Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabriken AG, 1928


Eine Aktie soll euch heute den Tag verschönern. Recht unscheinbar kommt sie daher. 1928 ausgegeben. 1000 Reichsmark.

 

Es gibt nicht viel zu dieser Aktie herauszufinden. Meine Besucher mit Vorliebe für wenig Text werden sich freuen.

Auf der Webseite schoene-aktien.de habe ich eine Firmenbeschreibung gefunden:

Herstellung sämtlicher Artikel der Gummi-Industrie, und zwar als Hauptgruppen:

  • technische Artikel aus Hart- und Weichgummi, Konservenringe, Transportbänder und Stopfbuchsenpackungen sowie Gummikurzwaren und Tauchgummiwarenfabrikate, Stoffgummierungen.
  • Gegründet am 18.12.1883 unter Übernahme der seit 1849 bestehenden oHG Berliner Gummiwarenfabrik Elliot, später Sachs, als Berliner Gummiwarenfabriken AG.
  • 1886 Änderung der Firma in Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabriken, Berlin nach Vereinigung mit der Frankfurter Gummiwaren-Fabrik Wendt, Buchholtz & Co. in Gelnhausen.
  • Am 23.5.1929 Änderung der Firma in VERITAS Gummiwerke AG.
  • Die Ursprungsfirma Elliot war die älteste Berliner und zweitälteste deutsche Gummiwarenfabrik; der Sitz war in Berlin auf dem an der Spree belegenen Grundstück Mühlenstraße 70/71.
  • Im Jahre 1905 wurden die sämtlichen Aktien der AG technischer Gummiwaren C. Schwanitz & Co. in Berlin erworben und in Verfolg dieser Transaktion der Betrieb aus der Mühlenstraße mit in das Grundstück der letztgenannten Gesellschaft nach Lichterfelde verlegt; das Berliner Grundstück wurde vermietet (1928 verkauft).
  • Die im Jahre 1906 erworbene Sächsische Gummi- und Guttaperchawaren-Fabrik in Dresden ist Ende 1923 an die Vorbesitzer zurückübertragen, jedoch Mai 1925 der Gesellschaft wieder zugefallen.
  • 1948 verlagert nach Gelnhausen, heute Veritas Gummiwerke AG, Gelnhausen

Anhand der niedrigen Nummer der Aktie kann man ersehen, daß kaum mehr als ein paar Tausend von ihnen emmitiert wurden.

Wikipedia weiß zu berichten: 1933 gelingt im Berliner Werk in Zusammenarbeit mit dem Versuchslaboratorium der IG-Farben (Leverkusen) die praktische Einführung des synthetischen Kautschuks „Buna” in die Fertigung. Die erste Innovation mit dem neuen Werkstoff ist ein Bremsschlauch für die Deutsche Reichsbahn.

Ein Vorstandsmitglied der Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabriken AG, Gustav Becker, gründete übrigens 1900 seine eigene Gummifirma. Er benannte sie nach dem Sitz der Firma: Fulda. Noch heute werden Reifen unter dem Namen „Fulda – German High Technology“ produziert, wenn auch nicht mehr dort. Die Firma hat zwischenzeitlich mehrmals den Besitzer gewechselt. Zuerst die Staubsaugerfirma Vorwerk, dann Goodyear.

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Über moopenheimer

Sammler, Bewahrer, Wissender, Verreiser, Genießer, Chaot

Eine Antwort zu “Vereinigte Berlin-Frankfurter Gummiwaren-Fabriken AG, 1928

  1. Ein sehr schönes Stück, ja der Sammlerwert ist nicht so hoch, denn im Rb-Schatz lagerten 700 Stück. Die Auflage betrug 1100 Stück. Das Papier ist jedenfalls in meiner digitalen Druckereisammlung gelandet. Viele Grüße und Danke für den Beitrag.

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