TET und Cakes – Bahlsen und der Leibniz-Keks


Heute ein aktualisierter Artikel von vor zwei Jahren. Wikipedia hat mir einen Strich durch die Rechnung (sic!) gemacht und mir meine ägyptischen Hilfslinks unten gelöscht:

Diesmal gibt es eine schnelle Rechnung, weil ich nicht so viel Zeit zum recherchieren habe und einige Leser meinten, ich schreibe immer zu viel Text. Aber Informationen wollen verpackt werden. So, wie Kekse. Und während das meiste meines Wissens, das ich euch zusammengetragen habe, alt ist, sollten Kekse bis zum Öffnen der Packung möglichst frisch sein.

Jeder, der eine Packung Kekse offen über Nacht oder einen ganzen Tag hat stehen lassen, weiß, daß sie die Luftfeuchtigkeit aufnehmen und dann eine Konsistenz annehmen, die in Berlin treffend als „latschig“ bezeichnet wird.

Hermann Bahlsen, der Erfinder des deutschen Kekses, wollte seine Cakes, wie er sie nach seiner Rückkehr aus England hier benannte, im Unterschied zu anderen Bäckern haltbar verpacken. Das geschah zu Beginn der 1890-er Jahre in Tüten. 1892 entwickelte er ein Rezept mit einem ansehnlichen Teil Butter – die Butter-Cakes. Dem hannoverschen Hofbibliothekar Gottfried Wilhelm Leibniz zu Ehren benannte er ihn Leibniz Butter-Cakes. Der hatte seinerzeit nach einer haltbaren Soldaten-Verpflegung gesucht. Und weil es 1700 noch keine Kekse gab, mussten die Soldaten mit Zwieback vorlieb nehmen.

Irgendwann kurz nach der Jahrhundertwende stellte Bahlsen fest, daß viele Menschen aufgrund mangelnder Englischkenntnisse sein Produkt Kahkes nannte. So wurde das englische Wort allmählich in eine eingedeutschte Form gebracht.

Aus der kurzen Übergangszeit vom Cakes zum Keks stammt meine heute präsentierte Rechnung

Hier findet man im Firmennamen noch die Cakes-Fabrik, der Keks hat aber schon seinen deutschen Namen.

Zur Rechnung selbst: Den Leibniz-Keks kennt jeder. Den Albert-Keks auch, wenn auch heute nicht mehr unter diesem Namen. Er sah ähnlich aus, wie ein Butterkeks, nur war er ca. 5 cm im Durchmesser und rund. Was man hingegen unter Schnittgebäck versteht, das ist mir ein Rätsel. Kuchen?

Zu den Preisen. Ich hoffe, mit 3 Dutzend Leibniz Keks waren 3 Dutzend (36) Packungen gemeint.

Zu guter Letzt und bevor Bahlsen mit seiner neuen Image-Kampagne sein Logo so schön modernisiert und verlangweiligt hat: Das TET-Zeichen mit der ägyptischen Kartusche wird einem aufmerksamen Kekskunden schon früher aufgefallen sein. Die Erklärung, was es damit auf sich hat, war eine der ersten Recherchen, die ich bei Bahlsen angestellt habe und es gab erstaunlich viele Bahlsen-Mitarbeiter, die sich darüber nie Gedanken gemacht haben. Dabei war die Lösung letztlich ganz einfach. Ein Bekannter Bahlsens reiste irgendwann nach Ägypten. Dort lernte er die Hieroglyphe „tet“ für „ewig dauernd“ kennen und wollte das auf die Bahlsen-Kekse übertragen. So kam es zur TET-Verpackung, die wir noch heute als Papier in Wellenform kennen und die unsere leckeren Butterkekse nahezu unzerbrochen zu uns bringt.

Wer sich heute das Bahlsen-Logo ansieht, findet die Schlange aus der Hieroglyphe nur noch stilisiert in der geschwungenen Form des ’n‘ auf rotem Hintergrund.

In Wikipedia habe ich für euch den Namen des Pharao Amenophis III. herausgesucht. Der ließ sich gern auch „Der sein Haus der Ewigkeit vergrößert“ nennen. Und wer jetzt ganz genau hinschaut, der sieht ganz rechts die Hieroglyphe „tet“, die eigentlich „djet“ ausgesprochen wurde. Aber das kann man dem braven Keksfreund aus Hannover nicht übelnehmen. Wenn er in der deutschen Sprache schon ohne jeglichen Akzent auskommen muß, darf ein Hannoveraner sich wenigstens im Ägyptischen mal vertun.




Se-aa-hut=ef-net-djet
S-ˁ3-ḥwt=f-nt-ḏt
Der sein Haus der Ewigkeit vergrößert

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Strassenbahn St. Petersburg


Die heutige Aktie soll die Themenwoche im Moopenheimer-Museum abschließen, damit ich diejenigen unter euch, die mit alten Wertpapieren nicht so viel anfangen können, nicht langweile.

Ich habe euch eine interessante Aktiengesellschaft rausgesucht – die in Antwerpen (Belgien) ansässige Tramways et Enterprises Electriques de la Banlieue de St. Petersbourg – kurz übersetzt, eine belgische AG, die sich zum Ziel gesetzt hatte, zehn Millionen belgische Francs zu sammeln um damit im russischen Sankt Petersburg (später temporär in Leningrad umgetauft) ein Straßenbahnnetz zu bauen.


Ihr werdet es nicht glauben, aber das Ergebnis dieses Projekts war das bis 2002 mit einer Streckenlänge von 285 km und einer Linienlänge von 600 km längste Straßenbahnnetz der Welt.

Ebenso riesig wie das Streckennetz sind auch die vier Aktien, die ich hiervon besitze. (möchte jemand eine haben?) 51 x 36 cm

 

inklusive aller Zinsscheine, bis auf einen.

 

Wer wissen möchte, wie es um die Straßenbahnen in St. Petersburg heute steht, der liest bei Wikipedia oder direkt auf der russischen Seite von GORELEKTROTRANS (GOR = Gorod = Stadt). Und nicht vergessen, immer brav mit Fahrschein fahren.

 

Deutschen Kindern deutsche Namen! – Vornamenbuch von 1912


Sage mir, wie Du heißt und ich sage Dir, welche Bildung Deine Eltern haben!

 

Wer glaubt, daß es Diskussionen über scheinbar alberne, unpassende und unpatriotische Namen erst seit unseren Tagen gibt, der irrt. Dieses Thema verdanken wir aber auch nicht erst den braunen Hütern der weißen Rasse.

Heute möchte ich euch einen Beweis liefern, daß der „gute, alte, deutsche Vorname“ auch schon 1912 Grundlage für Empfehlungen und patriotische Schriften war.

Direktor E. Kluth vom Städtischen Lyceum zu Lichtenberg hat unsere Ausgabe mit dem Untertitel „Deutschen Kindern deutsche Namen!“ verfaßt. 

 

Wer mag, kann sich das Inhaltsverzeichnis durchlesen. Bemerkenswert ist die um 1912 gebräuchliche Formulierung, z.B. „Warum sollen wir unsern Kindern deutsche Vornamen beilegen?“. 

 

Daß die Saat für die dunkle Ernte des cholerischen Österreichers und seines hinkenden Märchenonkels (nicht meine Wortschöpfung, sondern die meiner Großeltern. Schön ist auch die Bezeichnung „Klumpfüßchens Märchenstunde“ für seine Radio-Reden.), daß also diese hetzerische Saat schon mindestens 20 Jahre eher ausgebracht wurde, möchte ich euch an einigen Passagen aus dem ersten Kapitel vorführen. Für all diejenigen, die der Fraktur-Schrift nur mit Mühe mächtig sind, transkribiere ich es hier. Der Hinweis für alle Nazophilen, daß sie auf diesem Blog nicht erwünscht sind, ist wahrscheinlich sinnlos, weil sie so viel Text bis hierher gar nicht schaffen: „Die wachsende Teilnahme für die germanische Kulturgeschichte hat auch auf die Namensforschung und die weitere Verbreitung der deutschen Personennamen einen nachhaltigen Einfluß ausgeübt. Die Segnungen der germanischen Wissenschaft werden von Jahr zu Jahr deutlicher. Wir bewegen uns auf einer aufwärtssteigenden Bahn hinsichtlich völkisch=kultureller Entwicklung und zahlreiche Neugestaltungen in Handel und Wandel, Sitte und Recht lassen uns hoffen, daß der völkische Aufschwung auch der breiten Massen sich annimmt.“

und weiter im zweiten Absatz:

„Je frischer im Volke der alles belebende Quell volkstümlichen Denkens fließt, desto reiner und von fremdem Gute freier ist seine Sprache.“ … „Uns Deutschen ist diese traurige Erfahrung leider zu keiner Zeit fremd geblieben. Zahlreiche Teile unseres Volkes sind im Laufe der Jahrhunderte zuerst sprachlich, dann politisch abgesplittert und nutzlos für die Gesamtheit in fremden Völkern verschwunden.“ … „So haben wir auch unseren eigenen überaus reichen und herrlichen Namensschatz Romanen und Slawen überlassen und von diesen und von Römern, Griechen und Semiten viel Unschöneres dafür eingetauscht.“

 

Wenn man davon ausgeht, daß das in etwa die salonfähige Ansicht der Zeit war, versteht man, daß die braunen Ideen durchaus auf fruchtbaren Boden fielen, als sie nach dem verlorenen Weltkrieg und den damit einhergehenden Reparationszahlungen auf Grundlage des Versailler Vertrages von Hitler und seinen Putschkameraden proklamiert wurden.

Amüsant hingegen ist das kleine Gedicht, das auch heute noch genauso aktuell ist, wie vor 102 Jahren.

 

  • Rinaldo Meyer
  • In Hamburg saßen in einem Lokale
  •  Ein Dutzend Männer beim festlichen Mahle.
  •  Sie ehrten durch eine Abschiedsfeier
  • Herrn Friedrich Jakob Reinhold Meyer.
  •  Ein tüchtiger Kaufmann war er von je,
  • Er machte seit Jahren in Zimmt und Tee.
  •  Jetzt wollt er hinaus und die Welt besehn:
  • Paris, Neuyork, Madrid, Athen!
  •  Sie priesen in Reden bei Braten und Bier
  • Herrn Meyer als deutschen „Kulturpionier“.
  •  Am andern Morgen ging es dann fort,
  • Bald bracht ihn das Schiff zum fremden Port.
  • Hei! sperrt er da Augen auf und Nasen,
  • Die Fremde gefiel ihm über die Maßen.
  •  Viel feiner und besser hier alles fand er,
  • Viel „origineller“ und „interessanter“.
  •  So eilt er durch neun, zehn Länder im Trab,
  • Und alle – färbten sie an ihm ab.
  •  Die einen am Kleide, am Namen jene,
  • Und an seiner Sprache alle zehne.
  •  Kurz, als er wieder die Heimat gewann,
  • Da war er ein fixer, fertiger Mann. –
  •  Und wieder saßen in einem Lokale
  •  Ein Dutzend Männer beim festlichen Male.
  • Sie ehrten durch eine Begrüßungsfeier
  • Herrn Frédéric James Rinaldo Meyer.
  •  Das war ein Kerl! Nach englischer Art
  • Trug Hut er und Hosen; französisch den Bart,
  • Sein Mantel war spanisch, faltig und weit,
  • Er volapükte: Non! Si! All right!
  • „Der Mann“, so sagten die Freunde gerührt,
  • „Hat draußen gewaltig profitiert!“
  •  Er lächelte still und dachte: „Dat stimmt!“
  • Und handelte weiter in Tee und Zimmt.
  •  Exotisch wie seiner Geschäfte Verzweigung
  • War auch seines Herzens zartere Neigung.
  • Und als eine Herrin er gab seinem Hause,
  • Da hieß sie: Fräulein Dolores Krause.
  • (Die Eltern gaben ihr diesen Namen,
  • Weil sie Rosinen aus Cadiz bekamen.)
  • Die Kinder glichen dem stolzen Paare,
  • Sie waren keine gewöhnliche Ware;
  • Vom Auslandsdufte gleichsam betaut:
  • Joconda, Inez, Pedro, Maud,
  • Und er, der besonders den Eltern teuer:
  • Emanuelo Rodrigo Meyer.
  • Er ward, – der Stolz der ganzen Sippe, –
  • Generalkonsul von Schaumburg-Lippe! –
  • Nur einer paßte nicht in den Kram,
  • Er war seines Vaters stiller Gram.
  • Als „Henri“ einst in die Welt gesetzt,
  • Hatte der Junge das nicht geschätzt
  • Und schamlos sich Heinrich Meyer genannt.
  • Dolores kam fast um den Verstand.
  • Ja, schließlich tat er den taktlosen Schritt
  • Und freite ein simples Lieschen Schmidt,
  • Die war aus Vegesack bei Bremen.
  • Die Eltern wollten zu Tode sich schämen.
  • Und als – wie das ja nicht zu vermeiden, –
  • Drei niedliche Kinder beglückten die beiden,
  • Erlaubte er sich den dummen Witz
  • Und nannte sie Minchen, Linchen und Fritz.
  • Da hatten die guten Eltern genug,
  • Und sie gaben ihm brieflich den Fluch. –
  • So hat es noch immer schlecht geendet,
  • Wenn einer den Namen Meyer schändet.

 

Auf den folgenden Seiten wird uns eine Hitliste der Vornamen aller Schülerinnen der Anstalt präsentiert. Gehen wir davon aus, daß die Schüler des Lyceums im Jahr 1912 einen Geburtstag um die Jahrhundertwende hatten, ergibt sich für diese Jahre die Top 5 der Mädchen: Margarete, Charlotte, Gertrud, Elisabeth und Platz 5 teilen sich Elfriede und Erna.

 

Daneben eine Unterteilung der 65 eigenständigen Vornamen in die deutschen Ursprungs (nur 21 =40% der Schülerinnen), griechischen (10 = 24%), lateinischen (12 = 5,6%), hebräischen (8 = 15,2%), französischen (1 Name – Charlotte – bei 43 Schülerinnen = 8,6%), englischen (4 = 2%), russischen und polnischen Ursprungs (3 = 1,6%).

Für alle unter euch, die gerade in guter Hoffnung oder anderen Umständen sind (beides schöne Umschreibungen für das nicht salonfähige, weil so ordinäre Wort „schwanger“) kommt am Ende des Buches eine alphabetische Liste deutscher Jungen- und Mädchennamen nebst ihrer Bedeutung.

Wären nicht so schöne Namen Erwine (die Heer-Freundin), Fridegunt (die Friedens-Kämpferin) oder Gerfrida (die mit dem Ger – dem Wurfspieß nach dem wir Ger-Mannen benannt sind – Frieden stiftet) der Hit in der Kita, im Job-Center oder vor dem Traualtar?

 

Aber auch Sigberta (die Sieg-Glänzende), Swangart (die Schwan-Wächterin), Theodolfa (die Volks-Wölfin) und Trudberta (die Glanz-Zauberin) wären im Klassenbuch nicht sehr oft vertreten.

 

Für die Jungs öffnen sich ganz neue Karrierewege, stellen sie sich als Dagwin (lichter Freund), Dedo (kleiner Volksfürst), Dietgrim (der Volks-Helm und nicht zu verwechseln mit Diethelm, was Volks-Schirm bedeutet) oder Edbert (der Besitz-Glänzende) vor. Natürlich sollte dem Namen unmittelbar die Erläuterung folgen.

 

Und noch einige Namen aus der H-Kategorie: Hademund (der Kampf-Schützer), Heinrich (der Gehöfte-Fürst) oder Helmnot (der  Schützer in Kriegsnot).

 

Und nun ab und losgezeugt. Sofern euch meine Vorschläge nicht gefallen haben und ihr andere Anfangsbuchstaben bevorzugt, hinterlasst einen Kommentar.

Willst Du dieses Datum wieder schreiben, mußt 100 Jahre Du am Leben bleiben. 12.12.12


Heute ist der 14.12.14 und der Artikel kommt erst um 12:14 Uhr.  Solche lustigen Daten haben mir schon immer gut gefallen. Ich habe meine Frau an einem 11.11. kennengelernt, 11 Jahre, bevor wir uns getrennt haben und wir haben an einem 8.8. geheiratet, 8 Jahre vor der Trennung. Zugegeben, die beiden Daten hatten mir dann seinerzeit weniger gut gefallen, aber generell finde ich Zahlenspielereien äußerst amüsant.

Daß ich damit nicht der Einzige bin, kann man an zwei alten Postkarten erkennen, die euch den heutigen Tag verschönern und euch an das seltene Datum erinnern sollen.

Der 11.12.(19)13 war ein Donnerstag und bis auf weiteres der letzte Tag, an dem man mit Hilfe der Jahreszahl ein sequentiell fortlaufendes oder in allen Zahlen identisches Datum darstellen konnte. Das ging dann erst wieder am 01.01.(20)01 bzw. am 01.02.(20)03. Lustigerweise wurde mein Großonkel 11.12.1913 geboren und konnte sich zeitlebens sicher sein, daß jeder wusste, wann er Geburtstag hat und wie alt er wird.

Die rechte Karte ist schon etwas abgegriffen. Die Goldschrift lautete (siehe Titel):

12.12.12. Willst Du dieses Datum wieder schreiben, mußt 100 Jahre Du am Leben bleiben. 

Hat bestimmt kaum jemand hinbekommen.

 

Gesellschaftsspiele im Lauf der Zeit 2 – Spiele-Buch von 1912


Gestern gab es bereits das Buch von 1901, heute springen wir eine gute Dekade weiter. 1912 – der Jugendstil verschönerte nicht nur Häuser und Geschirr, nein, auch dieses Buch hat eine feine Jugendstil-Bordüre bekommen. Und niemand ahnte, daß in 2 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrechen und die allgemeine Stimmung senken würde. Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

 

 

Die Sortierung ist etwas anders als im Buch von 1901.Das große Spielebuch 1912

 

 

Bei manchen der Spiele kam man sich überraschend nahe. Eines zum Beispiel bestand darin, daß sich immer abwechselnd ein Herr und eine Dame an den Händen fassen und somit eine lange Reihe bilden. Nun begann die Person an der Spitze, sich um die eigene Achse zu drehen und somit die ganze Gesellschaft aufzuwickeln. Am Ende stand man sich recht nahe gegenüber und so mancher Herr wird so mancher Dame doch etwas ins nahe Ohr gesäuselt haben. Die Auflösung bestand nun darin, daß die Schlange von innen unter den Armen der Äußeren nach draußen gefädelt wurde. Wie das funktioniert haben soll, kann ich mir nicht so recht vorstellen, aber lustig war es bestimmt.Das große Spielebuch 1912

 

 

Auch hier ging es beim Pfänder auslösen heiter zur Sache. Gedichte mussten aufgesagt, Reime des Spielleiters vervollständigt, auf einem Bein gestanden oder die mit Steinen beladene Schubkarre gemacht werden. Letzteres geschieht folgendermaßen: man geht vor einem Türrahmen in die Knie, drückt die Stirn an den Rahmen und steht nun langsam auf, wobei die Stirn am Türrahmen hochrutscht. Macht man es richtig, holpert der Kopf über den Rahmen und bringt alle anderen wahrscheinlich zum Lachen. Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

Das große Spielebuch 1912

 

 

Ganz neu in dieser Ausgabe ist der letzte Teil – Die Tanzkunst.

Tipps für die Kleidung werden gegeben: Damen kleiden sich zum Ballbesuch in weiß oder sonst luftigen Stoff, mit Blumenputz am Kleid und im Haar, auch sollte ein Fächer und ein Bouquet in der Hand nicht fehlen. Getragen werden weiße Glacé-Handschuhe und ausgeschnittene Schuhe. Herren erscheinen entweder im schwarzen Frack oder Gehrock, Beinkleider ebenfalls schwarz, mit weißer Weste, weißer Halsbinde und weißen Handschuhen. Die Fußbekleidung muß sehr leicht sein.

Weiterhin werden diverse Tänze erklärt und gegen Ende gibt es noch einige heitere Tipps für fröhliche Tanz-Paarungen. Zum Beispiel: Die Polen-Tour – Sechs Herren und Damen erhalten niedliche Polenmützen in verschiedenen Farben. Die Paare mit gleichen Mützen tanzen zusammen. Das große Spielebuch 1912

 

Auch hier gilt wieder: Für Details, einfach fragen.

 

 

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