Margarine für deutsche Helden


Und noch ein Ausstellungsstück aus der Abteilung „Trustfrei„.

Bisher habe ich euch nur über trustfreien Tabak und Honig erzählt. Heute kommt noch die Margarine dazu. Die Fett-Industrie war und ist sehr wichtig. Wer die Butter oder Margarine herstellt, verfügt über nicht unerheblichen Einfluß. Im gegenwärtigen deutschen Land teilen sich diesen Markt eine Handvoll Unternehmen, die zumeist ihre Wurzeln und das Ziel des Kapitalflusses im Ausland haben. Unilever (Rama, Sanella, Becel, Lätta) als internationaler Konzern und Müller mit deutschen Wurzeln sind wohl am bekanntesten.

In den ersten Jahren nach 1900 tobte ein erbarmungsloser Kampf um Marktanteile. Ausländisches Kapital drohte die heimische Wirtschaft zu ruinieren und erwirtschaftete Gewinne ins Ausland abzuziehen. Die Anti-Trust-Bewegung versuchte, dieser Unterwanderung durch ausländische, meist britische und amerikanische Firmen und Banken zu begegnen.

Heute gibt es dazu einen Werbezettel der Leipziger Margarinefabrik Richard Held, in der appelliert wird, nur deutsche Margarine zu essen. In allen vier Ecken wird hingewiesen, daß die Heldenstern Sahnemargarine trustfrei produziert wird.

 

Und damit der Zettel nicht einfach weggeworfen wurde, ist auf der Rückseite ein hübsches kleines Ausmalbild aufgedruckt. Denn wer will schon ein Bild, das das eigene Kind ausgemalt hat, wegwerfen?

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Über moopenheimer

Sammler, Bewahrer, Wissender, Verreiser, Genießer, Chaot

4 Antworten zu “Margarine für deutsche Helden

    • boerselaub

      Die Gesellschaft wurde am 26.05.1921 gegründet. Bis 13.07.1922 lautete die Firma Margarinewerke Brema AG, Bremen, danach wie oben. Zweck waren Herstellung, Bearbeitung und Verarbeitung von sowie Handel mit Margarine, Fetten und Ölen aller Art. Am 24.02.1923 wurde der Sitz von Bremen nach Berlin-Spandau verlegt. Der Bremer Stammsitz wurde 1922 in Margarinewerk Ostfriesland GmbH umbenannt. Die Werke fabrizierten Margarine, Kokosfett, Speisefett, Schmalz, Talg, ferner waren eine Seifenfabrik vorhanden sowie eine Öl-Raffinerie. 1930 ging das Unternehmen im Unilever-Konzern auf.

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