Archimedes und der Alkohol – Aräometer


Hätte Archimedes um 250 v. Chr. nicht das später nach ihm benannte Prinzip erfunden, würden wir uns wahrscheinlich noch heute an billigem Alkohol erfreuen müssen. Wie lautet das Archimedische Prinzip? Wer erinnert sich noch? Niemand? Dann muß Wikipedia herhalten: Der statische Auftrieb eines Körpers in einem Medium ist genauso groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. So einfach. Das war übrigens der Versuch mit der Badewanne und dem berühmten Ausruf „Heureka!“ (Ich hab’s gefunden!)   Wer eine genaue Anleitung nachschlagen möchte, der klickt hier. Und so sehen meine gestern schon angekündigten Aräometer aus. Oben und unten seht ihr Alkoholometer, in der Mitte zwei Salzsäure- und ein Essigsäuremeter. Sie stammen aus unterschiedlichen Jahren, die sich schwer bestimmen lassen, da sich im Laufe der Zeit am Aussehen nicht viel geändert hat. Einzig die Schrift der Papierskalen wurde an den Zeitgeschmack angepasst. Aräometer-kl     Was bedeutet das für den Alkohol? Je mehr Alkohol in der Flüssigkeit enthalten ist, desto geringer wird die Dichte und das Alkoholometer sinkt tiefer. Auf der oberen Skala (der dünne Teil) kann man den Vol%-Anteil ablesen. Und wer eben über meine Erklärung die Nase gerümpft hat, der sagt mir, ob ich mit der spezifischen Dichte richtig liege – höhere Dichte = mehr Auftrieb oder umgekehrt? Mein Großonkel war der letzte Besitzer vor mir und leidenschaftlicher Wein- und Likörproduzent. Ihm verdanke ich den ältesten Wein, den ich je getrunken habe. Einen 1974er Beerenwein, den ich 2007 geöffnet habe und (von ein wenig Bodensatz abgesehen)  mit Freunden genießen konnte. Er wurde mit seinen 33 Jahren und ordentlichem Alkoholwert als schwerer Tokajer eingestuft. Ein Alkoholometer hatte ich zu dem Anlass allerdings nicht bei der Hand.

Ein anderes interessantes Messinstrument ist das Gärungs-Saccharometer.

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2 Antworten zu “Archimedes und der Alkohol – Aräometer

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