Guten Tag, ich bin von der Presse – eine Saftpresse


Hat eure Omi früher auch noch aus gekochten Äpfeln Apfelsaft hergestellt und den dann entweder in Flaschen abgefüllt oder daraus Apfelgelee gemacht? Meine ja.

Und wie hat sie den Früchten ihren Saft entlockt? Sie hat ordentlich Druck ausgeübt. Hier ist das Folterwerkzeug unter dem tausenden unschuldigen Äpfeln die Seele aus dem Leib gepresst wurde.

Wie funktioniert es? Zuerst werden die Äpfel gekocht und anschließend in ein Leinensäckchen getan. Das gefüllte Säckchen wird in den Metallbehälter gelegt und der Holzdeckel daraufgesetzt. Zum Schluß wird das Gewinde eingesetzt und langsam heruntergeschraubt.

Die Saftpresse sollte vor dem Vorgang des Entsaftens a) sehr ordentlich gereinigt und b) in eine Schüssel gestellt werden. Der Saft läuft nämlich aus den Löchern einfach so hinaus und würde sich auf dem Fußboden sammeln, wenn man ohne Schüssel arbeitet.

Bei mir kommt diese Saftpresse nicht mehr zum Einsatz, weil wie meine Oma zu sagen pflegte, „der Umschmiss zu groß ist“, d.h. der Aufbau und die anschließende Reinigung sind zu aufwändig. Stattdessen benutze ich entweder einen Kaltentsafter und filtriere den Saft vor dem gelieren, oder ich benutze diesen Entsafter-Topf.

Einen anderen Weg, kalten Früchten ihr Innerstes zu entlocken stelle ich euch morgen vor.

Vielen Dank übrigens für den hilfreichen Kommentar von Schnippelboy, der mir erklärt hat, wie man diese Presse zur Herstellung von Thüringer Klössen verwendet.

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Über moopenheimer

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7 Antworten zu “Guten Tag, ich bin von der Presse – eine Saftpresse

  1. Lohnmosterei ist aber bequemer.

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  2. Das ist eine Kartoffelpresse für Thüringer rohe Klöße. Geriebene rohe Kartoffeln werden gepresst im Sack. Der Kartoffelsaft wird aufgefangen. Die geriebenen rohen Kartoffeln werden mit einem dünn gekochtem Kartoffelbrei (ohne Milch) vermengt und die abgesetzte Stärke des Kartoffelwassers werden dazugegeben und die herrlichen Klöße davon gekocht.

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