Bohnenschnippelmaschine


Heute stelle ich euch wieder eine Haushaltsmaschine vor, die aus dem Haushalt meiner Oma stammt.

Die Bohnenschnippelmaschine (ob das der offizielle Name ist?) ist in meinen Augen eine der denkbar unpraktischsten Haushaltsmaschinen, die ich mir vorstellen kann. Wie die meisten Küchenmaschinen mit Kurbelantrieb wurde auch diese an der Tischplatte festgeschraubt. Anschließend wurde in die beiden Öffnungen jeweils eine Brechbohne gesteckt und losgekurbelt. Wenn man die Bohnen abwechselnd in die Löcher steckte, konnte man auf die Weise zwar eine gewisse kontinuierliche Kurbelei erreichen, allerdings erscheint mir der Fortschritt doch langsamer, als würde man die Bohnen bundweise in der Hand halten und mit dem Messer schneiden. Da diese Maschine jedoch in großen Stückzahlen hergestellt und verkauft wurde (unter anderem auch von Alexanderwerk), kann sie so unnütz nicht gewesen sein.

 

 

Auf der Vorderseite wurde dann mit drei Schnitten pro Umdrehung (SpU) die Bohne in mundgerechte Stücke geschnippelt und fiel in oder in die Nähe einer bereitgestellten Schüssel. Je schneller man kurbelte, desto weiter flogen die Bohnenstücke in alle Richtungen.

 

Nützlichkeit hin oder her, genau wie den Schneebesen habe ich als Kind diese Maschine zum Aufstellen meiner Kurbelrekorde genutzt und heute glaube ich, meine Oma hat damals nur so oft Bohnen zum Mittag gemacht, weil sie mir die Freude des kurbelns nicht nehmen wollte.

Von wann stammt die Bohnenschneidemaschine oder Bohnenhobel (wie der richtige Name übrigens lautet)? Ich habe keine Ahnung, würde aber auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges tippen.

Alternativ gab es übrigens auch Bohnenschneidemaschinen, die die Bohnen längs schnitten.

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Über moopenheimer

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Eine Antwort zu “Bohnenschnippelmaschine

  1. Smuggl

    Der Hobel stammt aus dem Bergisch-Märkischen Eisenwerk (BME) in Velbert/Rheinland und datiert so in die Mitte der 1920er bis Ende der 1930er Jahre. Er wurde in unveränderter Form als Küchenutensil auch an die Wehrmacht geliefert und ist Teil der BME Regina Küchengeräte-Serie, zu der auch Handmühlen und Fleischwölfe etc. gehören. Eben alles, was man aus Gusseisen so herstellen kann/konnte. Inwieweit BME nach dem Krieg die Produktion von Küchenhelfern wieder aufgenommen hat, ist mir nicht bekannt, allerdings stand das Unternehmen bei den britischen Besatzern auf der Liste der zu demontierenden Werke, von der es 1947 aber wieder gestrichen wurde.

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