ein Streulöffel


Es gibt wieder einen Flohmarktfund.

 

Dieser hübsche Löffel aus Alpacca gibt mir einige Rätsel auf.

Wofür mag er gedient haben?

Es gab die Vermutung des Verkäufers und eines Freundes, daß es sich um einen Puderzuckerlöffel handelt. Das glaube ich nicht. Jeder, der einmal Puderzucker aus einem Gefäß entnommen hat, weiß, daß er nur teilweise pudrig daherkommt. Meist ist er von der Luftfeuchtigkeit recht klumpig. Und in einer Zuckerdose, aus der dieser Löffel herausschauen würde, wäre die Luftfeuchtigkeit sehr hoch.

Andere nahmen an, man hätte mit diesem Löffel Tee aus der Tasse bzw. dem Teeglas geholt und abtropfen lassen. Das würde zwar mit einem Teebeutel gehen, wäre aber unpraktisch.

Meine Vermutung geht mehr zu grobkörnigem Streugut. Man könnte normalen Zucker auf den Löffel schaufeln und anschließend, leicht nach hinten geneigt, durch die Löcher auf das Essen streuen. Außer Kartoffelpuffer fällt mir allerdings kaum ein Essen ein, auf das man Zucker streuen wollte. Würde man hingegen Salz nehmen, könnte man es sich auf Salat, Tomaten, Gurken u.v.m. streuen, ohne wie sonst üblich mit drei Fingern Salz aus einem Schälchen zu nehmen. Alternativ wäre natürlich ein Salzstreuer zu empfehlen. Ist es also ein Salzstreulöffel, ein Zuckerstreulöffel oder etwas ganz anderes?

Ihr seht, eine endgültige Lösung habe ich noch nicht gefunden. Wer also eine Idee hat, schreibt am besten einen Kommentar.

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Weimarer Chargierten-Convent


Wieder habe ich etwas amüsantes gefunden.

Mein Urgroßvater, der in mehreren Studentenvereinigungen Mitglied war, hat zwischen all seinen Sachen auch die heute vorgestellte Ansteck-Medaille aufbewahrt.

 

Zuerst dachte ich, es handelt sich um den Weimarer Carnevals-Club, allerdings ließ mich die Leier (Lyra) auf dem rechten Wappen stutzig werden. Ein wenig gegoogelt und gesucht und siehe da, der Weimarer Chargierten-Convent verbarg sich hinter der Abkürzung W.C.C. und dem angegebenen Datum.

Was Chargierte sind, hatte ich euch schon hier erklärt. Und siehe da, auf der Karte in diesem Artikel wird ganz oben von der Gottinga, einer Sängerschaft im Weimarer C.C. gesprochen.

Die Rückseite der Medaille sieht übrigens so aus:

Nun gilt es nur noch, Informationen zum IVten C.C.Fest 1913 herauszufinden.

Ein Jugendstil-Bierglas


Gefunden und für gut befunden – über dieses Bierglas, das vermutlich aus den 1910er oder 1920er Jahren stammt, gibt es nicht viel zu berichten. Es sieht einfach nur schön aus und schon mein Uropa hat daraus getrunken.

 

Nun steht es bei mir rum und wartet auf den Tag, an dem es runterfällt.

ein einzelnes Foto


In Zeiten, in denen die meisten angefertigten Fotografien Teil einer nutz-, inhalts- und wertlosen Massenware geworden sind, wollte ich euch anhand eines einzelnen Fotos meiner Oma aus dem Jahr 1915 zeigen, wie sorgfältig damals auf das Äußere, hübsche Kleidung, ordentliches Haar nebst Schleife, und das Ambiente in Form des Lieblingskuscheltieres auf einem Stuhl geachtet wurde. Wie schon früher erwähnt (siehe hier), war die Auslösezeit länger, so daß man sich nicht bewegen durfte, während das Objektiv geöffnet war. Daher auch fast immer so ernste Gesichter.

 

Heute fotografiert man lieber sein Essen bzw. fertigt Schnappschüsse an, also spontane Fotos ohne Arrangement und ohne künstlerischen Wert. Meine Theorie ist, daß man von Verwandten von früher nur wenige Fotos vorweisen kann, weil es so wenige gab, von uns später allerdings auch nicht mehr Fotos zeigen kann, weil sie sich in der Masse an Müllfotos nicht mehr wiederfinden lassen.

Vor 100 Jahren war Krieg


Heute wird ein Feldpostbrief, den ich euch vor einiger Zeit vorgestellt habe, 100 Jahre alt.

Da es im Moment einige Mitbürger gibt, die in diesem Land Angst um ihren kleinen Reichtum verspüren und Sätze wie: „Unter’m Kaiser und Adolf hätte es sowas nicht gegeben.“ laut und inbrünstig anstimmen, finde ich, die Zeit, diesen Brief noch einmal zu erwähnen, ist gekommen.

Hier findet ihr den Artikel. Lest euch den Brief durch. So erging es dem kleinen Mann, der von den Medien aufgeputscht wurde, den Erbfeind, den Russen, Engländer oder Franzosen zu bekämpfen. Der Russe, der Engländer, der Franzose – immer brav im Singular bezeichnet, damit waren die Unmengen Männer der unteren Schichten aus aller Herren Länder gemeint, die über nicht ausreichende Bildung verfügten, sich eine objektive Meinung zu bilden, oder Gebildete die schlichtweg fanatisiert waren.

Dazu habe ich im Bundesarchiv dieses Foto Berliner Studenten am Tag der Verkündung der Mobilmachung gefunden:

 

Anker Geduldspiele – Tangram


Vor ziemlich genau drei Jahren gab es einen Artikel mit dem gleichen Titel. Den findet ihr hier.

Seither hat sich einiges in meiner Sammlung getan – Zeit, euch meine aktuelle Ansammlung dieser schönen, alten Geduldsspiele zu präsentieren.

Den Kopfzerbrecher habe ich leider gerade verlegt, weswegen es kein neues Foto gibt.

Tangram

Tangram

Neu ist allerdings das Lösungsheft für ihn.

Daneben seht ihr das Lösungsheft für Alle Neune, das ich (noch) nicht besitze.

Das Kreis-Rätsel gehört in dieser Ausstattung zu den ältesten Ausgaben.

Hier sind im Aufgabenheft noch richtig schöne Figuren vorgegeben, die es nachzubauen galt:

Zum Vergleich ein neueres Aufgabenheft – hier dann nur noch in braun:

Neu ist das Herzrätsel:

Mit Aufgaben- und Lösungsheftchen:

Im Deckel findet man bei allen, bis auf die ganz alten Ausgaben auch stets die Artikelnummern der benötigten Steine. Da immer mal einer kaputt ging, konnte man sie nachbestellen – auch heute noch.

Den Grillentöter habe ich euch im alten Artikel nur theoretisch vorgestellt. Hier kommt er nun mit Bild und allen Heften (zwei verschieden große Lösungshefte links und unten):

Den Blitzableiter kennt ihr schon. Die Einheitsverpackung stammt aus den späten Ausgaben, den 1920-ern. (jetzt neu – auch mit zwei Lösungsheften)

An der ersten Innenseite der Lösungshefte kann man übrigens gut sehen, zu welchem Spiel es gehört. Die Titelseite ist oft abgerissen, aber das erste Rätsel ist immer die Anordnung der Steine in der Packung. Weiterhin steht der Anfangsbuchstabe oder ein Zeichen unten in der Mitte, das uns auf das Spiel schließen lässt. hier: ein Blitz (naja gut, mit Phantasie) und ein G für den Grillentöter.

 

Das Ei des Kolumbus, das hier noch als Wunder-Ei bezeichnet wurde. Update meines Besuchers jupp: Es handelt sich hierbei um das Spiel Nr. 25 „Nur Mut“. Danke für den Hinweis!

Werbung für weitere Anker-Spiele:

inklusive der Anker-Steinbaukästen (bekannt von meinem Artikel über Anker-Steinbaukästen)

Der Zornbrecher:

Es gibt noch ein paar weitere Lösungs- und Aufgabenheftchen, zu denen mir das Spiel fehlt. Hier Der Kobold

mit sehr ungewöhnlichen Steinformen:

In Holland heißt der Kobold Kabouter:

Eine kurze Einleitung:

Zum Schluß der Geduldprüfer:

Auf dänisch (?) heißt Geduld Taalmodighed. Ich frage mich, ob es eine Wortverwandschaft mit dem Talmud gibt.

Und das war’s für heute.

TET und Cakes – Bahlsen und der Leibniz-Keks


Heute ein aktualisierter Artikel von vor zwei Jahren. Wikipedia hat mir einen Strich durch die Rechnung (sic!) gemacht und mir meine ägyptischen Hilfslinks unten gelöscht:

Diesmal gibt es eine schnelle Rechnung, weil ich nicht so viel Zeit zum recherchieren habe und einige Leser meinten, ich schreibe immer zu viel Text. Aber Informationen wollen verpackt werden. So, wie Kekse. Und während das meiste meines Wissens, das ich euch zusammengetragen habe, alt ist, sollten Kekse bis zum Öffnen der Packung möglichst frisch sein.

Jeder, der eine Packung Kekse offen über Nacht oder einen ganzen Tag hat stehen lassen, weiß, daß sie die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und dann eine Konsistenz annehmen, die in Berlin treffend als „latschig“ bezeichnet wird.

Hermann Bahlsen, der Erfinder des deutschen Kekses, wollte seine Cakes, wie er sie nach seiner Rückkehr aus England hier benannte, im Unterschied zu anderen Bäckern haltbar verpacken. Das geschah zu Beginn der 1890-er Jahre in Tüten. 1892 entwickelte er ein Rezept mit einem ansehnlichen Teil Butter – die Butter-Cakes. Dem hannoverschen Hofbibliothekar Gottfried Wilhelm Leibniz zu Ehren benannte er ihn Leibniz Butter-Cakes. Der hatte seinerzeit nach einer haltbaren Soldaten-Verpflegung gesucht. Und weil es 1700 noch keine Kekse gab, mussten die Soldaten mit Zwieback vorlieb nehmen.

Irgendwann kurz nach der Jahrhundertwende stellte Bahlsen fest, daß viele Menschen aufgrund mangelnder Englischkenntnisse sein Produkt Kahkes nannte. So wurde das englische Wort allmählich in eine eingedeutschte Form gebracht.

Aus der kurzen Übergangszeit vom Cakes zum Keks stammt meine heute präsentierte Rechnung

Hier findet man im Firmennamen noch die Cakes-Fabrik, der Keks hat aber schon seinen deutschen Namen.

Zur Rechnung selbst: Den Leibniz-Keks kennt jeder. Den Albert-Keks auch, wenn auch heute nicht mehr unter diesem Namen. Er sah ähnlich aus, wie ein Butterkeks, nur war er ca. 5 cm im Durchmesser und rund. Was man hingegen unter Schnittgebäck versteht, das ist mir ein Rätsel. Kuchen?

Zu den Preisen. Ich hoffe, mit 3 Dutzend Leibniz Keks waren 3 Dutzend (36) Packungen gemeint.

Zu guter Letzt und bevor Bahlsen mit seiner neuen Image-Kampagne sein Logo so schön modernisiert und verlangweiligt hat: Das TET-Zeichen mit der ägyptischen Kartusche wird einem aufmerksamen Kekskunden schon früher aufgefallen sein. Die Erklärung, was es damit auf sich hat, war eine der ersten Recherchen, die ich bei Bahlsen angestellt habe und es gab erstaunlich viele Bahlsen-Mitarbeiter, die sich darüber nie Gedanken gemacht haben. Dabei war die Lösung letztlich ganz einfach. Ein Bekannter Bahlsens reiste irgendwann nach Ägypten. Dort lernte er die Hieroglyphe „tet“ für „ewig dauernd“ kennen und wollte das auf die Bahlsen-Kekse übertragen. So kam es zur TET-Verpackung, die wir noch heute als Papier in Wellenform kennen und die unsere leckeren Butterkekse nahezu unzerbrochen zu uns bringt.

Wer sich heute das Bahlsen-Logo ansieht, findet die Schlange aus der Hieroglyphe nur noch stilisiert in der geschwungenen Form des ’n‘ auf rotem Hintergrund.

In Wikipedia habe ich für euch den Namen des Pharao Amenophis III. herausgesucht. Der ließ sich gern auch „Der sein Haus der Ewigkeit vergrößert“ nennen. Und wer jetzt ganz genau hinschaut, der sieht ganz rechts die Hieroglyphe „tet“, die eigentlich „djet“ ausgesprochen wurde. Aber das kann man dem braven Keksfreund aus Hannover nicht übelnehmen. Wenn er in der deutschen Sprache schon ohne jeglichen Akzent auskommen muß, darf ein Hannoveraner sich wenigstens im Ägyptischen mal vertun.




Se-aa-hut=ef-net-djet
S-ˁ3-ḥwt=f-nt-ḏt
Der sein Haus der Ewigkeit vergrößert

ein Parteiprogramm von 1920


Ich habe lange überlegt, ob man das heutige Schriftstück vorzeigen soll und darf oder nicht. Ich habe mich dazu entschlossen, es euch zu zeigen, da es sich hierbei nicht um Glorifizierung oder Werbung für den Inhalt handelt, sondern vielmehr um den Versuch, aufzuzeigen, daß Ideen und Forderungen, die auf den ersten Blick „gar nicht so schlecht“ klingen, bei genauer Betrachtung und Vergleichen sehr wohl schlechte Ergebnisse mit sich bringen.

Da gerade jetzt in Deutschland wieder eine Partei die Ängste und heimlichen Wünsche großer Teile der Bevölkerung mit einfachen Worten adressiert, sie damit enormen Zulauf verzeichnen können und viele Mitbürger ein schlechtes Bauchgefühl in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen haben, möchte ich alle Besucher meines Museums auffordern: Lest euch das Parteiprogramm durch, sucht Parallelen zu modernen Wiederholungen und haltet euch das Ergebnis der Erfüllung der Forderungen vor Augen! Es ist gerade einmal 70 Jahre her und ich möchte Ovid zitieren: „Wehre den Anfängen!“ (auch wenn das ursprüngliche „Principiis obsta.“ die unglückliche Liebe als Thema hatte)

Wer auf das Bild klickt, kann es sich in höherer Auflösung durchlesen. Die 25 Punkte solltet ihr euch mit einer gesunden Distanz durchlesen. Ich hoffe, keiner meiner Leser wird durch dieses Flugblatt zum Anhänger einer rechtsgesinnten Partei.

Einige Dinge für euch kurz erklärt:

München, den 24. Februar 1920 – an diesem Tag wurde mit der Umbenennung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.

Als Verfasser wird laut Wikipedia der DAP-Gründer Anton Drexler vermutet. Adolf Hitler soll nur redaktionelle Mitarbeit geleistet haben.

Unter Anmerkung findet ihr einen Zusatz vom 13. April 1928 (auf den ich das Papier datiere). Die Erklärung dazu lest ihr am besten auch bei Wikipedia durch.

Über konstruktive Kommentare zu diesem Artikel freue ich mich. Sofern jemand Probleme mit der Veröffentlichung hat, möge er sich mit mir in Verbindung setzen.

Gesunde Haare – glanzvolles Leben


Haare können an den richtigen Stellen überaus hübsch anzusehen sein. Leider spielt die Natur nicht immer mit und die Haare fallen aus oder wachsen an Stellen, wo sie nicht hingehören.

Damit die Haare auf dem Kopf der Dame von Welt wenigstens das Auge des Mannes (und der Konkurrentinnen) erfreuen, hat mein Uropa, der Apotheker Gustav Lange seinerzeit ein Tannikum zur Pflege der Haare erfunden.

Der Begriff Tannikum ist heute scheinbar nur noch in der russischen Sprache gebräuchlich und bezeichnet eine Lösung oder Tinktur. Google hält sich ansonsten sehr bedeckt. Tonikum hingegen wird von Herrn Duden als Gesichts- oder Haarwasser geführt. Das lässt mich vermuten, daß Tannikum ein älteres Wort ist, das in der deutschen Sprache im Laufe der Zeit dem Tonikum weichen musste.

Wozu war nun Apotheke Lange’s Haar-Tannikum gut? Lesen wir selbst:

Reinigt die Kopfhaut und erhöht ihre Tätigkeit, wirkt stärkend auf den Haarwuchs und ist das beste Mittel gegen das Ausfallen der Haare. Mit einem Teelöffel voll davon wäscht man des Abends die Kopfhaut.

Geht Ihr Haar aus? Leiden Sie an Kopfschuppen? Wenn ja – machen Sie einen Versuch mit Apotheker Lange’s erfolgreichem Haarpflegemittel. Preis pro Flasche 1,75 Mark

Da es von diesen Etiketten relativ viele gibt, wurde das Tannikum offenbar in einer größeren Menge zusammengerührt.

Wie der Zufall es will, habe ich im geheimnisvollen Buch mit den Zusammensetzungen der entwickelten Tinkturen, Wässerchen, Salben und Pulver

auch das Rezept des Haar-Tannikums gefunden.

Leider kann ich die Schrift meines Uropas eher schlecht lesen. Es reicht nur für:

  • 1000 Teile Spiritus
  • 4000 Teile Aqua
  • Darin auflösen
  • 8 Teile Chinin …..
  • 40 Teile irgendwas Carboniges
  • füge hinzu
  • 140 Teile Tinct …..
  • 200 Teile Glycerin
  • 20 oder 90 Teile geheimnisvolles Sonstwas
  • noch etwas in der Verdünnung 1:20 und davon 40 Teile
  • Eau de Cologne
  •  zum Schluß etwas, das hoffentlich nicht Morphium ist, aber ähnlich aussieht.

Fertig ist eine wahrscheinlich einigermaßen gut riechende Flüssigkeit, dank der die Haare wie verrückt gewachsen sind und geglänzt haben, daß es nur so seine Art hatte.

Der Begriff Tonikum führt meine Gedanken zum Tonic, einem kohlensäurehaltigen (karbonisierten) Getränk mit Chinin als Hauptwirkstoff. Ich werde im Selbstversuch testen, ob bei übermäßigem Genuss von Tonic Water Haare auf meiner Zunge wachsen.

Zu guter Letzt: das bekannteste Tonic-Water hierzulande stammt wahrscheinlich aus dem Hause Schweppes. Dazu hatte ich euch ja hier schon einmal interessante Dinge verraten.

Mehr Artikel über Haare gibt es hier.

 

Achtung, Spoiler! Tricks im Kino


Man wird im Kino von vorn bis hinten veräppelt. Nichts ist, wie es scheint und trotzdem gehen wir immer wieder gern hin um uns etwas vormachen zu lassen.

Tricks im Kino gibt es seit dem zweiten Tag der Filmgeschichte. Der Regisseur wollte das Unmachbare schaffen und seine Crew hatte die guten Ideen. Tolle Beispiele für alte Filme mit vielen Tricks sind Metropolis (1927) oder Die Reise zum Mond von 1902 (beachtet die täuschend echt gemalten Häuser ab 2:16 oder die Landung an 4:35.

Im Jahr 1913 widmete die Liebig’s Fleischextrakt Compagnie eine Sammelbildserie dem Thema. „Hinter den Kulissen des Kinematographen“ verrät uns sechs bis dahin kaum zu durchschauende Tricks der frühen Filmemacher. Die Vorderseite der Karten zeigt uns die Kulisse, auf der Rückseite erfahren wir noch mehr unglaubliche Details. Seht selbst:

 

Ein Automobil-Unfall

 

Die Sirene

 

Ein Eisenbahn-Unglück

 

Der klettergewandte Dieb

 

Die entlaufenen Kürbisse

 

Der Modistin Traum

 

Wer sich übrigens für alte Filme interessiert, dem seien die Stummfilmkonzerte des unermüdlichen Pianisten und Filmbegleiters Stephan Graf von Bothmer sowie der wunderschöne Film Hugo Cabret ans Herz gelegt. Hugo Cabret erzählt die Geschichte von Georges Méliès, zeigt die Entstehung des oben erwähnten Films „Die Reise zum Mond“ inklusive deckungsgleich nachgedrehter Sequenzen und hat Referenzen zu unzähligen anderen Filmen und Büchern der Zeit.

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