Anleitung für einen Pantographen


Im Mai 2015 habe ich euch meinen Pantographen vorgestellt – ein Zeichengerät um Bilder zu vergrößern oder zu verkleinern. Wer sich nicht mehr erinnert, klickt hier.

Nun habe ich seine Bedienungsanleitung, aus der das Herstellungsjahr 1958 hervorgeht, gefunden.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Lest es euch am besten einmal durch. Wem die Bilder zu klein sind, der klickt drauf und wird mit einer großen Version belohnt.

 

Hier unten seht ihr das Herstellungsjahr: /58

 

Durch Anbringen des Zusatzarms wurden dem eifrigen Zeichner noch weitere Möglichkeiten zur Vergrößerung und Verkleinerung eröffnet.

 

Werbeanzeigen

Pantograph


 

Einen Pantograph hatten viele von uns als Kind und wir hatten viel Spaß damit. Nur unter diesem Namen kennt ihn kaum jemand. Mancheinem mag der Name „Storchenschnabel“ oder „Storchschnabel“ geläufig sein. Dieses vielseitige Zeichengerät wurde 1603 erfunden und diente bis zur Erfindung der Computer-Zeichenprogramme oder Xerox-Kopierer als Wunderwerkzeug um Zeichnungen zu kopieren.

Die Funktionsweise ist simpel. Der Scheitelpunkt (im Bild unten rechts) oder einer der beiden Winkel-Endpunkte (die linken äußeren Enden) wird am Tisch oder Reißbrett befestigt. In eines der Löcher kommt ein Stift, in ein Loch in einem der drei anderen Schenkel kommt ein Zeiger. Wird nun das zu kopierende Bild mit dem Zeiger, also einem Stift ohne Mine, nachgezeichnet, zeichnet der Stift am anderen Ende das Bild exakt nach.
Pantograph

 

Je nachdem, wie das Verhältnis von Stift und Zeiger auf den Winkeln ist, entsteht ein exakt gleiches, ein vergrößertes oder ein verkleinertes Bild. Wikipedia hat ein kleines Beispiel, in YouTube gibt es nur Beispiele, wie man ihn falsch verwendet. Die Amis vertrauen dem Stift nicht, der ganz allein zeichnet, wenn man die Hand am Zeiger behält. Aber man sieht in etwa, wie es funktioniert. seht hier.

Baut man mehrere Stifte an, ergibt es übrigens ein tolles Mehrfachbild. Man kann in einem Durchgang zwei skalierte, übereinander liegende Versionen desselben Bildes zeichnen.

Die Anleitung hierzu habe ich Jahre später gefunden. Schaut mal hier.

 

Wusstet ihr übrigens, daß die Stromabnehmer auf E-Loks auch Pantograph heißen?

Herzliche Neujahrsgrüße


2014 ist vorbei – es hat bei mir sehr vielversprechend angefangen, dann einen äußerst unerfreulichen Abwärtsknick erfahren und sich zum Ende hin in meiner Worst-5-Liste so durchgemogelt.

Nun geht es mit A.D. 2015 weiter.

Ich habe für den heutigen Beitrag nur eine kleine Postkarte aus der DDR von 1958 rausgesucht.

 

 

Herzliche Neujahrsgrüße für uns alle! Auf daß es ein gutes Jahr wird: weniger Kriege, weniger Not, Erfolg und Gesundheit für alle, die uns lieb sind und nicht zuletzt einen großen Schritt zum persönlichen Glück!

 

Auf den ersten Blick habe ich mich übrigens von der Mode des Karten-Kindes zum Irrglauben verleiten lassen, ich hätte es mit einer Karte aus den 1940er Jahren zu tun. Aber offenbar war – zumindest in der noch jungen DDR – die Nachkriegsmode noch immer aktuell.

DDR-Jugendzeitschrift Die Schulpost – Teil 2


Gestern gab es den ersten Teil zur DDR-Jugendzeitschrift Schulpost, heute die Fortsetzung.

 

Meine zweite Schulpost ist die Ausgabe 12, 1957 und war zugleich die letzte Nummer dieser Zeitschrift.

 

Im ersten Artikel wird der Leser bereits informiert, daß dies die letzte Schulpost sein wird, auch, daß sie ab Januar unter einem neuen Namen erscheinen wird. Aber wie der lauten wird, darüber schweigt man sich aus. Heutzutage wäre das der Tod der Zeitschrift. Damals herrschte jedoch noch kein undurchsichtiges Chaos an den Zeitungskiosken, so daß die Leser ab Januar die nagelneue Rakete beim Zeitungshändler erwerben konnten. (auch diese Zeitschrift ist heute nicht mehr bekannt und wurde ihrerseits von er seit 1964 erscheinenden Technikus abgelöst).

 

Weiter geht es mit einem Bericht über DDR-Spitzensportler, die aus den Pionier-Wintersport-Meisterschaften hervorgegangen sind.

 

 

Aus dem Winter diesen Jahres stammt zufälligerweise diese Anstecknadel, die ich besitze und nun endlich weiß, wofür sie gedacht war.Pionier Abzeichen

 

 

 

Hier kommt eine interessante Geschichte, die ich so nicht in einer DDR-Zeitung erwartet hätte. Ein Bericht über den Edelmetall-Schmuggel von Ost- nach Westberlin. Ich finde, auch wenn in dieser Zeitschrift der drohende Zeigefinger geschwungen wird, erhält man viele Infos, wie man sein Ost-Metall am besten zu West-Geld machen kann.

 

 

 

 

Kalenderblatt und Gespräch mit dem Volksbildungsminister

 

 

Wissenswertes über Hühner, seltsame Wolken und ein ABC der Atomphysik

 

 

 

 

Rätsel

 

 

 

ein Lexikon und eine Bastelanleitung

 

 

und mit dieser Seite hat sich die Schulpost von ihren Lesern verabschiedet. Eine Übersicht aller weltweiten Pionierorganisationen. Wie schön!

 

Ich tu es der Schulpost gleich und verabschiede mich für heute mit dem Gruß der Pioniere: „Seid bereit!“ (steht auf dem Logo der DDR-Poniere oben rechts)  und der zu gebenden Antwort „Immer bereit!“ (was wiederum auf russisch auf dem mittleren Logo der sowjetischen Pionierorganisation steht – Wsegda gotow!)

am 30. Mai ist Weltuntergang – wir leben nicht mehr lang!


 

Eine hübsche kleine Nachkriegskarte, bei der man das Kuriose erst auf den zweiten Blick bemerkt.

Am 17.7.1958 – also gute 13 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stempelte die Deutsche Bundespost diese Postkarte mit dem Werbestempel:

LUFTSCHUTZ auch im ATOMZEITALTER – Hilf mit im Bundesluftschutzverband

Luftschutz-Postkarte

Das neunmalkluge Wikipedia kennt natürlich auch den Bundesluftschutzverband:

Die Gründung des Luftschutzvereins erfolgte 1946 und rekrutierte sich teilweise aus Beständen des nationalsozialistischen Reichsluftschutzbundes (RLB), der u. a. den seit 1927 existierenden Verein Deutscher Luftschutz (DLS) und die Deutsche Luftschutzliga (seit 1931) aufgenommen hatte. 1951 wurde der Verein in Bundesluftschutzverband umbenannt und wurde 1957 per Gesetz eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts. 1968 erfolgte die Umbenennung in Bundesverband für den Selbstschutz. Am 1. Januar 1997 wurde der Bundesverband aufgelöst und seine Aufgaben wurden durch das Bundesamt für Zivilschutz wahrgenommen.

 

 

warten bis es dunkel wird – Kino-Dias


In kleinen Kinos gibt es sie noch heute: die Dia-Show vor dem Beginn des Films.

Allerdings wird heute keine Dia-Werbung mehr für Filme gezeigt. Es sind fast ausschließlich kleinere Firmen und Restaurants im Dunstkreis des Kinos, die auf diese preiswerte Werbeform  zurückgreifen.

Film-Werbung aus der BRD

Kinodia Charlie Chaplin Der Circus BRD

Kinodia Robert DeNiro Taxi Driver BRD

Kinodia Nick Nolte Dreckige Hunde BRD

Und noch drei weitere Dias aus der BRD:

zur FahrsicherheitKinodia 1958 KFZ-Beleuchtung BRD

für RasierklingenKinodia 1958 Rasierklingen BRD

für Spendenmarken zur Tuberkulosebekämpfung
Kinodia 1960 Weihnachtssiegelmarken BRD

In der DDR wurde für praktischere Dinge geworben:Kinodia Einkellerungskartoffeln DDR

 

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 100 Followern an

wen interessiert's?

  • 339.651 Klicks (bis jetzt)

Menü

Member of The Internet Defense League

aus dem Archiv

Blick in die Parallelwelt: Moppis Reise-Blog

Wanderung durch das Bjørndal und auf den Vogelfelsen

Heute, am 26.7. ging es zur (Geburtstags-)Feier des Tages auf eine Wanderung ins Gebiet außerhalb der befriedeten Zone. Ab hier darf man nur mit ortskundiger Person und Waffe unterwegs sein. Auf Spitzbergen gibt es 2500 Einwohner und 3500 Eisbären. Unsere beiden Führer Doreen, die ursprünglich aus Stralsund kommt und Rønar, ein Einheimischer, waren uns eine […]

Husky Tour – 25. Juli 2015

Heute stand eine Husky-Tour auf dem Plan. Zuerst einmal machen wir uns mit den Hunden bekannt. Hillfrid, die leider nicht mitlaufen durfte. Ike, neben dem man sich wie Rotkäppchen fühlt. Keino, mit 15 Jahren der älteste Hund im Hof, der aber noch immer ein guter Zughund ist, was ihm sein Dasein sichert, da es hier […]

Svalbard – Spitzbergen – Longyearbyen

Die ersten Fotos vom Urlaub oberhalb des Polarkreises. Die Temperaturen liegen kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Manchmal nieselt es ein wenig, aber im Großen und Ganzen ist es sehr angenehm.

Pashupatinath – Verbrennung der Toten

Ungefähr eine Stunde braucht der Spaziergänger, um vom Stadtzentrum Kathmandus nach Pashupatinath zu gelangen. Hat man erstmal die richtige Straße gefunden, geht es irgendwie immer geradeaus. Vorbei an durchaus lustigen Schildern an einem Haus, von dem ich leider vergessen habe, wofür es dort steht,   einem hübschen, kleinen Wasserbecken. Manche Ecken sind nicht ganz so schön und […]

%d Bloggern gefällt das: