsame Aktionen nach sich. Da Kleingeld oft weniger wert war als das Metall aus dem es geprägt war, hortete man Münzen um sie zum Metallwert zu verkaufen. Irgendwann blieben die Münzen aus und Wechselgeld konnte nicht herausgegeben werden. Das Vertrauen ins staatlich ausgegebene Geld war sowieso abhanden gekommen. Als Konsequenz ließen  Unternehmen eigenes, sogenanntes Notgeld drucken.

Mein heutiges Ausstellungsstück wurde von der Berliner städtischen Straßenbahn Gesellschaft herausgegeben. Ein Schein über 2 Mark berechtigte wahrscheinlich zu einer Fahrt.

 

 

Auf den Rückseiten wurden Motive aus der Geschichte der Personenbeförderung aufgedruckt. Neben der hier abgebildeten Berliner Personenpost gab es die Erste Elektr. Eisenbahn, die Berliner Mietdroschke, die Benzindroschke und weitere.

 

 

Leider bin ich auf diesem Gebiet nicht sehr bewandert. Ich würde mich freuen, wenn jemand Licht ins Dunkel bringen kann. Kostete ein 2-Mark-Schein immer zwei Mark oder handelte es sich um eine Art Fahrkarte, die zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wurde?

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