Wie unsere Ureltern lackierten – alte Lacke und Firnisse – 1755


Und wieder stelle ich euch einen meiner alten Lieblinge vor.

 

 

Ein Buch mit dem schönen Titel

Gründliche

Anweisung

zur

Lacquir=Kunst,

worinnen gezeiget,

wie

man nicht nur viele rare Fürnisse,

und die zum Lacquiren nöthige Far=

ben wohl bereiten und gebrau=

chen soll,

sondern auch noch

zu mancherley besondern Künsten

guter Unterricht gegeben wird

von einem

erfahrnen Liebhaber derselben.

Diese Zweyte und vermehrte Auflage erschien in Leipzig und Nordhausen, dort verlegts Johann August Cöler, privilegirter Buchhändler zu Ellrich, 1755

Auf der ersten Innenseite steht noch ein altes Rezept:

  • 3 Loth Sandrac (ich habe Sandrak, Tetraclinis articulata, dessen Harz in der Heilkräuterkunde verwendet wird, gefunden)
  • 2 —- Mastix
  • 3 —- Bleipuder (die Geschichte dazu hinter dem * )
  • 4 —- Schellack
  • 1 1/2 —- Ven. Terpentin
  • 16 —- Weingeist

Und was ich darunter entziffere klingt wie „Dieses wahrscheinlich von Schwager Christian Voigt.“   hmm, wer will sich im Entziffern üben? Einfach auf das Bild klicken.

* Dünne Bleiplatten wurden in ein Gefäß gegeben, das man mit Essig füllte. Das Ganze ließ man drei Wochen lang in einem Bett aus Pferdedünger stehen. Danach wurden die Platten zerschlagen und zu Puder zerstoßen. Anschließend mischte man Wasser darunter und stellte den Brei zum Trocknen in die Sonne. Ganz zum Schluss wurde der Puder parfümiert und – je nach Wunsch – grau oder weiß eingefärbt. Dieser Bleipuder war so gefährlich, dass die Armen, die ihn herstellen mussten, über allerlei Gesundheitsschäden, von Kopfschmerzen bis hin zur Erblindung, klagten. Ebenso schädlich war der Puder für die Haut der Anwender. Der Teint war meist schlaff, gelb und fahl, übersät mit Pusteln und Ekzemen. Keine der zeitgenössischen Schönheiten konnte ihr gutes Aussehen über das 30. Lebensjahr hinaus retten. Doch je schrecklicher die Auswirkungen auf die Haut waren, desto mehr wurde sie korrigiert und übermalt. Im Paris zur Zeit Marie Antoinettes puderten die Damen der Gesellschaft ihre Gesichter so dick weiß, dass sie versteinert wie aus Marmor wirkten. Es sollte sie vom gemeinen Volk abheben. Denn Natürlichkeit wie nackte Haut galt damals als äußerst unfein.

Was immer Schwager Christian da herstellen wollte, dran lecken würde ich nicht wollen.

Weiter im Buch:

Auch auf der nächsten Seite geht es mit einem selbst ausgedachten Rezept weiter:

Aezgrund (Ätzgrund)

  • 3 Loth weißes (dieses Geheimzeichen ist mir noch unbekannt)
  • 2 Loth Mastix
  • 1 Loth Asphalt
  • 1/2 Loth Kolophonium

den Asphalt und Kolophonium und nachher den Mastix –  und irgendwann kommt dann das geheime Sonstwas dazu

Das Rezept für den Deckfirniß aus 2 Theilen Terpentinöl und 1 Theil feingestoßenem Kolophonium ist da schon weniger spektakulär.

In der Vorrede an den GeEhrten Leser gefällt mir das Wort „Tractätgen“. Das klingt für mich irgendwie nach kölscher Mundart. (berichtigt mich)

Auch hier könnt ihr die alte Angewohnheit sehen, ganz unten auf jeder Seite das erste Wort der Folgeseite zu drucken. Ich habe keine Ahnung, wozu das gut sein sollte. Ich denke mir, daß es vielleicht zeigt, wenn eine Seite fehlt. Oder es hilft beim Umblättern, daß man das erste Wort schon liest, währen man blättert und sofort bemerkt, wenn man zwei Seiten auf einmal umgeblättert hat.

Und schon geht es los mit den Grundlagen der Lackherstellung. Nur beste Zutaten, ein ausreichend großes Gefäß und los geht’s.

Ich hoffe, ihr könnt die Schrift alle lesen. Falls nicht, hinterlasst einen Kommentar und ich werde es euch abschreiben.

Das zweite Rezept spricht von Drachenblut. Das hat bedauerlicherweise nichts mit frisch erlegten Drachen zu tun, sondern mit dem Harz dieser Pflanzen: Drachenblut

Zur Maßeinheit unten rechts (zu 2 achtel Pfund Fürniß kan man eine welsche Nuß groß Drachenblut nehmen.) kann ich euch noch mehr nutzloses Wissen liefern. Die welsche Nuß kam aus dem Land der Welschen, wie man als Mitteleuropäer das nächstliegende romanische Volk bezeichnete, also irgendwie aus dem Süden. Aus der welschen Nuß wurde die Welschnuß und schließlich die Walnuß. Das Wort „welsch“ findet sich auch in Worten wie Walachei oder Kauderwelsch und bezeichnet etwas, daß aus dem unverständlichen Teil Europas stammt. Wikipedia hat einen wirklich tollen Artikel dazu.

Weiter geht es mit gelbem und goldenem Firnis:

Gummi gutti ist übrigens Gummigutta. Curcuma sollte als Billigsafran oder Curryfarbstoff bekannt sein.

 

Wieviele Lackschichten soll man auftragen und polieren?

Trippel ist übrigens Kieselgur. Und hier hat der Verfasser nun nach „Bim-Stein“ und „Bimmstein“ die dritte Variante „Bimstein“ verwendet. Auch die verkleinernde Wortendung -gen ist immer dabei.

Interessant ist, daß zum polieren Schachtelhalm verwendet werden soll. Weiß jemand um die Eigenschaften des Unkrauts?

Die hier erwähnte „Mennge“ bezeichnet meiner Meinung nach die „Bleimennige“ oder „Eisenmennige„.

Der Pomeranzen-Apfel ist die Bitterorange, die heute auf der Marmelade in Dosen als Sevilla-Orange bezeichnet wird.

 

Kühnruß ist eine schwarze Farbe, die auf ausgeglühten Materialien basiert. In den Google-Books habe ich viele Verweise zur Verwendung gefunden, aber nichts über die Herstellung. Vielleicht ist es einfach nur eine Rußform.

Der Glanzfirnis klingt schon anspruchsvoller, inklusive Explosionsgefahr.

„Es können damit alle Schildereyen und Gemählde überstrichen werden.“ Wenn man weiß, daß auf holländisch malen schilderen (gesprochen: s-childeren mit ch wie in Bach) heißt, weiß man zwar nicht den Unterschied zwischen Gemählde und Schilderey, aber der Begriff „etwas geschildert haben“ könnte bedeuten, es bildlich zu erklären.

Spicköl, oder Spieköl bezeichnet eine mindere Qualität vom Lavendelöl.

Flasern sind die Adern, die man z.B. im Mamor sieht, helle Streifen im dunklen Gestein oder umgekehrt.

Agtstein = Bernstein

 

Seite 88 kommt mit ganz tollen Gesundheitstipps daher.

Abgesehen davon, daß man die linke Seite dreimal lesen muß, um sie einmal zu verstehen, ist die Heilung vom Friesel hier endlich beschrieben.

Auch die Heilkraft des im März bei Vollmond gefallenen Schnees oder Regenwasser (dann aber nur während Gewitter) ist nun geklärt.

Wie man hingegen unverbrennliche Lichter macht, habe ich nicht verstanden.

Auf Seite 106 wird es alchimistisch.

Antimon, Sulphur, Ammoniak und Weinstein klingt ja noch ganz gut. Allerdings geläuterten Urin eines Menschen, der Wein trinkt in 24 Schritten dazugießen, über dem Feuer trocknen lassen und dann die nächste Kelle voll zufügen – das klingt doch nach ganz großer Kunst. Am Ende kann man aus wenig Silber mehr Silber herstellen, in dem sogar etwas Gold enthalten ist. So so.

Rechts unten dann das Kunststück, aus einer Silbermark, anderthalb Golddukaten zu machen.

Auf der nächsten Seite die Fortsetzung. Wer macht mit?

Alles in allem, ein cooles Buch, oder? Das müsst ihr wirklich mal zugeben. Ich konnte euch leider nur eine kleine Auswahl der schönsten Rezepte zeigen. Aber wer mich besuchen mag und einen Alambic, etwas Arsen, Sulphur und einen Bunsenbrenner mitbringt, kann gern mit mir zusammen Gold und den Stein der Weisen herstellen.

Bis zum nächsten Alchimisten-Buch.

Die Staatsbibliothek Berlin scheint das Buch mal besessen zu haben, es ist wohl im Krieg verloren gegangen. (siehe hier) Dafür hat sie dieses Buch, in dem einige Rezepte wiederzufinden sind.

Revue-Programme aus Paris, 1895


Vor gut einem Jahr habe ich euch einen meiner liebsten Programmzettel vorgestellt. Wer sich nicht mehr erinnert, der muß hier klicken.

Heute kommen noch zwei dazu, auf die ich nicht weniger stolz bin, gedruckt von den Firmen François Appel in der Rue du Delta, und Chaix et Cie., beide Paris.

Das erste stammt aus dem Casino de Paris, einem Revue-Theater, das heute zwar noch existiert, jedoch nicht mehr an der alten Adresse 15, Rue Blanche.

 

Gegeben wurde das Stück Rabelais, wahrscheinlich ein Schauspiel über den französischen Schriftsteller François Rabelais. Ich frage mich, was im 4. Akt „Nonnes & Ribaudes“ (Nonnen und Dirnen), einem Ballett-Tanz zur Aufführung kam.

 

Das Casino de Paris scheint nicht so wahnsinnig erfolgreich gewesen zu sein. Das schlußfolgere ich aus der doch sehr beschränkten Nutzung des Werbeplatzes auf der Rückseite. Schuhe des „Hauses der grünen Botten“ und Herr Pfeiffers Pianos. Das war’s.

 

 

Das zweite Programm stammt vom 4. Juli 1895. Es wurde zwar nicht bei F. Appel gedruckt. Allerdings war auch die Druckerei Chaix sehr berühmt – vielleicht sogar noch bekannter als Appel. Die Bibliotheque Nationale de France hat extra für euch hier eine kleine Zusammenstellung vorbereitet.

Mein Programm stammt aus dem „Hippodrome“

 

Das Programm selbst ist begrenzt aufschlußreich. Es wird getanzt und gemacht. Zweimal täglich, 11 Uhr mittags und 6 Uhr abends. Ein Buffet und die Bar sind geöffnet, Preise sind im Hause ersichtlich.

Die halbe Besetzung der Aufführung scheint durch Familie Gontard zu erfolgen. Allein 4 Hauptrollen.

 

Das Interessanteste an diesem Programm ist die Werbung auf der Rückseite.  Die Schneiderei Nicoll, eine Dependance des Londoner Geschäfts wirbt in englischer Sprache für Herren und Damenmode, die auch schon an die Königliche Familie in London geliefert wurde.

 

 

 

 

Zu der Herolds-Kunst – Wappen-Buch, 1694


Heute wird euch wieder einmal eines meiner Bücher vorgestellt. Diesmal eines der älteren in meiner Bibliothek. Ich versuche, den Text so kurz wie möglich zu halten. Schaut euch die Bilder an (Klickt auf ein Bild und schaut euch die bessere Auflösung an!) und fragt, wenn ihr mehr sehen wollt.

 

Was mir bei alten Büchern besonders gefällt ist die Eigenart, keine kurzen und einprägsamen Titel zu haben, sondern stattdessen eine Kurzbeschreibung des Inhalts als Titel zu verwenden. Der Buchtitel dieses Druckwerks lautet:

Zu der Herolds-Kunst: Auff Eine bequeme und deutliche Art verfasset ; Jn zwey Theilen Die Wapen Der vornehmsten Staaten Als Käyser/ Könige/ Fürsten und Republiquen von gantz Europa Gleichsahm auff einen Anblick darstellend Und In dieser Teutschen Ubersetzung Mit einem Neuen Theil Von der Wapen-Kunst insgemein/ Laut des nohtwendigen Berichtes in der Vorrede/ Vermehret/ von Caspare Bussingio, Prof. Publ.

und erschien 1694 in Hamburg, im Schultzischen Buchladen. Wer war Caspar Bussing? Das könnt ihr hier nachlesen. Meine 1694-er Ausgabe des Buches gibt es zwar nicht in der Staatsbibliothek zu Berlin, die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle hat aber eins und das sogar in digitaler Form.

 

Das Buch unterteilt sich in mehrere Theile:

Erster Theil. Des Heiligen Römisch=Deutschen Reichs vornehmste Wapen enthaltend.

Die Vorrede des ersten Theils:

 

Eine Erläuterung der Wappen-Zusammensetzung

 

Der Kaiser der Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Buches war das der überaus hübsch anzuschauende Habsburger Leopold I. – direkter Gegner von Ludwig XIV. – dem Sonnenkönig. Er ging in die Geschichte ein als Bekämpfer der Franzosen und der Türken.

 

Der König von Böheim (Böhmen?) als Chur-Fürst

 

Der Chur-Fürst von Mäyntz (Mainz)

 

Der Chur-Fürst zu Trier

 

Der Groß-Meister des Teutschen Ordens.

Wikipedia schreibt im Artikel zum Deutschen Orden: Als wichtigste Aufgabe betrachtete der noch immer vom Adel und dessen Wertvorstellungen geprägte Orden jedoch den kriegerischen Einsatz der Ritterbrüder, die sich seit dem 17. Jahrhundert nach italienischem Vorbild auch Cavaliere nannten. Einer satzungsgemäßen Verteidigung des christlichen Glaubens boten die seit dem 16. Jahrhundert eskalierenden Türkenkriege ein umfangreiches Betätigungsfeld. Trotz finanzieller Notlagen leistete der Orden auf diese Weise erhebliche Beiträge für die – im Sprachgebrauch der Zeit sogenannte – Verteidigung des Abendlandes gegen das Osmanische Reich. Professritter dienten zumeist als Offiziere in Regimentern von katholischen Reichsfürsten und in der kaiserlichen Armee. Insbesondere das kaiserliche Infanterieregiment No. 3 bezog seine Rekruten aus den deutschen Ordensgebieten. Alle tauglichen Ritterbrüder hatten ein sogenanntes exercitium militare abzuleisten. Sie dienten für den Zeitraum von drei Jahren im Offiziersrang in den durch Kriegszüge besonders gefährdeten Grenzfestungen, ehe sie weiterführende Ordensämter übernehmen durften.

 

Der Hertzog von Lotharingen (Lothringen)

 

Zweyter Theil:

Des Bremisch=Verdischen Ritter=Saals / Nach geschehener Eröffnung / Zuerst erscheinender Herren=Sitz / Vorstellend Ihrer K.Maj. zu Schweden / etc. etc. Als Hertzogen zu Bremen und Verden / etc. etc. Vollständiges=Wapen Aller Teutschen Provintzien. Entworffen von Caspare Bussingio, P.P.

 

 

Der Römische Papst. DIesem kombt unter allen Welschen Staaten die erste Stelle würcklich zu / weil die übrigen (auch ein Großtheil ausser Welschland) demselben freywillig nachgeben. Von dem Uhrsprunge des Papst=Thums / sonderlich in der Monarchischen Form / darin es jetzo pranget / ist nicht noht viel zu erwehnen / da in unzehlich grossen und weitläufftigen Wercken solches ausgeführet.

 

Ihre Königl. Hoheit von Savoyen.

 

Der Groß=Hertzog von Hetrurien (Toscana)

 

Die Republiqw Venedig / Genua / Lucka / der Malteser Ritter=Orden.

 

Der Republiqw Venedig völliger Schild.

 

Der König von Groß=Britannien

 

Der Zaar / Käyser oder Groß=Fürst in der Moßkaw

DEr Russen / die nun mehrentheils Moßcowiter von der Haupt=Stadt Moßcaw genandt werden / Uhrsprung wird von dem Ruß hergeleitet / einem Bruder oder doch Reise=Gefehrten des Zechs / der vor der Böheimen und Lechs  / der der Pohlen Ahnherr gehalten wird / wellche zusammen um die Mitte des VI. Jahrhunderts aus Illyrien in diese Gegenden gezogen und neue Fürstenthümer alda auffgerichtet.

 

Die Spanische Niederlande

 

Der zweyte Theil vom Zweyten Theil:

 

Dem Durchlauchtigsten und Großmächtigsten Fürsten und Herren HERREN CARLN dem XI. Der Schweden / Gothen und Wenden Könige / Groß-Fürsten in Finland / Hertzogen zu Schonen / Ehesten / Lieffland / Carelen / Bremen / Verden / Stetin / Pommern / der Cassuben und Wenden / Fürsten zu Rügen / Herren über Ingermanland und Wißmar. Wie auch Pfaltz-Grafen bey Rhein / in Bäyern / zu Gülich / Kleve und Bergen Hertzogen etc. etc. etc. Seinem Allergnädigsten Könige und Herren überreicht Zu Allerunterthänigstem Danck vor alle Zeit seiner Acht-Jährigen DIenste genossene Königliche Hulde / Schutz und Schirm / Diese Von Ihro Königliche Majestet hell-strahlenden Erb=Stamm= und Sieges=Eroberten Wapen Allein beleuchtete und Auff derselben tieff=demüthigste Verehrung eintzig reflectirende Schrifft Dero  Geheiligsten Majestet Aller=unterthänigster Knecht Caspar Bussingius, Nach aller=gnädigster Erlassung von dem Königl. Athenaeo zu Bremen  / anjetzt bey dem Hamburgischen Gymansio Mathem. Prof. Publ.

 

Das andere Capitel. Von den Schwedisch=Teutschen Wapen insonderheit und erstlich Von den Pfältzischen.

 

Das dritte Capitul. Von den Bremisch=Verdischen Wapen.

Das vierdte Capitul. Von den Pommerschen Wapen.

Das fünffte Capitul. Von den Wißmarschen Wapen.

Das sechste Capitul. Von den Helmen / Helm=Decken / Krohnen / Chur= und Fürsten=Hüten / Kleinoden und Schild=Haltern / so zu diesen Schilden gehören..

 

Der Rest des Buches besteht aus Text. Zwar interessant zu lesen, aber nichts für den Blog. Ein, wie ich finde, schönes Buch mit vielen Informationen zur politischen Herrschaftslage vor über 320 Jahren. Und weil es kein neues Buch ist, das alte Dinge berichtet, sondern ein altes Buch, das damals aktuelle Sachen aufgezeichnet hat, macht es für mich aufhebenswert und stellt ein schönes Stück in Moopenheimers Museum dar.

Folies Bergere in Paris – Programm von 1890


Einen Monat war euer Museumsdirektor sozial engagiert unterwegs, hat viele Dinge erlebt, die Hirn und Herz angeregt haben und glaubt, Gutes getan und geholfen zu haben, wo es im Moment wichtig ist. Damit ist noch nicht Schluß, aber das erste Chaos ist überwunden und die größte Not ist gelindert.

Als Dankeschön für das lange Warten habe ich euch als erstes Ausstellungsstück nach den „Sommerferien“ eines meiner Lieblinge in der Sammlung ausgewählt. Ein Programm des Varietés Folies Bergère in Paris.

Es ist ein Druckerzeugnis aus der Imprimerie Francois Appel und wurde 1890 hergestellt. Dank aufwändiger Chromolithographie leuchten die Farben auch nach 125 Jahren so, als wäre es gerade frisch aus der Druckerei gekommen.

Im Innenteil steht als Datum „Mardi 16 Decembre“. Dank des Internets ist es nicht schwierig, das dazugehörige Jahr herauszufinden. 1890 war wie durch Zufall auch das erste Jahr der größten Erfolge des Folies Bergère. Wikipedia fasst das sehr bildhaft zusammen:

Unter dem Eindruck der Jahresrevuen, die sich an einigen Theatern großer Beliebtheit erfreuten, inszenierte (der Besitzer) die erste, dem Metier angepasste Revue, die am 30. November 1886 Premiere hatte und die für damalige Begriffe unglaubliche Summe von 10.000 Franc kostete. Die Programme waren angefüllt mit vielen spektakulären Nummern: Kraftmenschen, Löwenbändigern, Groteskenpantomimen, Elefantendressuren, Abnormitätenschauen und Ringkämpfen. Doch auch das vermochte das Publikum nicht dauerhaft und regelmäßig in die Vorstellungen zu locken. Daher organisierte man (ab 1890) für die besten Prostituierten der Stadt Freikarten, die sie zum vierzehntäglichen Wandeln durch die Foyerhallen berechtigten. Zwar waren keine offensiven Angebote erlaubt, doch ein aufforderndes Kopfnicken war gestattet. Paul Derval, lange Zeit Direktor der «Folies Bergère», schrieb dazu in seinen Memoiren: „Dieses geniale System bewährte sich einige Jahre hindurch sehr gut. Jeder Pariser wusste, dass die Damen im Promenoir solche von leichter Tugend waren und dass sie die Crème ihrer Profession darstellten … kurz, das Promenoir der Folies Bergère war als der beste Liebesmarkt der Stadt bekannt.“

Mit ein wenig Phantasie kann man sich vorstellen, wie so mancher Abend einer lustigen Herrengruppe verlaufen sein mag.

Den großen Zuspruch der Pariser Bürger kann man bei diesem Programm am gut gefüllten Anzeigenraum erkennen. Es lohnte sich offensichtlich, auf Programmheften des Folies Bergère, die noch dazu 20 Centimes kosteten, zu werben. Ein weiteres Programm, das nur zwei Tage eher erschien und ein Beispiel für weniger großen Zuspruch der Werber darstellt, hatte ich euch hier schon einmal vorgestellt.

Für was wurde 1890 in einem Variete geworben?

Auf der Titelseite: TSARINE Creme und Reispuder (beides, auch wenn es nach Desserts klingt, dazu da, Frauengesichter anmutig erscheinen zu lassen), erhältlich in der Parfümerie Violet

Im Mittelteil: Das Möbelgeschäft Maison Janiaud junior preist sein großes Sortiment an (gebrauchten?) Möbeln zum Kauf oder Tausch an. (habe ich das richtig übersetzt?); Diamanten, Absinth und alle großen Parfüm Marken

Auf die Rückseite haben es größere Anzeigen geschafft: Apricosenlikör von P. Garnier, die Brasserie Mallet (bis 2 Uhr geöffnet!); La Balneum – ein Badehaus nach türkischer, römischer und russischer Art – 2 Franc ohne, 3 Franc mit Massage (oha) oder das ELIXIR GODINEAU, mit dem man für nur 20 Franc pro Fläschchen Dinge erreichen kann, die mir meine begrenzten Französischkenntnisse  glücklicherweise verschließen.

Meine anderen bereits veröffentlichen Dinge von Monsieur Appel könnt ihr euch anschauen, indem ihr hier klickt.

Über den Preis, den man für ein Programmblatt in dieser Erhaltung zahlen muß, möchte ich an dieser Stelle schweigen.

Fünf Jahre gestohlene Jugend – KZ-Entlassungsschein 1938


Bei der Recherche zu meinem heutigen Artikel bin ich auf interessante Internetseiten gestoßen, die mir gezeigt haben, wie wenig sich manche Zeitgenossen mit einem Thema beschäftigt haben, bevor sie beginnen viel Meinung dazu öffentlich kundzutun. Dazu mehr am Schluß des heutigen Beitrages.


Herr Bernd Viet lebte in den 1930er Jahren in Strausberg, einer beschaulichen Kleinststadt vor den Toren Berlins. Er arbeitete als Drogist und war sehr wahrscheinlich an einem gerechten Leben für alle interessiert. Leider konnte ich bis jetzt nichts zu seiner Person herausfinden, versuche mir aber meinen Reim auf das heutige Ausstellungsstück zu machen.

Ich vermute, Herr Viet war Mitglied der KPD oder einer anderen linksgesonnenen Vereinigung. Nach der Machtergreifung Hitlers und der Gleichschaltung bzw. des Verbots aller Parteien neben der NSDAP wurde die Jagd auf unliebsame Mitbürger eröffnet. Heute ist meist nur die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im Gedächtnis, allerdings handelte es sich bei der zweitgrößten Gruppe Verfolgter um die Kommunisten und Sozialisten. (hier hatte ich darüber schon einmal geschrieben)

Herr Viet wurde zwei Wochen nach seinem 19. Geburtstag, am 4. Dezember 1933 verhaftet und ins KZ Sachsenhausen gebracht. Der Weg dorthin war zweifellos gepflastert mit Verhören und Misshandlung. Erst nach 5 Jahren und einen Monat nach seinem 24. Geburtstag wurde er aus dem KZ entlassen. Davon zeugt dieser Entlassungsschein.

Kommandantur des Staatl. Konzentrationslagers Sachsenhausen

Oranienburg, den 21. XII 1938

Entlassungsschein 221751

Der Drogist Viet, Bernd geb. am 22. November 1914in Strausberg / Kreis Nieder Barnim war in der Zeit vom 4. Dezember 33 bis 22. XII. 38 in einem Konzentrationslager untergebracht, die Entlassung erfolgte am 23. Dezember 1938. Seine Führung war -befriedigend-

Auflage: Sie haben sich bis auf Widerruf jeden 3. Werktag bei der Ortspolizeibehörde Ihres Wohnortes mit Ihren Arbeitspapieren zu melden.

Die Unterschriften des Lagerkommandanten und des SS-Oberführers kann ich leider nur bedingt entziffern Erstes sieht aus wie Gerlach, zweites wie Julemann. Beide Unterschriften stammen aber definitiv nicht von den KZ-Kommandanten des Jahres 1938 Hans Helwig (lesenswerter Artikel!) oder seinem Nachfolger Hermann Baranowski (der Ausbilder des späteren Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß).


Zum Schluß:

Im Internet gibt es zahllose Foren in denen KZ-Entlassungsscheine wie dieser als Fälschung dargestellt wurden. Dabei wird oft versäumt, zwischen der Verwahrung politisch unliebsamer Menschen und den unter dem Programm der „Endlösung“ der Vernichtung zugedachten Personen zu unterscheiden. Viele der Konzentrationslager und deren Unmengen Unterlager dienten der Beschaffung billigster Arbeitskräfte, deren Nutzen rücksichtslos ausgebeutet werden konnte. Eine Tötung bzw. Vernachlässigung mit Billigung des Todes fand nur statt, wenn kein Nutzen mehr bestand. Im Gegensatz dazu gab es die reinen Vernichtungslager in denen alle Menschen, egal ob arbeitsfähig oder nicht, getötet wurden.

Der heute gezeigte Artikel ist echt und stammt nicht aus einem Vernichtungslager. Das KZ Sachsenhausen war ein Konzentrationslager, das gleichzeitig durch seine Brutalität wie auch durch die große Zahl inhaftierter bekannter Persönlichkeiten (Stalins Sohn Jascha DschugaschwiliRudolf BreitscheidErwin Geschonneck, Kurt Schuschnigg und viele andere) bekannt wurde. Details zum Lager hier.

Pakete jeglichen Inhalts dürfen nicht empfangen werden. Es kann im Lager alles gekauft werden.


Auf meinen heutigen Artikel bin ich ganz schön stolz. Es ist ein tolles Zeitdokument und in einer überraschend guten Erhaltung.

Herr H. Heilmann, wohnte im Jahr 1941 wahrscheinlich mit seinen Eltern zusammen in der Sankt-Pauli-Strasse 61 in Bremen. Was auch immer sein Vergehen war, es brachte ihn ins Konzentrationslager Flossenbürg. Leider habe ich keinen Zugriff auf die Gefangenenlisten des Lagers. Darum zeige ich euch für’s erste den Brief, den er seinen Eltern am 10. August 1941 geschrieben hat.

Der Text auf dem Kuvert lautet:

Meine genaue Anschrift: Vorbeugungshäftling H. Heilmann, Nr. 1113, Block 7.A Konz.-L. Floßenbürg, Post Floßenbürg (Bayer. Ostmark)

Konzentrationslager Floßenbürg – Auszug aus der Lagerordnung: Jeder Häftling darf im Monat 2 Briefe oder 2 Postkarten empfangen und auch absenden. Die Briefzeilen müssen übersichtlich und gut lesbar sein. Postsendungen, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, werden nicht zugestellt bezw. befördert. Pakete jeglichen Inhalts dürfen nicht empfangen werden, Geldsendungen sind zulässig; es kann im Lager alles gekauft werden Nationalsozialistische Zeitungen sind zugelassen, wenn dieselben unter Streifband direkt vom Verlag geschickt werden.       Der Lagerkommandant

Frau Elise Heilmann, Bremen, St. Paulistr. 61

Auf dem Brief-Formular steht eine ähnliche Anweisung wie auf dem Umschlag. Lediglich statt der Zeitungen steht hier:

Es ist verboten, mehr als 2 Marken á 12 Pfg. beizulegen.

Zusätzlich der Aufdruck: Der Tag der Entlassung kann jetzt noch nicht angegeben werden. Anfragen sind zwecklos.

10. August 1941

 Lieber Vater, liebe Mutter! Euren lieben Brief habe ich erhalten, sowie die 5 Mk. von …., es freut mich, daß Ihr Lieben alle an mich denkt u. danke recht viel mal. Die Foto habe ich mir mit tiefer Empfindung immer wieder angesehen. Lieber Vater ich habe die selbige Sehnsucht

nach euch lieben. Georg hat sich zu den Anzug gefreut, er kann es mit euch Lieben abmachen. Bitte lieber Vater beschreibe den nächsten Brief nur eine Seite u. lege nichts ein, sondern hättest du nicht so gemacht, hätte ich nicht warten brauchen u. so konnte ich Euch doch im letzten Brief nicht an(t)worten. Grüße Euch Euer …

Abgestempelt von der Postzensurstelle A, K.L. Flossenbürg und vom Blockführer mit 11 / VIII. 41. Gl. unterzeichnet.

Hier sei darauf hingewiesen, daß die von den Behörden übliche Abkürzung K. L. für Konzentrations-Lager benutzt wurde. Angeblich wurden die Abkürzung KZ von den SS-Truppen eingeführt, weil es härter klang.

Der Stempel mit dem A in der Mitte wird auch Paraphe genannt. Das ist ein Stempel, der keinen Rückschluß auf die eigentliche Person zulässt. Wikipedia erklärt das auch. Eine Postzensurstelle sah z.B. so aus:

Der Brief ging an die Mutter Elise Heilmann. Eine Verwandte gleichen Namens habe ich im Bremer Leichenbuch gefunden (was es nicht alles gibt). Sie wohnte ebenfalls in der Sankt-Pauli-Strasse 61, war eine Tochter und ist mit 14 Jahren gestorben. Seht hier.

Ich habe das Konzentrationslager am 19. Juli 2014 besucht. Wer möchte, kann sich meine Fotos anschauen.

Bild anklicken für mehr

Zu diesem Konzentrationslager habe ich noch einige Informationen gefunden. Der Lagerkommandant zum Zeitpunkt der Haft von H. Heilmann war Karl Künstler, der Erfinder der 2 Wochen Sonderurlaub für denjenigen, der einen flüchtenden Häftling erschoß.

Im KZ Flossenbürg waren so bekannte Personen wie Dietrich Bonhoeffer, Wilhelm Canaris, Hjalmar Schacht, Kurt Schumacher oder Kurt von Schuschnigg interniert. Ein Außenlager stand unter der Leitung des späteren Bundespräsidenten Heinrich Lübke.

Die Mutter der GEZ


Heute habe ich etwas für euch herausgesucht, das ich selbst bis vor kurzem nicht kannte. Es handelt sich um einen Trödelmarktfund und weist mit knapp 91 Jahren schon einige Rostflecken auf, die wahrscheinlich von benachbarten Heftklammern stammen.

Die GEZ hatte einen Vorgänger. Der saß in der Reichspost und war dafür zuständig, den Betrieb von Radios zu genehmigen und dafür eine monatliche Gebühr von 2 Reichsmark zu erheben. Weil die Wenigsten von euch wahrscheinlich aus dem Kopf wissen, wie viel das in heutiger Kaufkraft ist, habe ich es für euch nachgeschlagen: 1924 waren RM 2,- mit heutigen € 7,20 vergleichbar.

Und hier ist die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Funkempfangsanlage zum Privatgebrauch für Herrn Karl Jahn, in Werftstraße 20 (Berlin-Moabit)

gültig unter umstehenden Bedingungen, solange die Gebühr an die Postkasse entrichtet wird. Mindestdauer der Gebührenpflicht 1 Jahr. Genehmigungsgebühr von 2 6 Mark für Monat April – Juni 1924 ist bezahlt, die weiteren Gebühren zieht das Zustellpostamt ein, dem Wohnungsänderungen sofort mitzuteilen sind.

Namens der Deutschen Reichspost: Postamt Berlin NW, 7.6.24 1-2N

Die umstehenden Bedingungen lauten dann wie folgt:

I. Allgemeines

  1.  Die Anlage dient zur Aufnahme des „Unterhaltungs-Rundfunks“ und der „Nachrichten an Alle“;
  2.  unzulässig ist die Aufnahme sonstigen Funkverkehrs und die Störung von Telegraphen-, Fernsprech- und Funkanlagen.
  3.  Der Inhaber der Genehmigung ist verantwortlich für jeden, der seine Anlage benutzt, und darf die Genehmigung Dritten nicht übertragen; er hat Beauftragten der Deutschen Reichspost (DRP) das Betreten der Räume und Grundstücksteile, in denen sich die Empfangsanlage befindet, zu gestatten;
  4. Verstöße gegen diese Bedingungen können, auch soweit sie nicht nach der Verordnung zum Schutz des Funkverkehrs vom 8. März 1924 strafbar sind, die Entziehung der Genehmigung zur Folge haben.
  5.  Die Genehmigung kann widerrufen werden.

II. Antenne

  1.  Höchstlänge des verwendeten Drahtes vom Empfänger ab 100 m. (Dazu sei erwähnt, daß meine Urgroßeltern als erste einen Radioapparat in ihrer Gegend besaßen. Dessen Antenne wurde quer über den ganzen Platz gespannt. Dazu ist dieses Foto aus dem Putzi-Artikel aufschlussreich. Die Antenne reichte nämlich von unserem Haus – aus dem fotografiert wurde – bis zum weißen Eckhaus gegenüber mit dem Schild „Carl Wipplinger“. Da wurden die 100 Meter schon knapp.)
  2. Beschaffung der etwaigen Genehmigungen der Gebäudeeigentümer, Polizeiverwaltung usw. ist ausschließlich Sache des Inhabers der Genehmigung.
  3. Bei Störung vorhandener oder Behinderung des Ausbaues öffentlicher Telegraphen- oder Fernsprechanlagen ist die Antenne auf Kosten des Inhabers der Genehmigungsurkunde zu verlegen.
  4. Die Anbringung von Antennen an den Stützvorrichtungen des öffentlichen Telegraphen- und Fernsprechnetzes ohne Zustimmung der DRP ist unzulässig. Beim Bau ohne Hinzuziehung der DRP muss der Abstand von ihren Leitungen mindestens 1 m betragen.
  5. Kreuzungen zwischen Antenne und Hochspannungsleitungen sind unzulässig; bei Annäherungen muß auch bei Bruch einer Leitung eine Berührung unter allen Umständen ausgeschlossen sein; auf weniger als 10 m Horizontalabstand ist keinesfalls herabzugehen. Ferner ist es unzulässig, mit einer Antenne blanke Niederspannungsleitungen und gleichzeitig Telegraphen- und  Fernsprechleitungen zu kreuzen.

III. Empfangsanordnungen

Es dürfen verwendet werden:

  1. von der DRP zugelassenes und mit RTV gestempeltes Gerät (einschließlich Zusatzgerät und Röhren),
  2. selbsthergestellte oder fertig gekaufte ungestempelte Detektor-Empfangsanordnungen ohne Empfangs- oder Verstärker-Röhren.

Der heute zu entrichtende Beitrag beträgt laut der GEZ-Nachfolgepartei € 17,50 pro Monat, allerdings mit dem kleinen Unterschied, daß es nicht wichtig ist, ob man ein Radio besitzt oder nicht.

Die ungewünschte Wehrmachts-Dienst-Post


Wer in den 1940-er Jahren solch einen Brief bekam, der wusste meist, was er bedeutet:

Keine Briefmarke nötig. Meist persönlich überreicht. Stempel der Wehrmachts-Dienst-Post.

Der Inhalt war bekannt, oft bei anderen zuvor gelesen und immer wurde gehofft, nie selbst zu den Empfängern zu gehören.

O. K., den 2.3.1944 (Ober-Kommando?)

Sehr geehrte Frau Kevering!

Leider muß ich Ihnen die traurige Mitteilung machen, daß Ihr lieber Gatte, der Unteroffizier Paul Kevering, geb. am 21.4.1914 in Haak, in heldenhaftem Kampf als Pionier für Führer und Vaterland am 26.2.1944 bei Auwere a.d. Narwa/Estland gefallen ist.

Ihr Gatte wurde am 27.2.1944 auf dem Heldenfriedhof des Hauptverbandplatzes unter militärischen Ehren zur letzten Ruhe gebettet.

Ort und Grabnummer werden Ihnen noch mitgeteilt.

Die Kompanie verliert mit ihm einen tapferen, vorbildlichen Soldaten, der sich bei Vorgesetzten und Kameraden größter Wertschätzung und Beliebtheit erfreute. Mit tiefer Anteilnahme nimmt die Kompanie Abschied von einem Ihrer Besten. Er wird uns in weiteren harten Kämpfen und jederzeit ein leuchtendes Vorbild sein. Möge die Gewissheit, dass Ihr Gatte sein Leben für den großen deutschen Sieg über den bolschewistischen Weltfeind und für die Zukunft Deutschlands hingegeben hat, ein Trost sein in dem schweren Leid, daß Sie betroffen hat.

In aufrichtigem Mitgefühl! Heil Hitler! Leutnant u. Komp. Führer

N.B. Noch vorhandene Eigensachen Ihres Gatten gehen Ihnen per Post zu. In allen Versorgungs- und Fürsorgefragen wird Ihnen das zuständige Wehrmachtfürsorge- und Versorgungsamt, dessen Standort bei jeder militärischen Dienststelle zu erfragen ist, bereitwillig Auskunft erteilen.

Zack, so schnell war der Traum vom Glück nach dem Endsieg vorbei. Für Frau Antonie begannen schwere Zeiten. Die Verwandten mussten benachrichtigt werden.

5. 3. 1944

Die im Brief angekündigte Wehrmachtsfürsorge ließ dann noch dreieinhalb Monate auf sich warten.

RM 130,54 Witwengeld und RM 113,80 Umstellungsbeihilfe pro Monat waren wahrscheinlich kein adäquater Ersatz für den Verlust des geliebten Ehemannes. Überraschenderweise ist dieser Zettel nicht mit dem ansonsten allgegenwärtigen Heil Hitler! unterzeichnet worden. Vielleicht wussten die Absender, daß den Empfängern das Heil des österreichischen Kleinen Braunen inzwischen piepegal war.

Liebig’s Fleisch-Extract – die Anfänge der Sammelbild-Werbung


Ich habe euch schon vieles aus meiner Sammlung zu Liebig’s Fleisch-Extract vorgestellt. Heute nun gibt es etwas aus den Anfängen zu sehen.

Die kostenlose Verteilung von Sammelbildern nahm ihren Anfang im Jahr 1872. Vor 144 Jahren kam ein cleverer Werbemann auf die Idee, den Kunden einen Anreiz zu geben, beim nächsten Einkauf erneut zum eigenen Produkt zu greifen. Und damals wie heute wurde auf den Ur-Instinkt des Menschen, das Sammeln, gesetzt.

Die erste Sammelbild-Serie, die in Deutschland jemals erschien, war von Liebig. Sie zeigte Ansichten der Firma in Uruguay, dem Land, in dem die riesigen Rinderherden zur Deckung des europäischen Fleischbedarfs gezüchtet wurden. Die Liebig-Fabrik unterhielt eine der gewaltigsten Farmen in Uruguay, später kam noch Fläche in Südwestafrika, dem heutigen Namibia dazu.

Haupteingangs-Thor, Weideplatz und Tränke für die Rinderheerden, Dampfkesselhaus

Allein in Uruguay wurden auf der 1.100 Quadratmeilen großen Farm (was laut des Saarland-Umrechners 1,1 mal der Größe des Saarlands oder 399.000 Fußballfeldern entspricht) in den 35 Jahren zwischen 1865 und 1900 wurden laut eines Liebig-Kochbüchleins von 1900 ungefähr 5.700.000 Rinder geschlachtet.

Wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt, fehlt mir Bild Nummer 4 aus diesem 12-er Satz. Sollte jemand das Bild „Schlachthalle“ irgendwo herumzuliegen haben und nicht wissen wohin damit, meldet euch. Stattdessen habe ich ein anderes Bild in die Lücke gelegt. Das ist mir bisher nur zweimal unter die Augen gekommen: einmal bei einem meiner geschätzten Pariser Chromo-Händler und das zweite Mal bei ebay, wo es unglaublich schnell in meinen Besitz übergegangen ist.

Die weiteren Bilder der Serie:

Trockenplätze für die Fleischabfälle; Landungsbrücken zum Aus- und Einladen der Schiffe; Halle zum Salzen des Tasajo; Fleisch-Extract Fabrikation – Abdampfapparate

Wie ihr seht, ist die Erhaltung der Bilder unterschiedlich gut. Während das Bild in der unteren, linken Ecke einen Top-Zustand aufweist (alle Ecken sind dran, der Rand ist vollständig), musste das Bild unten rechts seine Seitenränder einbüßen, oben links fehlt sogar noch die obere Textzeile.

Einige der Bildchen habe ich fröhlicherweise doppelt, so daß ich irgendwann vielleicht mal jemanden treffe, der Bild 4 besitzt und ein anderes vermisst.

Die letzten vier Karten:

Dünger-Fabrik – Mahlen und Verpacken; Dünger-Fabrik – Oberes Stockwerk; Talgschmelze – Parterre; Talgschmelze – Oberes Stockwerk

Den Geruch auf dem Fabrikgelände, besonders auf den Trockenplätzen für die Fleischabfälle, möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Den Wert dieser Karten kann man schwer bestimmen. Bedingt durch die geringe Menge der erhaltenen Karten schwankt er doch sehr.

Es gab übrigens noch einen Satz Sammelkarten, der ebenfalls im Jahr 1872 von Liebig herausgebracht wurde. Er erschien jedoch nur in Frankreich, ist heute nahezu unauffindbar und ich wurde extra vom British Museum eingeladen, mir ihre Einzel-Bildchen daraus anzuschauen und die Echtheit festzustellen. Sie besitzen 7 oder 8 Karten des 16-er Satzes. Einige Karten geistern in Deutschland rum. Ich glaube zu wissen, wer einen der letzten 2 bekannten kompletten Sätze besitzt und ich wusste, wer den anderen hatte. Leider ist die Dame vor einigen Jahren verstorben und ihre Sammlung ist aufgelöst worden.

Schiff ahoi! – von New York nach Le Havre – Januar bis März 1890


Heute habe ich euch eines meiner ganz besonderen Lieblingsstücke rausgesucht. Aus Erfahrung weiß ich, daß Artikel, die mir lieb und (meist sehr) teuer sind, hier im Museum die geringsten Besuchszahlen erzielen. Sollte mir das etwas über meinen ungewöhnlichen Geschmack sagen? Egal, das ist mein Zeug, mir muß es gefallen.

Im Jahr 1890 fuhren die fünf Schwesterschiffe „La Bretagne“,  „La Normandie“, „La Bourgogne“, „La Champagne“ und „La Gascogne“ im Linienverkehr zwischen Le Havre und New York hin und her. Sie alle gehörten zur Compagnie Generale Transatlantique.

Zu den Fahrten gehörten Passagierlisten, die den Herrschaften an Bord anzeigten, mit wem sie denn gemeinsam in See stachen. Der Artikel heute ist eine Sammlung der Passagierlisten für die Überfahrten von New York nach Le Havre in der Zeit zwischen Januar und März 1890.

Ich hatte dieses Büchlein vor einigen Jahren zu einem verhältnismäßig günstigen Preis erstanden, weil der Verkäufer nicht wusste, was er da zum Verkauf anbot. Mein Hauptaugenmerk galt dabei den Chromolithographien meines Hauptsammelgebietes: Druckerzeugnisse der Imprimerie Francois Appel, Paris. Und davon enthält das Büchlein einige, die bisher noch niemand in meinen Sammlerkreisen kennt.

So sehen die  Chromolithographien aus, die aus einer Doppelseite bestehen und auf den Innenseiten die Namenslisten beherbergen. Jede der vier unterschiedlichen Lithographien ist mehrfach enthalten.

wahrscheinlich „La Bretagne“

New York

Auch das Liniennetz der Bahn war verzeichnet:

Hotels

Als nächstes kommen die Passagierlisten und ich habe mir mal die Mühe gemacht (5 Stunden), in den Listen herumzusuchen und die Passagiere im Internet zu ergoogeln. Unter jeder Liste stehen die Details, die ich zu den Herrschaften gefunden habe, wenn verfügbar sogar mit Hintergrundinformationen. Passagiere, deren Titel schon in der Liste stehen, habe ich nicht extra erwähnt. (z.B. Militärs, Botschafter o.ä.)

4. Januar

  • Mr. C. C. E. Fibiger – ein Mitglied der Familie des dänischen Pathologen und Nobelpreisträgers Johannes Andreas Grib Fibiger
  • Miss Theodora de Gillert – eine Primaballerina der Metropolitan Opera New York, die ihr euch hier anschauen könnt.
  • Mr. Louis Keller – ein amerikanischer Verleger, Golf Club-Besitzer und High Society-Mitglied
  • Mr. Henry S(idney) Oppenheimer – geboren am 2. November 1866 in New York City, einem Mitglied der berühmten Oppenheimer-Familie, Neffe von Salomon Oppenheimer und Verwandter von Heinrich Hertz (dem Namensgeber unserer Strom-Frequenz Hz)
  • Jacques Schorestene
  • Ekko Sollmann – einem Erfinder aus Hoboken, Hudson county, State of New Jersey. Er hat so tolle Dinge erfunden, wie eine elektrische Eisenbahn (Bild) und den passenden Zug (Bild). Ein weiteres Patent des gebürtigen Deutschen findet ihr hier.
  • Meyer Louis van Moppes – ein Diamanthändler aus Amsterdam, dessen Namen mir persönlich sehr nahe geht.

11. Januar

  • Edgar P. Allen – der so aussah (Mitte), im Manganhandel tätig war und später irgendwie seine Finger bei der Ausrüstung der US-Army im 2. Weltkrieg im Spiel hatte.
  • Mr Wilber A. Bloodgood – ein Herr mit einem wunderschönen Namen, was ihm allerdings auch nicht viel genützt hat, da er, der Sohn von William A. Bloodgood, am 6. April 1923 verstorben ist.
  • Mr. Thomas Cranage und seine Familie – einen ausführlichen Bericht über ihn gibt es hier. Dort sind auch seine Frau Julia (hier Mrs. Thomas Cranage), sein Sohn Samuel Pitts Cranage und Tochter Mary erwähnt.
  • Mr. John Baptiste Ford Jr – der Begründer der amerikanischen Flachglas-Industrie und Mitglied der Auto-Dynastie aus Detroit – hier sein Haus.

 18. Januar

  • The Most Reverend M. A. Corrigan D. D. Archbishop of New York – ein sehr wichtiges Oberhaupt der New Yorker katholischen Kirche. seht hier
  • Louis Lasher Lorillard und seine Brüder Mr Beekman Lorillard und George – Tabak-Millionäre aus New York nebst Dienern und Mägden.

25. Januar

  • Edward D. Adams – Erbauer des nach ihm benannten Wasserkraftwerkes an den Niagara-Fällen, in dem erstmals der von Nikola Tesla erfundene Wechselstrom erzeugt wurde.
  • Mr Beauveau Borie und Familie – Herr Borie war laut seiner Universitäts-Annalen ein Manufacturer, Bankier und Broker. Seine Frau und Sohn wurden mal gemalt (hier) und er oder sein Sohn war Präsident der Börse.

1. Februar

  • Alban G. Anderson – keine Infos zu seinem Leben, aber zu seinem Tod.
  • Familie Vanderbilt Sloane – Mitglieder der Eisenbahn-Dynastie, z.B. zwei Töchter von William Henry – (der nach heutigem Wert ein Vermögen von 231,6 Milliarden Dollar besaß), Emily (spätere Ehefrau eines der Unterzeichner vom Versailler Vertrag) und L. (Margaret Louisa?) sowie des Sloane-Zweiges, der unter anderem ein nettes Anwesen in Massachussetts gehörte. Malcolm Douglas Sloane, späterer Besitzer des legendären Swope-Mansion war auch mit von der Partie.
  • Mr. E(manuel) Wertheimer – deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischer Herkunft

8. Februar

  • Mr. Hipp (Hyppolyte) Didisheim – Schweizer Uhrmacher der renommierten Marvin-Uhren

15. Februar

22. Februar

  • Mrs. W(illia)m (Waldorf) Astor – die Ehefrau des New Yorker Financiers, die ursprünglich Mary Dahlgren Paul hieß. Zum Zeitpunkt der Überfahrt seiner Frau begann William gemeinsam mit seinem mit der Titanic untergegangenen Cousin John Jacob Astor IV gerade die Planungen für das berühmte erste Waldorf-Astoria Hotel. Kein Wunder, daß die Gute sich nach Europa zurückzog. Dieses Hotel stand übrigens auf dem Grundstück, auf dem 1929 das Empire State Building errichtet wurde.
  • Georges de la Bouglise – französischer Bergbauingenieur und Miterfinder des front-lenkbaren Hochrades. (Michaux-Rad)
  • Mr. M. De Forest Bolmer – amerikanischer Maler (Bilder)
  • Alfred N. Beadleton – Brauereibesitzer, der bedauerlicherweise am 10. August 1917 wegen Darm-Blutungen in den White Mountains gestorben ist.
  • Französische Ingenieure, die vor der Übernahme der Bauarbeiten am Panama-Kanal durch die USA 1899 dort verweilten: In diesem Artikel (englisch) ist Herr Nouailhac-Pioch erwähnt worden. Lest auch meinen Artikel zum Panama-Kanal.
  • Mr. Jacob Dangler – Besitzer einer Firma für Fleischwaren-Portionspackungen. (mehr)
  • Gustav (von) Hochwaechter – Landrat im Kreis Moers von 1870-1871 und Autor der Bücher „Mit den Türken in der Front im Stabe Mahmud Muchtar Paschas. Mein Kriegstagebuch über die Kämpfe bei Kirk Kilisse, Lüle Burgas und Cataldza“ und „Afrika ruft den Jäger – Praktisches aus der Praxis“
  • Mr. John W. Johnston – evtl. der Sohn des gleichnamigen Politikers.
  • Mr. Maurice W. Kozminsky – über den ich nichts gefunden habe, er wird allerdings in den Einträgen seiner späteren Frau Stella erwähnt.
  • Mr. W. A. J. Sparks (später Honorable Sparks – Commissioner of the General Land Office, adjustment of the Atchison, Topeka and Santa Fe land grant in the state of Kansas)
  • Mr. Edward Tuck – amerikanischer Bankier und Philanthrop, der um 1890 von New Hampshire nach Paris umzog und nach dem in Paris sogar eine Parallelstraße der Champs-Elysées benannt ist.
  • Mr. Eugene Winthrop – Bruder von Robert Winthrop, einem Gegenspieler von JP Morgan und den Rothschild-Bankiers.

 1. März

  • C. P. E. Burgwyn (Collinson Pierrepont Edwards), 1852-1915 – schrieb zwei Bühnenstücke: The Huguenot Lovers und The Lost Diamond
  • Mr Burgwyn wurde zusammen mit Admiral Viel, dem Vicomte Paul d’Abzac, Judge Thacher, George Nathaniel Pratt, J. A. Durand-Bailhot, Henry A. Robbins und H. C. Godell in einem Artikel unter der Überschrift „Sailed for Europe“ der New York Times vom 2. März erwähnt. Den Anfang des Artikels gibt es hier.
  • Mr. Charles Renauld – wohl ein französischer Bankier
  • Mr. Harry Rosenhaupt –  1869-1938, späterer Legislator im Staat Washington, dessen Papiere in den Bibliotheken der Universität Washington aufbewahrt werden.

8. März

  • Mrs. E. G. Hubbard – die Ehefrau von Elbert Green Hubbard, einem amerikanischen Schriftsteller und Verleger. Beide kamen am 7. Mai 1915 ums Leben, als ein kaiserlich-deutsches U-Boot die RMS Lusitania vor Irland versenkte.

Hier fehlt übrigens die rechte Hälfte der Liste. Vermutlich stand darauf der Vorbesitzer dieses Büchleins, der sich die Seite als Souvenir rausgetrennt hat.

 15. März

  • J. J. Astor – John Jacob Astor IV, der schon am 22. Februar (oben) erwähnte Cousin von William Waldorf Astor, der mitsamt der Titanic unterging, nachdem ihn einer der Schornsteine erschlagen hatte.
  • Mr. Jacob Dreicer – russisch-stämmischer Exklusiv-Juwelier in Manhattan (Dreicer-Haus)

Da die Schiffe jeweils in der 1. Klasse 390, in der 2. Klasse 65 und in der 3. Klasse 600 Passagiere beförderten, vermute ich, daß hier nur die wichtigsten Passagiere der 1. Klasse Erwähnung gefunden haben.

Zusätzlich habe ich noch zwei Rezeptblättchen die den Passagieren der 1912 in Dienst gestellten France II übergeben wurden.

Alt-Französische Küche – Lammrücken a la Ninon

Rebhühner a la Montespan

Damit endet der bisher am ausführlichsten recherchierte Artikel und ich hoffe, daß sich außer mir noch jemand über dieses schöne Büchlein freut. Da ich weiß, was ich da habe, ist es mir aber auch wurscht, wenn ihr das nicht macht. Schiff ahoi und allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

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