Arbeiterrückfahrkarte


Um zu wissen, was eine Arbeiterrückfahrkarte ist, müsst ihr entweder im Dritten Reich oder in der DDR gelebt haben.

In Zeiten, da der Individualverkehr noch nicht so ausgeprägt war wie heute, also nicht nahezu jede Familie ein eigenes Auto besaß, gab es trotzdem viele Menschen, die in erheblicher Entfernung zu ihrem Wohnort arbeiteten.

In der DDR war es weit verbreitet, während der Woche „auf Montage“ in die Städte – hier hauptsächlich Berlin, die Hauptstadt der DDR – zu reisen, dort zur Untermiete oder in Monteurs-Unterkünften zu wohnen und am Freitag oder Sonnabend wieder nach hause zu fahren. So spartanisch die Unterkünfte waren, man verdiente gutes Geld, dem Alkohol wurde zugesprochen und man befand sich nähre an der Quelle der Versorgung mit Waren, die in DDR-Kleinstädten und auf dem Lande nur schwer zu bekommen waren.

Damit der sauer verdiente Lohn nicht der Deutschen Reichsbahn in den Rachen geworfen wurde, gab es die stark subventionierten Arbeiterrückfahrkarten, also Fahrkarten, mit denen der Arbeiter zurück nach Hause fahren konnte. Der Fahrpreis war hiermit um 50-75% ermäßigt, die Fahrkarte war allerdings personen- und streckengebunden.

 

Auf der Rückseite ist der Entwertungsstempel zu sehen:

Der Hut im Spiel


Ein Hut hat ja normalerweise mit spielen nicht viel zu tun. Und trotzdem findet man ihn gerade bei Brettspielen recht häufig. Aus praktischen Gründen des Stapelns wird aber für gewöhnlich nicht der Hut in der Form benutzt, wie René Magritte ihn zu tragen und zu malen pflegte. Stattdessen kommt der gedrehte Tütenhut zum Einsatz.

Esel

 

Dieses schöne Würfelspiel hat mich als Kind ebenso begeistert wie auch heute noch:

Fang den Hut

 

 

Die Spielweise ist ähnlich wie bei Mensch ärgere Dich nicht! und Malefiz. Einsetzen, losrennen und versuchen, den Gegner zu fangen.

 

Im Unterschied zu den anderen beiden Spielen wird hier aber nicht rausgeworfen, sondern – und hier bewährt sich die Form der Spielfigur – der eigene Hut auf den gefangenen aufgesetzt.

 

Eine neuere Variante des Spiels (ca. 1950/1960) kommt in einer Reisedose,

 

heißt

 

und hat auf der Rückseite

 

 

Leider fehlen mir hier schon ein paar Hüte. Wie gut, daß ich noch das andere Spiel habe.

 

Fang den Hut wird übrigens gern mit dem Hütchenspiel verwechselt. Das sieht aber so aus

 

und wird auch komplett anders gespielt

 

Schnipp – plopp.

 

Damit ist meine heutige Lehrstunde zum Thema Hut beendet. Ich wünsche euch immer einen Hut an der Spitze oder in der Mitte des Feldes und viel Pech im Spiel, denn der Volksmund sagt ja „Pech im Spiel, Glück in der Liebe!“ und was ist schon wichtiger als die Liebe? Nichts!

 

 

was zum naschen, was zum spielen und eine Überraschung – Ü-Eier


Ü-Eier sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Es gibt wohl keinen Haushalt, in dem nicht in irgendeiner Ecke mindestens eines dieser Dinger herum murmelt:

 

Ich möchte nicht in die Tiefe gehen. Dafür gibt es einschlägige Seiten oder aber den Wikipedia-Artikel.

Alles, was ich euch heute vorstellen möchte, sind zwei kleine Gesellen aus einer Zeit, als die Innenhülle des Ü-Eies noch aus zwei Plastikhälften bestand, meist weiß und orange.

Ein Streifenhörnchen und ein Fuchs aus dem allerersten Jahrgang der Ü-Eier – 1975.

 

 

Während der Fuchs mit der Ferrero-ID: 3612 einhergeht, konnte ich das Streifenhörnchen / Otter, das aus dem gleichen Satz stammt, leider nicht im Katalog finden. Wer mehr weiß, möge Bescheid sagen.

Endlos-Kinder-Kino – Die Kinobox


Klein, aber voller Spaß.

Ein Geschenk meiner Tante. Lange her, funktioniert aber wie eh und je.

Die Kinobox ist ein mechanisches Gerät in dem Endlos-Filme angeschaut werden können. Man legt die Kassette ein, fädelt den Film durch einige Führungen, Deckel zu und losgekurbelt. Meine Kinobox stammt aus den mittleren 1970er Jahren.

Endlosfilm

Hier gibt es eine tolle Seite mit allen bekannten Filmen für die Kinobox, inklusive eines YouTube-Videos auf dem man sich einen Film mal anschauen kann: Link

Ich habe übrigens:

  • „Teddy im Urwald“ (ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, daß ein gefährliches Krokodil mitspielt)
  • „Clown auf Drahtseil“
  • „Clown als Zauberer“

Wie man auf der Webseite hinter dem Link oben lesen kann, ist die Idee nicht neu gewesen. Eine wirklich lesenswerte Seite – auch zu anderen Rubriken zum Thema Film und Filmchen.

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