Erste Hilfe bei Unglücksfällen – Der Samariter – 1914 – Der Bildteil


Neulich habe ich euch versprochen, zum Deutschen Hautpflaster auch das Büchlein über die Erste Hilfe vorzustellen. Ich habe es nicht gefunden, allerdings ist mir ein anderes auf dem Trödelmarkt begegnet, und ich habe es mitgenommen.

Der Samariter, und hier das zweite Büchlein mit den Abbildungen. Arthur Schulz, der Vorbesitzer dieses Büchleins schien es nicht mehr zu benötigen.

Ganz vorn eine schöne Werbeanzeige einer Firma für Verbandstoffe.

Und schon folgen die Abbildungen zu Endzipfeln und Tragetüchern

Tipps zu Blutstillung durch Fingerdruck, Stöckchen und Tücher

Brüche und Verrenkungen (der Unterkiefer gefällt mir sehr gut). Beachtet bitte auf der rechten Seite die Erfindung des Autors: Dr. Blumes keimfreier Finger-Schnellverband!

Wie entfernt man Rock und Stiefel bei Brüchen? Mit dem Rock ist hier allerdings nicht der Damenrock gemeint, sondern der frühere Dienstrock des Herrn. Heute werden die Klamotten einfach aufgeschnitten, damals war ein Kleidungsstück noch wertvoller. Da wurde erst geschont und dann geschient.

Die folgende Seite gefällt mir gut. Wer möchte sich denn mal als Testperson zur Verfügung stellen?

Hier einige gängige Unglücksfälle. Es ist immer gut, sich mit den Situationen vorher vertraut zu machen, um später sofort einsatzbereit zu sein.

Lagerungen des Verunglückten und Bindentouren. (unten rechts: das habe ich auch mal gelernt)

Wie transportiert man den Kranken? Tolle Ideen. Die Fahrradtragbahre ist eine prima Sache.

Rauf und runter geht die Reise

Zum Einladen – angetreten! Und schon hängt der Patient am Gepäcknetz im Wagen der III. Klasse.

Der elektrische Strom war 1914 schon ein Thema. Wie gut, wenn man damals einen praktischen Spazierstock aus Holz dabei hatte.

Zum Schluß stelle ich euch den „Pulmotor“ vor – ein Gerät zur künstlichen Beatmung. Es sieht sehr simpel aus, ist aber in gewisser Weise der Vorläufer unserer heutigen Geräte und die Grundlage der Weiterentwicklung. Auf der rechten Seite Werbung für die Bardella. Was vielleicht nach einer Margarinesorte klingt, ist aber eine sterile Mullbinde nach Dr. von Bardeleben (aha, daher Bardella).

Mir gefällt das Büchlein nicht zuletzt wegen der altmodischen Herren. Wer sich mit Erster Hilfe auskennt, wird vielleicht bemerken, dass sich im Laufe der Zeit einige Empfehlungen gewandelt haben. Ich bin bedauerlicherweise nicht so firm in der Ersten Hilfe, glaube aber, bei der Lagerung und Beatmung könnten einige Hinweise überholt sein.

Den 1. Band mit dem Textteil zu allen Tafeln findet ihr übrigens hier.

Ein anderes Samariterbüchlein aus dieser Zeit findet ihr hier.

Schreibt doch einen Kommentar unter diesen Beitrag! Und lernt Erste Hilfe!

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