Krankenhauskeramik


Weil ich beim heutigen Artikel des Tages nicht sicher bin, ob es das ist, wofür ich es halte, gibt es im Anschluß noch einen Bonus.

Beide Porzellangefäße stammen aus alten Krankenhausbeständen. Das erste hielt ich bisher immer für eine Schnabeltasse, kann es aber nicht sicher sagen. Vielleicht kann jemand aus dem Publikum Licht ins Dunkel bringen.

Ist das eine Schnabeltasse? Update: Eine langgediente Krankenschwester hat es bestätigt – das ist eine sehr ordentlich gearbeitete Schnabeltasse. Danke Karensmama.

Es sieht aus wie ein Kännchen, fasst aber nur um die 200 ml. Als Milch- oder Sahnekännchen ist es prima geeignet. Allerdings könnte es zu unschönen Reaktionen führen, wenn ich die Kaffeetafel gedeckt habe und Besuch aus medizinischen Berufen kommt. Ähnliches ist mir bereits widerfahren, als ich einen Emaillebehälter als Aufbewahrungsort für meine Küchenlappen und Schwämme neben der Spüle aufgestellt hatte. Nachdem ich den Besuchern erklärt hatte, daß er ursprünglich als Ablage der benutzten chirurgischen Werkzeuge im OP-Saal diente, haben einige seltsam gekuckt. Dabei hatte ich ihn zwischenzeitlich abgewaschen.

Der zweite Artikel des Tages ist einfacher zu bestimmen.

Hierbei handelt es sich um einen Messlöffel für Medizin. Die Anwendung ist denkbar einfach: Die Medizin wird eingeträufelt oder -gegossen. Da der Löffel recht flach ist, sieht man die Skala sehr gut und misst genau die Menge ab, die vorgeschrieben ist. Dann angesetzt und runtergeschluckt.

Nun fragen sich vielleicht einige: Wozu einen Messlöffel für einen Teelöffel, wenn ich doch auch einen Teelöffel nehmen kann? Ganz einfach: Wird der Teelöffel gefüllt, ist er bis zum Rand voll. Die Wahrscheinlichkeit, etwas zu verkleckern, während man ihn zum Mund führt – bei Kranken ja mitunter nicht mal zum eigenen – ist hoch. Unser Porzellan-Meßlöffel hat immer noch etwas Platz nach oben und verhindert ein Kleckern.

Praktisch, oder?

Ihr bleibt hoffentlich alle schön gesund und braucht weder das eine noch das andere Porzellangefäß des heutigen Tages für seinen Originalzweck. Zum Abmessen von Backpulver, Zucker usw. ist der kleine Messlöffel aber allemal nützlich.

Beide dürften ungefähr aus den 1940er Jahren stammen.

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