Vor 100 Jahren war Krieg


Heute wird ein Feldpostbrief, den ich euch vor einiger Zeit vorgestellt habe, 100 Jahre alt.

Da es im Moment einige Mitbürger gibt, die in diesem Land Angst um ihren kleinen Reichtum verspüren und Sätze wie: „Unter’m Kaiser und Adolf hätte es sowas nicht gegeben.“ laut und inbrünstig anstimmen, finde ich, die Zeit, diesen Brief noch einmal zu erwähnen, ist gekommen.

Hier findet ihr den Artikel. Lest euch den Brief durch. So erging es dem kleinen Mann, der von den Medien aufgeputscht wurde, den Erbfeind, den Russen, Engländer oder Franzosen zu bekämpfen. Der Russe, der Engländer, der Franzose – immer brav im Singular bezeichnet, damit waren die Unmengen Männer der unteren Schichten aus aller Herren Länder gemeint, die über nicht ausreichende Bildung verfügten, sich eine objektive Meinung zu bilden, oder Gebildete die schlichtweg fanatisiert waren.

Dazu habe ich im Bundesarchiv dieses Foto Berliner Studenten am Tag der Verkündung der Mobilmachung gefunden:

 

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Familie Rauhe und der Krieg


Unsere derzeit weit verbreitete Weltanschauung betrachtet den Krieg als fürchterlich und man ist gehalten, ihn abzulehnen und ihm aus dem Weg zu gehen.

Bis vor 100 Jahren war das anders. Die Lust und Freude am Krieg war weit verbreitet. Man hatte seine Feindbilder – stets im Singular: DER Franzose, DER Engländer, … – und es gab nichts schöneres, als für Kaiser, Volk und Vaterland in den Krieg zu ziehen und ruhmreiche Schlachten zu schlagen.

Vielleicht lag das auch daran, daß die Verlustquote damals noch niedriger war. Man hat sich eine mit dem Säbel verpasst und gegebenenfalls einen Arm und die Nase abgehauen, von Kanonen getroffen zu werden, war nicht einfach und meist stand man sich im Kampf direkt gegenüber. Das Unheil nahm mit der Einführung von Maschinengewehr und Giftgas seinen Lauf und plötzlich konnte mit einem Fingeschnipp eine ganze Hundertschaft komplett vom Spielplan entfernt werden.

Heute gibt es für euch eine kleine Sammlung Schriftstücke aus einer ehemals mecklenburgischen Familie, dann wohnhaft in Berlin. Sie zeigt ganz gut, wie man trotz Todesfällen in früheren Schlachten, kaum erwarten konnte, auch endlich in den Krieg zu ziehen. Die Sachen sind nicht weltbewegend, aber hübsche Zeitdokumente aus der „guten alten Zeit“ (wahrscheinlich, als Kriege noch Spaß gemacht haben)

 

Verein Jugendwehr Rauhe 1902 Nachweis für freiwilligen Eintritt in das Heer

Dem Arbeiter Karl Rauhe, geboren den 15.X.1884 zu Berlin, wird beim freiwilligen Eintritt in das Heer Folgendes bescheinigt:

Er ist am 20.10.1898 bei der fünften Kompagnie der Jugendwehr eingetreten und hat sich nach der Meldung des zu…. Feldwebel sich stets gut geführt, den Dienst regelmäßig besucht und sich…. Er ist deshalb im Juli 1900 zum Unteroffizier befördert worden.

Unsere besten Wünsche begleiten ihn auf seinem weiteren Lebenswege.  Leitung der Jugendwehr Schemmann.

Wer sich anschauen möchte, wie es beim Verein Jugendwehr in der Berliner Blücherstraße zuging, der kann hier klicken.

Ich vermute, dieser Karl (Friedrich Wilhelm) Rauhe war derselbe, wie der hier schon vor einem Jahr erwähnte.

 

Erlaubnis zum Militärdienst des minderjährigen Sohnes Karl Friedrich Wilhelm (17,5 Jahre)

Berlin, 8 Februar 1906

Ich, der Lackirer Johann Friedrich Wilhelm Rauhe, geb. den 20. September 1849 zu Berlin, gebe hiermit meine Einwilligung, daß mein Sohn, Karl Friedrich Wilhelm Rauhe geb. den 15. Oktober 1884 zu Berlin, Telegrafen-Arbeiter, sich Freiwillig zu Mehrjährigen Eintritt beim Militär stellen kann.

Wilhelm Rauhe

 

 

 

Anfrage Totenliste Rauhe Schlacht bei Vionville 1870/71 11.8.1908

Berlin 11.8.08

Bitte … Hochwohllöbliches Regiment, um einen Auszug aus der amtlichen Totenliste, des in der Schlacht bei Vionville, am 16. August 1870/71 gefallenen, Gefreiten Hermann Rauhe, der 6. Compagnie. In dem ich… Hochwohllöbliches Regiment herzlich bitte, den Auszug umgehend wegen Erbschafts-Regulirung zu schicken verbleibe Ich Hochachtungsvoll Wilhelm Rauhe.

 

Anfrage Totenliste Rauhe Schlacht bei Vionville 1870/71 11.8.1908

Kamerad Verein ehemaliger 24er – Infanterie-Regiment Grossherzog Friedrich Franz II. (24)

Neu-Ruppin, 13.8.08

nach Beifügung eines Auszuges aus der Kriegsstammrolle zurückgesandt. A. B. von Flotow

 

 

 

 

Es gibt noch einen Auszug aus den Taufbüchern. Kurioserweise wurde der Familie Rauhe, wie im Folgenden zu sehen, am 5. September ein Sohn namens Friedrich Wilhelm Hermann geboren. Zwei Jahre später kam der oben erwähnte Johann Friedrich Wilhelm zur Welt. Wie man auch oben sehen kann, haben alle Söhne einen Teil ihres Namens nach einem der Preußenkönige erhalten – wie monoton.Taufschein Rauhe 1866 5.9.1847 Sophien-Kirche Berlin

Behufs der Berichtigung der Stammrollen und auf den Grund der Tauf-Register und Kirchen-Bücher pflichtmäßig bescheinigt, dß die Friederike Wilhelmine verehelichte Rauhe, geborene Granzow in der Ehe mit dem Postillon Friedrich Wilhelm Rauhe zu Berlin am siebenundzwanzigsten Juli des 18 Hundertsiebenundvierzigsten Jahres nach Christi Geburt einen Knaben geboren hat, der in der heiligen Taufe am 5ten September 1847 den Namen Friedrich Wilhelm Hermann erhalten hat.

Dieses unentgeltlich ausgefertigte Attest darf allein zu dem oben bezeichneten Zweck gebraucht werden und hat in allen übrigen bürgerlichen Verhältnissen keine Gültigkeit.

Ausgefertigt zu Berlin, den 11. September 1866

 

Aus Liebe zum Tabak, Tabak aus Liebe


Vor einigen Tagen habe ich euch erklärt, was es mit dem Begriff „trustfrei“ auf sich hat. Dort konntet ihr erfahren, daß Zigaretten, von der Familie oder der Herzallerliebsten ins Feld geschickt, überaus willkommen waren. Diese „Gaben der Liebe“ versorgten die Soldaten nicht nur mit entspannendem Rauchwerk sondern waren auch ein beliebtes Tauschobjekt und Geldersatz.

Heute reiche ich euch noch schnell ein paar Beweisstücke nach, die zeigen, wie begehrt Tabak bei den Soldaten war. Diese Postkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges waren seinerzeit sehr beliebt.

Mehr Postkarten aus dieser Zeit findet ihr z.B. hier.

Do not Trust anyone – Tabakkartelle in Deutschland


Um die Jahrhundertwende konnte in Deutschland eine Wende auf dem Tabakmarkt beobachtet werden. Rauchte bis dahin der gestandene Mann auf Straßen und Plätzen oder daheim seine dicke Zigarre, was bei Frauen hingegen als unschicklich galt, tauchten plötzlich fliegende Händler auf, die ihre in Heimarbeit gefertigten Zigaretten feilboten.

Und plötzlich sprangen auch die Damen auf den qualmenden Zug auf. Zigaretten ließen sich schneller und leichter rauchen, als Zigarren. Die Tabakmischung war bekömmlicher und oft mit verschiedensten Aromen angereichert. Zwei um 1900 aufkommende Eigenarten des jungen Menschen fanden zueinander: der Sport und das Rauchen. Heute eher undenkbar, wurde damals eine fröhliche Partie Lawn-Tennis mit einer Zigarette danach beendet. Der Mann (und die Frau) von Welt zeigte sich in der Öffentlichkeit gern mit einer leichten Zigarette.

Noch 1924 schrieb der österreichische Gynäkologe Robert Hofstätter in seinem Buch „Die rauchende Frau“: Die Ursache des weiblichen Rauchens ist „gedankenlose Nachäfferei (…). Die glückliche und zufriedene Frau raucht nie, oder wenigstens nie stark (…). Er schreibt weiter, daß die rauchende Frau „mit ihrer Geschlechterrolle unzufrieden“ sei. Während er im Rauchverhalten des Mannes „den Charakter des Automatischen“ sehe, glaubte er im weiblichen Posieren beim Rauchen eine „Art Zwangshandlung“ zu erkennen, „die eine körperliche und geistige Beschäftigung vortäuscht, um nur ja keine ‚freie Zeit‘ zu haben (…) Diese Frauen füllen ihren Tag aus Mangel an wirklicher Arbeit mit tausend ‚unbedingt notwendigen‘ Nichtigkeiten und in den Pausen zwischen Nichts und Nichts ‚muß‘ sie rauchen.  (Quelle)

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg gab es allein in Deutschland ca. 8000 verschiedene Zigarettensorten. Die oben erwähnten, in Heimarbeit gefertigten und einzeln erhältlichen namenlosen Zigaretten wurden mehr und mehr von industriell hergestellten Erzeugnissen verdrängt. Der Markt war hart umkämpft und von einigen, wenigen großen Marken beherrscht. Am berühmtesten waren hier Garbáty, Josetti und Manoli (alle drei aus Berlin), Jasmatzi und Yenidze (beide aus Dresden) und Batschari aus Baden-Baden. Hinter diesen Namen verbargen sich Zigarettensorten mit teilweise orientalisch klingenden Namen (Orient, NIL-Zigaretten, Salem Aleikum, Kadi, Murad) oder sie spiegelten den Glanz der schönen, neuen Welt wider (Dandy, Gibson Girl, Queen Mary, Duke of Edinbourgh, JUNO, Ernte 23).

 

Um die Kunden für sich zu gewinnen, war einiger Aufwand vonnöten. Eine schnöde Papierschachtel, mit der die Tabakproduzenten den heutigen Raucher zufriedenstellen, konnte damals nichts erreichen. Blechdosen waren das Mindeste. Oft hatten die Zigaretten selbst noch Goldränder am Mundstück (hier Gold-M.) oder Filter mit Aromen.

Garbáty war eine große Firma mit Sitz in Berlin-Pankow und stellte neben dem „Herzog von Edinburg“ (wie die Marke für den Kunden hieß, der des Englischen nicht mächtig war) auch die „Königin von Saba“ (später nur noch Saba), ALVA, Effekt und Passion her. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen aus Pankow die russischen Papirossi und später solche DDR-Berühmtheiten wie KARO, Cabinet und CLUB.

 

Zurück zu der Zeit nach 1900. Der starke Konkurrenzkampf forderte die Anschaffung immer besserer Maschinen zum Schneiden des Tabaks und Drehen der Zigaretten. Um schnell an das benötigte Kapital zu gelangen, wurden Geldgeber gesucht und in anglo-amerikanischen Banken und Firmen gefunden. Das Resultat war, daß Firmen, die ausländisches Geld erhielten, die sprudelnden Gewinne zu einem großen Teil ins Ausland abführen mussten. Sie waren Teil eines Trusts und somit von der Führung im Ausland abhängig. Mehr und mehr der kleinen, nationalen Marken wurden verdrängt und als Reaktion darauf bildeten sich Interessenverbände, die die Trustfreiheit forderten.

Der beginnende Erste Weltkrieg öffnete einen neuen Markt für Zigarettenhersteller. Millionen deutscher Soldaten mussten im Felde bei Laune gehalten werden. Das ging hervorragend mit einer guten Zigarette. Da das deutsche Kaiserhaus bei der Vergabe der überaus lukrativen Aufträge darauf achtete, nur trustfreie Firmen zu berücksichtigen, galt es, schnell Flagge zu zeigen. Über Nacht wurden aus englisch klingenden Marken deutsche Zigaretten.

Zuerst schnell mit Papieraufklebern überklebt, wurde das neue Design dem alten angepasst. Aus Manoli Dandy (Bilder aus der Objektdatenbank des DHM)

wurde Dalli  

Aus Gibson Girl 

wurde Wimpel 

 

Ich habe euch den Duke of Edinbourgh herausgesucht, weil ich beide Dosen besitze. Ähnlich wie beim Manoli Wimpel wurde auch hier sprichwörtlich „Flagge gezeigt“, denn aus dem

wurde nichts geringeres, als

 

Der Aufkleber ist übrigens Teil des Aufdrucks auf die Blechdose. Später gab es noch diese Ausgabe:

 (DHM)

 

Im Inneren wird die Trustfreiheit noch einmal ausdrücklich betont.

vorher: 

 

jetzt:

Wer auf das Foto klickt, erkennt das Siegel der Antitrust-Wehr – einem Zusammenschluss trustfrei produzierender Betriebe.

 

Garbáty – Berlin-Pankow

 

 

Mit Gott – Geschäftsbuch eines Goldschmieds – 1905 bis 1931


Vor zehn Wochen habe ich euch versprochen, zum Tagebuch des Goldschmieds Adolph Tresselt auch das zweite seiner Geschäftsbücher nachzureichen. Das passiert heute.

Der Grund, warum ich so lange damit gezögert habe ist der wesentlich größere Umfang, sowohl zeitlich als auch inhaltlich.

 

Damals üblich, heute vermutlich höchstens noch in Bayern möglich, wurde das Buch mit einer schönen Vignette und dem Aufruf „Mit Gott!“ eingeleitet.

 

 

Das Format der Einträge ist recht einfach nachzuvollziehen. Zu Beginn gibt es einige Seiten, die jeweils einem Geschäftspartner gewidmet sind. Den Einträgen zufolge hat unser Herr Tresselt Aufträge anderer Geschäftsleute, wahrscheinlich Juweliere ausgeführt. Ich zeige euch die Einträge für Herrn Christoph Becker, einen Goldwarengroßhändler aus Dresden, Wilsdrufferstraße 9.

 

 

Als sparsamer und gewissenhafter Geschäftsmann nutzte man jedes Stück freie Seite aus – wie z.B. nach Erlöschen der Geschäftspartnerschaft mit Firma Becker und fertigte auf der übrigen halben Seite Kopien von abgesandten Briefen an. Hier zwei Briefe von 1917, also 9 Jahre später.

 

Versicherungen:

 

Detail:

 

Wie weit die Gewissenhaftigkeit ging, sehen wir auf dieser Seite, die ich euch im Anschluß abgeschrieben habe:

Mutter hat an Wäsche erhalten:

14. Juni – 7 weiße Taschentücher, 1 rotes, 1 grünes Taschentuch, 4 Tricothemden, 1 graue Hose, (irgendwelche) Kragen

Raggs Waschanstalt:

23. August 1920: 3 Stück Bettücher, 2 “ Bettbezüge, 3 “ Kopfkissenbezüge, 1 “ Steppdeckenlaken, 1 Oberhem mit Piqué-Einsatz

zurück erhalten am 3. September 1920, Betrag Mk 10,05

 

 

Hier beginnt das eigentliche Kassenbuch:

Im Januar 1921 wurden Ausgaben verzeichnet, wie z.B. am 1. Januar eine Rückzahlung über Mk 50,- an die uns schon bekannte Tante Toni und eine Ausgabe für Pneumatik an ihren Ehemann Rudolf.

Am 4. wurde ein Brod für 4,70 gekauft.

Am 11. (rot unterstrichen) musste ein neuer Glühstrumpf gekauft werden. Was das ist? Seht hier.

Milch, Bückling, Semmeln, Zucker, Brötchen, Nudeln, Fett, 2 Pfund Marmelade, Butter – er hat wirklich alles aufgeschrieben.

 

Februar 1921

Schaut euch mal die Rechnung am linken Rand an. Kann jemand herausfinden, was dort addiert wurde? Es sind fast die Beträge aus den rechten Spalten, aber eben nur fast.

 

März 1922 – Die Preise fingen im Schlepptau der Reparationszahlung nach den verlorenen Ersten Weltkrieg an zu steigen.

 

Springen wir zum November desselben Jahres, sehen wir, wie die ersten vier Wochen der beginnenden Hyperinflation sprichwörtlich zu Buche schlugen. Innerhalb der letzten 12 Monate war der Wert der Mark auf ein Zehntel gefallen. Eine Mark war somit nur noch 10 Pfennige wert.

 

Der Dezember brachte erneut eine Verdopplung der Einnahmen und die Spalte am linken Rand begann eng zu werden. Am 13. und 18. 12. war ein Brod noch für 252 Mark zu haben.

 

 

Januar 1923 – Brod 266 bis 450 Mark, auch hier ging es an’s Eingemachte. Am 9. amerik. Dollar für 8800 Mark eingetauscht, am 26. zwei Krönungstaler auf dem Postamt für 9000 Mark eingewechselt.

 

 

Februar 1923 – Brod 550, ein Brathering 500, Chocolade 2000 und zwölf Pfannkuchen 1200 Mark

 

Mai 1923 – Brod 690 und 760 Mark

 

 

Im Juni 1923 wurden die Nullen in den Preisen nochmals mehr, Brod 2280 bis 2620 Mark

 

 

Juli 1923 – Brod 3720, 2 Semmeln, 2000 Mark

 

Irgendwann war die Inflation überstanden, es gab neues Geld und das Leben ging weiter. Allerdings pegelten sich die Aufträge auf niedrigerem Niveau ein. 1927 reichte eine Seite schon für zwei Monate.

 

 

Zwischen den Seiten findet sich hier und da so manche Notiz.

Da mein Schreiben vom 26. Juni bis jetzt unbeantwortet blieb, erlaube ich mir Ihnen einliegend 1 Tratto (Abschnitt) über mein Guthaben per Ende Februar 07 nach Abzug von 10 % auf brutto Mk 190,30 netto per 31.7.07 zu geben & bitte mir dieselbe mit Ihrem Receipt versehen baldigst retournieren zu wollen.

Hochachtend gez Steinwehr

Weiter hinten habe ich noch eine Geschäftspartner-Seite mit Eintragungen von 1906 gefunden. Ob eine Spazierstock-Fabrik heute noch florieren würde? Ich wage es zu bezweifeln.

Das neuesten Einträge, die sich seltsamerweise nicht am Ende des Buches befinden, sind vom April 1931. Das hier jedoch als letztes eingetragen wurde, lässt das Löschblatt erahnen.

Weit hinten im Buch weitere Geschäftspartner:

Das Privat-Conto mit Unmengen von Vergleichspreisen. Wer sich dafür interessiert, wird hier fündig. 4. Mai 1921, 1 Brod 50 Pfennige

Weitere Ausgaben – man beachte am 14. Dezember 1916 Außergewöhnliches 1/3 Anteil für 6 Mk. Das dürfte ein Drittel-Los der Weihnachtslotterie gewesen sein. Am 21. und 31. 12. gibt es den Eintrag „Bad 60 Pfg.“. Hier ist Herr Tresselt wohl in eine Badeanstalt gegangen und hat ein Wannenbad genommen.

Zum Schluß dieses Artikels, obwohl das Buch noch viel mehr zu bieten hat, noch ein Beispiel des größten Desasters, daß einem Geschäftsmann widerfahren kann. Ein Fehlbetrag von Mk 25,06 in der Kasse.

 

Feldpost – 4. März 1917


Sie haben Post! Familien in der Heimat haben zu Kriegszeiten nichts sehnlicher erwartet, als die Rückkehr ihrer geliebten Ehemänner, Väter und Söhne. Ein kleiner Lichtblick bis zum ersehnten Wiedersehen waren Briefe der Lieben. Vor einiger Zeit habe ich mir bei meinem Buchhändler in der Nebenstraße dieses schöne Buch gekauft: Eine tolle Sammlung des Briefwechsels einer Familie in der Zeit zweier Weltkriege. Weil Feldpostbriefe meistens einen ungeschönten Blick auf das Geschehen abseits der Ereignisse schildern, die später in Geschichtsbüchern stehen, interessieren sie mich natürlich um so mehr. Heute möchte ich euch an der Lektüre eines Briefes teilhaben lassen.   Er wurde von  F. M. Ley geschrieben, der zu dieser Zeit, dem 4. März 1917, in einem Pferde-Lazarett Dienst tat. Adressiert an Joseph Maierhofer – Ökonom in Bergham, Post Aidenbach (?)b. Virlshofen (?) Niedbay (Niederbayern) – (ein Aldersbach bei Vilshofen habe ich gefunden. Ob das gemeint war?)   Herr Ley schreibt in einem sehr ländlichen Deutsch. Lest selbst:

Lordethin (?) in Rum., den 4. März 1917

Lieber Bruder!

Ich habe deinen Brief gestern erhalten besten Dank davier. Habe zum grosen bedauern gelesen, das der alte Obermeier von Parschaling Gestorben ist. Das der Felermeier Franz und der Pökl Alois von Lokenbach gefalen sind, had mir die Schwester Line schon Geschrieben. Wie viele Menschen Leben wird dieser Krieg noch kosten, bis da einmal ein Ende komd. Das glaubt niemand was das vier ein Schwindel ist, die Hern Ofiesiere Fressen und Saufen was ihr Herz verlangt, der Arme Teufel kan Hunger leiden und den

Kopf hinhalten. Da mag ich mich nicht länger aufhalten darüber sonst müsste ich mich zu Tode Ärgern. Der Konflingt mit Amerrika wird nicht viel ausmachen, den der had zuvor …. Frankreich und England imer Munition geliefert, und jezt mit dem Upots-Krieg (U-Boots-Krieg!) tud er sich auch nicht mer leicht auf den Wasser. Vieleicht bringd doch das heurige Jahr den schon lang ersenden Frieden. Wie ist bei euch die Wirterung? bei uns

hier in Rumä. had sich der März schon gud angefangen den da schneid es die ersten drei Tage unaufhörlich, wir haben jetzt noch einen 3 Fuß hohen Schnee und ist auch noch sehr kald. Wein u. Schnaps gibt es hier sehr viel. Bier haben wir hier in Rumä. noch gar keines gesehen von trinken gar keine Rede. Mir gehd es sonst imer noch gud auch bin ich Gesund was ich auch von euch hofe. Ich schliese mein schreiben u. Grüßt dich u. Hausmutter Bruder Franz. Gruß an die Mari u. Hauspersonal.

Adrs. F.M.Ley Pferd.Lazt N.27 Deutsch. Feldpost 792.

Das war das Lebenszeichen. Ob der gute Bruder Franz aus dem Krieg zurückgekehrt ist, weiß ich nicht. Daß er im Deutschunterricht keine große Leuchte war, bleibt zu vermuten. Interessant für mich ist, daß er in seinem Brief aus Rumänien unzensiert schreiben durfte, wie die Stimmung in der Truppe war und offen über die Offiziere schimpft. Das war meines Wissens nicht erlaubt und die betreffenden Stellen wurden entweder ausgeschnitten, übermalt oder der Brief komplett zurückgehalten. Im Jahr 1917, dem vierten Kriegsjahr war vielleicht aber die Moral in der Truppe schon so weit heruntergezogen worden, daß selbst die Zensur keine Lust mehr hatte.

Weitere Artikel zum Thema Feldpost gibt es hier.

Badespaß und Picknickzeit


Wenn die Sonne lacht, wandert man hinaus in die Natur, setzt sich auf eine grüne Wiese am Bach, möglichst in den Schatten eines Baumes und schaut den Kindern beim planschen zu.

So geschehen im Erfurter Umland. Ungefähr im Jahr 1916 oder 1917 nutzten meine Urgroßmutter, ihre Nachbarin, unser Hausmädchen und die drei Kinder Oma, Großonkel und Eva das schöne Wetter um in den Wald zu ziehen. Ich vermute, es handelte sich um den Erfurter Steigerwald.

Die drei Damen saßen im Schatten. Bruder und Schwester bauten einen Damm und planschten.

 

 

 

 

Nachbarstochter Eva H. durfte mit ihrem lustigen Zopf natürlich mitspielen. 

 

 

Die Schleifen meiner Oma sind aber auch nicht zu verachten.

 

Stolz wird das Werk vorgezeigt.

Ich nehme an, daß auch noch ein Vater dabei war. Irgendjemand wird den Fotoapparat bedient haben.

Von Streichhölzern, einem Börsenskandal und einer Handyfirma


Familie Fugger hatte im 16. Jahrhundert eine prima Idee, wie man nicht nur Geld verdienen, sondern so richtig Geld verdienen konnte. Man lieh den hochverschuldeten Fürsten dringend benötigtes Geld, verzichtete auf eine Rückzahlung und ließ sich stattdessen ein Handels-Monopol übertragen oder das Privileg, als einziger bestimmte Bodenschätze ausbeuten zu dürfen. Das geliehene Geld bekamen die Fuggers auf diese Weise vielfach zurückgezahlt.

Warum sollte das, was damals funktioniert hat nicht auch 400 Jahre später noch funktionieren? Man nehme einen Kredit in einem reichen Land wie den USA auf, gebe einem durch den verlorenen Ersten Weltkrieg finanziell schlecht stehendem Land wie Deutschland einen Kredit und erbitte sich dafür das Monopol an einer belanglosen Ware des täglichen Lebens.

Ivar Kreuger aus Stockholm hat sich für Streichhölzer entschieden. (Holz gab es in Schweden genug, ein Umstand, den sich einige Jahre später auch sein Landsmann Ingvar Kamprad zu nutze machte und Löcher in Baumteile bohrte um sie anschließend als Puzzle an Menschen zu verkaufen, die versuchten, sich daraus Möbel zu basteln.)

 

Durch stete Zukäufe schuf Herr Kreuger ein weltumspannendes Streichholz-Imperium, dem (Wikipedia:) in den 1930er Jahren rund 150 Tochterfirmen mit 260 Fabriken und 750.000 Mitarbeitern angehörten und das in 33 Ländern den Zündholzmarkt und damit etwa drei Viertel der Weltproduktion kontrollierte. Daneben gehörten Kreuger eine Vielzahl an Berg- und Verhüttungswerken, ein großer Teil der schwedischen Papierindustrie mitsamt den dazugehörigen Wäldern und seit 1930 auch die Mehrheit der Telefonfirma Ericsson. Nicht schlecht. Wer die gesamte Geschichte des Herrn Kreuger inklusive einiger Details seines Selbstmordes kurz bevor das ganze Konstrukt in sich zusammenbrach, der klickt hier.

Wie ihr oben sehen könnt, habe ich damals, es war der 1. Juli 1928, auch Aktien dieses Senkrechtstarters gekauft. Die Unterschriften der beiden Namensgeber der Firma Ivar Kreuger und Paul Toll findet ihr übrigens links und rechts an zweiter Stelle.

Das internationale Flair der Aktie findet ihre Fortsetzung auf der Innenseite, wo derselbe Text wie vorn in französisch und deutsch, hier noch einmal in schwedisch und englisch abgedruckt ist.

 

 

Unmittelbar nach dem Suizid des Chefs ging die Firma den Bach runter. Dadurch lohnte auch der Gang zur Bank nicht mehr, denn die Dividenden wurden nicht mehr gezahlt.

 

Meine Aktie hat übrigens zuerst einer holländischen Firma gehört. Die scheint sich mit ihren Spekulationen etwas vertan zu haben.

 

Um sich ein Streichholz zu kaufen und die Bude anzuzünden wird es trotzdem gereicht haben. Die Zündhölzer gab es ja für kleines Geld an jedem Kiosk zu kaufen.

Die Spiegel-Rubrik „einestages“ hat Herrn Kreuger hier einen schönen Artikel gewidmet. Dieser schließt mit den Sätzen: Das Imperium überlebte den Tod seines Gründers nur kurze Zeit. Nach Bekanntwerden der Ungereimtheiten im Finanzgebaren stießen die meisten Anteilseigner ihre Aktien ab. Der so ausgelöste Börsencrash ging als „Kreuger-Crash“ in die Wirtschaftsgeschichte ein. Wie ein Streichholz knickten Kreugers gewagte und undurchsichtige Finanzkonstruktionen ein. In den USA wurde in Folge von Kreugers Aufstieg und Niedergang eine strengere Finanzaufsicht eingeführt.

 

Viele von euch kennen sicher sogar noch Produkte des Herrn Kreuger. Wenn auch der Chef aus dem Leben geschieden ist, bestanden seine Monopole noch lange weiter. Das in Deutschland erteilte Zündwarenmonopol beispielsweise lief erst am 15. Januar 1983 aus. Bis dahin wurde die Bundesrepublik von diesen Produkten der Svenska Tändsticks AB (STAB) überschwemmt und erleuchtet:

„Welthoelzer DZMG“ von de:Benutzer:Niemayer – German Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Welthoelzer_DZMG.jpg#/media/File:Welthoelzer_DZMG.jpg

Und, habe ich zu viel versprochen? Welthölzer kennt jeder, oder?

 

 

Zeugnisheft 1917-23


Als meine Omi noch Kind war, musste sie selbstverständlich auch zur Schule gehen. Der Ernst des Lebens begann für sie Ostern 1917, mitten im Ersten Weltkrieg.

Damals dauerte ein Schulhalbjahr noch von Ostern bis Michaelis, bzw. von Michaelis bis Ostern, es war somit am kirchlichen Kalender ausgerichtet. Das war bis in die Mitte der 1930-er Jahre so. Und wieso begann das Schulhalbjahr erst Ende September? Ganz einfach: vorher musste die Ernte eingefahren werden und jedes Familienmitglied wurde gebraucht. Da gab es keine Zeit für den Besuch der Schule.

 

Interessant, was damals im Zensurenbuch alles vermerkt wurde:

  • Tochter des: Apothekers Herrn Gustav Lange (von der Mutter ist keine Rede)
  • geboren am (das gibt man auch heute noch überall an), getauft am: (das liest man heute eher selten), geimpft am: (das war eine prima Idee und ein wichtiges Detail zum Schüler).

Weiter geht es mit dem Zensuren-Teil. Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, daß meine Oma in die 10. Klasse eingeschult wurde.

 

Früher wurden die Klassenstufen rückwärts nummeriert. Man begann in der X. Klasse und arbeitete sich langsam nach oben. Die letzte Klasse Oberprima, die dreizehnte, wurde schließlich von den Primanern (Primus – der Erste) besucht. Diesen Begriff kennt man heute noch, oder?

 

 

Die ersten beiden Zeugnisse hat die Mutter Käthe unterschrieben, danach hat Papa gegengezeichnet – hier oben sogar mit seinem Beruf anstelle des Vornamens: Apotheker Lange.

Nun ja, …

 

Wenn ich mir die Zensuren so anschaue, hat sich meine Oma schon zu Beginn ihrer Schulkarriere nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert. Und in der Tat, ich habe sie auf ihre alten Tage weder singen gehört, noch turnen gesehen.

 

Und weiter ging es langsam in Richtung der 3-er Noten. Deutsch, Schreiben, Singen, Turnen, Handarbeit, Naturkunde, Geschichte: genügend. Omi, Omi!

Im 2. Halbjahr der 7b dann der Schock: Singen 4

 

Ich kann meinen Uropa, ihren Vater förmlich hören, wie er gesagt haben wird: „Na, dann singt sie eben nicht!“

Wenigstens das Betragen war „lobenswert“. Damit kommt man weit im Leben. Stille sitzen, Öhrchen spitzen, Händchen falten, Mündchen halten.

 

Nachdem sie gut die Hälfte ihrer Schulzeit geschafft hatte, endet das Zensurenbuch mit dieser Einlegeseite. Ab da ging es in der Höheren Töchter-Schule weiter, leider haben die Zeugnisse aus dieser Zeit nicht überlebt.

 

Auch, wenn sie nicht zu den Klassenbesten gehörte, sondern nur in der B-Klasse war (eine Erklärung zur damaligen Klassenaufteilung findet sich links unten auf der 2. Seite des Zensurenbuches – siehe oben), hat sie es trotzdem zu einer guten alleinerziehenden Mutter dreier Kinder geschafft, fuhr mit dem Auto in der Gegend herum (siehe hier) und war eine prima Omi.

Hubertus von Aulock und sein Freikorps


Schreibt man ein Buch über jemanden, sendet man der Person üblicherweise ein Exemplar seines Werkes. Zum einen kann die beschriebene Person beurteilen, ob das Geschriebene der Wahrheit bzw. der offiziellen Version entspricht, zum anderen möchte man die Person, über die man schreibt mit einem Exemplar erfreuen.

So hat es wahrscheinlich auch Walter Leithäuser getan, nachdem er 1922 sein Büchlein „Die Geschichte des Freikorps v. Aulock“ fertiggestellt hatte.

 

 

Das Büchlein selbst ist mit gerade einmal 40 Seiten eher dünn. Vielleicht gab es nicht viel über das Korps zu berichten. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen, was ein Freikorps (gesprochen: Frei-Chor) ist, sei auf den Wikipedia-Artikel verwiesen. Die meisten dieser Freikorps entstanden nach dem Verlust des Ersten Weltkrieges, als Deutschland abrüsten musste und zahllose Soldaten, die sich bis dahin mit ihrem Leben beim Militär identifiziert hatten plötzlich vor dem Nichts standen.

So ging das Freikorps v. Aulock aus solchen demobilisierten Truppenteilen des Oberleutnants hervor, wurde 1918 gegründet und ein Jahr später in das Reichswehr-Jäger-Bataillon 8 der Vorläufigen Reichswehr übernommen. Mehr dazu hier.

Dies und andere Details stehen auch in dem kleinen Bändchen von Walter Leithäuser. Besonders freut mich, daß ich genau das Buch besitze, das der Beschriebene selbst besessen hat. Hubertus von Aulock hat sich sein ExLibris eingeklebt.

 

Für den Nostalgiker hier das Gedichtlein, daß Herr Leithäuser vorangestellt hat:

Dem Freikorpsführer.

Du hast’s gewagt, als viele andre zagten, / Als Herr und Held den kühnen Wurf getan. / Und deine stolzen Pläne überragten / Der kleinen Denker niedre Alltagsbahn.

Doch wie ein Genius immer unverstanden / Erkannt wird erst von einer künft’gen Zeit, / So gab’s auch kaum in unseren deutschen Landen, / Wer zeitig dir verdienten Dank gebeut.

Wenig der Treuen, die dich nicht verließen, / Als Sturm und Drang die Folge deiner Tat; / Wenig der Treuen, die die Deinen hießen, / Als Schmach und Schande deiner Feinde Rat.

Und dennoch wird ein großer Tag einst zeigen, / Was du dem deutschen Volke warst und bist, / Vor deiner Größe wird sich kläglich neigen / All deiner Widersacher Hohn und List.

Dann werden sich die Deinen um dich scharen, / Die alte deutsche Treue gilt aufs neu; / Und laut in Kampf, in Not und in Gefahren, / „Mit Aulock!“ heißt das ferne Feldgeschrei.

Und für alle anderen noch das Inhaltsverzeichnis:

Dieses Büchlein ist – wie so vieles aus der Freikorps-Ecke ein Nachtrauern der „guten, alten Zeit“ als Deutschland noch starke Kriegsmacht war und das Säbelrasseln den Feind in Angst und Schrecken versetzt hat. Nicht umsonst wurde von Freikorps-Mitgliedern die wiedergewonnene militärische Macht, die Aufrüstung und das Erstarken des neuen deutschen Militärs begeistert begrüßt. Und aus gutem Grund waren sehr viele hohe Persönlichkeiten der Nazi-Führungsriege ehemalige Freikorps-Mitglieder. Als bekannteste seien Rudolf Heß, Ernst Röhm oder Albert Leo Schlageter (siehe seinen Artikel hier im Museum). Daß es auch Wendungen zum Guten gab beweisen ebenso bekannte ehemalige Freikorps-Angehörige, die nach dem Ersten Weltkrieg einen anderen als den militärischen Weg einschlugen. Als Beispiel sei Pastor Martin Niemöller genannt. Eine kleine Liste bekannter Freikorps-Angehöriger (allerdings auch älterer Korps) findet ihr hier.

Bei Fragen zu Details, die nicht glorifizierender Natur sind, könnt ihr euch gern an mich wenden.

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Heute, am 26.7. ging es zur (Geburtstags-)Feier des Tages auf eine Wanderung ins Gebiet außerhalb der befriedeten Zone. Ab hier darf man nur mit ortskundiger Person und Waffe unterwegs sein. Auf Spitzbergen gibt es 2500 Einwohner und 3500 Eisbären. Unsere beiden Führer Doreen, die ursprünglich aus Stralsund kommt und Rønar, ein Einheimischer, waren uns eine […]

Husky Tour – 25. Juli 2015

Heute stand eine Husky-Tour auf dem Plan. Zuerst einmal machen wir uns mit den Hunden bekannt. Hillfrid, die leider nicht mitlaufen durfte. Ike, neben dem man sich wie Rotkäppchen fühlt. Keino, mit 15 Jahren der älteste Hund im Hof, der aber noch immer ein guter Zughund ist, was ihm sein Dasein sichert, da es hier […]

Svalbard – Spitzbergen – Longyearbyen

Die ersten Fotos vom Urlaub oberhalb des Polarkreises. Die Temperaturen liegen kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Manchmal nieselt es ein wenig, aber im Großen und Ganzen ist es sehr angenehm.

Pashupatinath – Verbrennung der Toten

Ungefähr eine Stunde braucht der Spaziergänger, um vom Stadtzentrum Kathmandus nach Pashupatinath zu gelangen. Hat man erstmal die richtige Straße gefunden, geht es irgendwie immer geradeaus. Vorbei an durchaus lustigen Schildern an einem Haus, von dem ich leider vergessen habe, wofür es dort steht,   einem hübschen, kleinen Wasserbecken. Manche Ecken sind nicht ganz so schön und […]

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