Insektentod für unterwegs


Früher scheint es mehr Insekten gegeben zu haben. Zumindest im Haus hatte man in der Vergangenheit wohl mehr Insekten.

Auf Flohmärkten sieht man häufig Dinge aus der Insektenbekämpfung. Meine bisher veröffentlichten Exponate seht ihr hier.

Heute kommt eine Dose mit Insektenvertilgungsmittel dazu.

 

FLIT tötet Fliegen, Motten, Stechmücken, Bettwanzen, Holzwürmer, Küchenkäfer, Ameisen, Flöhe sowie anderes Haus-Ungeziefer samt Brut. Wie schön!

Sehr lustig anzusehen ist der Soldat, der statt eines Gewehrs den Zerstäuber geschultert hat.

Auf der Seite sind noch weitere Anwendungsarten aufgelistet:

Mücken, Schnaken, Bremsen, Wespen. Niemand hatte eine Chance.

Bei Ausflügen, Fischerei, Jagd – Das Bestäuben der Kleidung und der nächsten Umgebung mit Flit hält Fliegen und Stechmücken fern.

 

 

Wie man auf der Vorderseite sieht, ist die Flasche im Design von 1928 gehalten. Sie wird also vermutlich irgendwann in der Zeit nach 1928 und vor 1935 hergestellt worden sein.

Der Deckel wird mit einem interessanten Klemm-Mechanismus verschlossen. Ich habe eine Weile gebraucht, bevor ich ihn geöffnet bekommen habe.

Eine (beinahe) passende Spritze dazu gibt es hier.

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Maggi – gekörnte Brühe – Mini-Dose


Neben Liebig’s Fleischextrakt gehören auch andere traditionsreiche Küchenmarken zu meinem Interessengebiet. Maggi ist eine von ihnen und meine treuen Leser erinnern sich sicher noch an den Artikel Moggi, Miggi, Muggi – Maggi.

Heute hat meine große Maggi-Blechdose

 

noch eine kleine Schwester bekommen:

 

Während in der großen Dose Brühwürfel lagerten, war diese für gekörnte Brühe.

 

Die Gebrauchsanweisung ist auf der Seite aufgedruckt:

 

Der deutsche Stammsitz der schweizerischen Maggi befand und befindet sich in Singen (Hohentwiel). Im Jahr 1912 wurde hier der erste Tarifvertrag in einer Firma der deutschen Ernährungsindustrie abgeschlossen, weiß Wikipedia.

 

Diese Dose dürfte aus den 1950/1960ern stammen.

Do not Trust anyone – Tabakkartelle in Deutschland


Um die Jahrhundertwende konnte in Deutschland eine Wende auf dem Tabakmarkt beobachtet werden. Rauchte bis dahin der gestandene Mann auf Straßen und Plätzen oder daheim seine dicke Zigarre, was bei Frauen hingegen als unschicklich galt, tauchten plötzlich fliegende Händler auf, die ihre in Heimarbeit gefertigten Zigaretten feilboten.

Und plötzlich sprangen auch die Damen auf den qualmenden Zug auf. Zigaretten ließen sich schneller und leichter rauchen, als Zigarren. Die Tabakmischung war bekömmlicher und oft mit verschiedensten Aromen angereichert. Zwei um 1900 aufkommende Eigenarten des jungen Menschen fanden zueinander: der Sport und das Rauchen. Heute eher undenkbar, wurde damals eine fröhliche Partie Lawn-Tennis mit einer Zigarette danach beendet. Der Mann (und die Frau) von Welt zeigte sich in der Öffentlichkeit gern mit einer leichten Zigarette.

Noch 1924 schrieb der österreichische Gynäkologe Robert Hofstätter in seinem Buch „Die rauchende Frau“: Die Ursache des weiblichen Rauchens ist „gedankenlose Nachäfferei (…). Die glückliche und zufriedene Frau raucht nie, oder wenigstens nie stark (…). Er schreibt weiter, daß die rauchende Frau „mit ihrer Geschlechterrolle unzufrieden“ sei. Während er im Rauchverhalten des Mannes „den Charakter des Automatischen“ sehe, glaubte er im weiblichen Posieren beim Rauchen eine „Art Zwangshandlung“ zu erkennen, „die eine körperliche und geistige Beschäftigung vortäuscht, um nur ja keine ‚freie Zeit‘ zu haben (…) Diese Frauen füllen ihren Tag aus Mangel an wirklicher Arbeit mit tausend ‚unbedingt notwendigen‘ Nichtigkeiten und in den Pausen zwischen Nichts und Nichts ‚muß‘ sie rauchen.  (Quelle)

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg gab es allein in Deutschland ca. 8000 verschiedene Zigarettensorten. Die oben erwähnten, in Heimarbeit gefertigten und einzeln erhältlichen namenlosen Zigaretten wurden mehr und mehr von industriell hergestellten Erzeugnissen verdrängt. Der Markt war hart umkämpft und von einigen, wenigen großen Marken beherrscht. Am berühmtesten waren hier Garbáty, Josetti und Manoli (alle drei aus Berlin), Jasmatzi und Yenidze (beide aus Dresden) und Batschari aus Baden-Baden. Hinter diesen Namen verbargen sich Zigarettensorten mit teilweise orientalisch klingenden Namen (Orient, NIL-Zigaretten, Salem Aleikum, Kadi, Murad) oder sie spiegelten den Glanz der schönen, neuen Welt wider (Dandy, Gibson Girl, Queen Mary, Duke of Edinbourgh, JUNO, Ernte 23).

 

Um die Kunden für sich zu gewinnen, war einiger Aufwand vonnöten. Eine schnöde Papierschachtel, mit der die Tabakproduzenten den heutigen Raucher zufriedenstellen, konnte damals nichts erreichen. Blechdosen waren das Mindeste. Oft hatten die Zigaretten selbst noch Goldränder am Mundstück (hier Gold-M.) oder Filter mit Aromen.

Garbáty war eine große Firma mit Sitz in Berlin-Pankow und stellte neben dem „Herzog von Edinburg“ (wie die Marke für den Kunden hieß, der des Englischen nicht mächtig war) auch die „Königin von Saba“ (später nur noch Saba), ALVA, Effekt und Passion her. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen aus Pankow die russischen Papirossi und später solche DDR-Berühmtheiten wie KARO, Cabinet und CLUB.

 

Zurück zu der Zeit nach 1900. Der starke Konkurrenzkampf forderte die Anschaffung immer besserer Maschinen zum Schneiden des Tabaks und Drehen der Zigaretten. Um schnell an das benötigte Kapital zu gelangen, wurden Geldgeber gesucht und in anglo-amerikanischen Banken und Firmen gefunden. Das Resultat war, daß Firmen, die ausländisches Geld erhielten, die sprudelnden Gewinne zu einem großen Teil ins Ausland abführen mussten. Sie waren Teil eines Trusts und somit von der Führung im Ausland abhängig. Mehr und mehr der kleinen, nationalen Marken wurden verdrängt und als Reaktion darauf bildeten sich Interessenverbände, die die Trustfreiheit forderten.

Der beginnende Erste Weltkrieg öffnete einen neuen Markt für Zigarettenhersteller. Millionen deutscher Soldaten mussten im Felde bei Laune gehalten werden. Das ging hervorragend mit einer guten Zigarette. Da das deutsche Kaiserhaus bei der Vergabe der überaus lukrativen Aufträge darauf achtete, nur trustfreie Firmen zu berücksichtigen, galt es, schnell Flagge zu zeigen. Über Nacht wurden aus englisch klingenden Marken deutsche Zigaretten.

Zuerst schnell mit Papieraufklebern überklebt, wurde das neue Design dem alten angepasst. Aus Manoli Dandy (Bilder aus der Objektdatenbank des DHM)

wurde Dalli  

Aus Gibson Girl 

wurde Wimpel 

 

Ich habe euch den Duke of Edinbourgh herausgesucht, weil ich beide Dosen besitze. Ähnlich wie beim Manoli Wimpel wurde auch hier sprichwörtlich „Flagge gezeigt“, denn aus dem

wurde nichts geringeres, als

 

Der Aufkleber ist übrigens Teil des Aufdrucks auf die Blechdose. Später gab es noch diese Ausgabe:

 (DHM)

 

Im Inneren wird die Trustfreiheit noch einmal ausdrücklich betont.

vorher: 

 

jetzt:

Wer auf das Foto klickt, erkennt das Siegel der Antitrust-Wehr – einem Zusammenschluss trustfrei produzierender Betriebe.

 

Garbáty – Berlin-Pankow

 

 

Verpackungswahn


Wir kaufen heute kaum noch etwas, das nicht mit viel Aufwand und Material verpackt wurde. Ein klitzekleines Etwas ist mit Folie umwickelt, in ein großes Stück transparenten Plastiks eingepasst, das wiederum in einem Pappkarton mit vielfarbigem Aufdruck geschoben wurde. Mitunter erscheint einem die Verpackung mit viel mehr Liebe hergestellt worden zu sein, als das eigentliche Produkt.

Und sobald die Kartonage einen Riss hat oder der Deckel nicht mehr komplett verschlossen ist, kaufen wir das Produkt nicht.

Durch unseren Wahn, alles formschön präsentiert zu bekommen, übersehen wir zum einen den enormen Berg Verpackungsmüll, den jeder von uns Tag für Tag aufschichtet. Auf der anderen Seite beweisen wir, daß wir nicht so sehr auf das Produkt achten, das wir kaufen möchten, sondern den Strategien der Werbung verfallen sind: ein großer Karton vermittelt den Eindruck, mehr zu bekommen als ein kleiner; grüne Farbe suggeriert Gesundheit, hellblau Beschwingtheit, dicke Schrift gibt uns Sicherheit, geschwungene wiederum vermittelt mehr Beweglichkeit, die wir alle gern hätten. Also kaufen wir die aufgeblasene Tüte fettiger Kartoffelchips, weil sie grün bedruckt ist, eine feinlinige Aufschrift hat und eine schlanke, anmutige Frau zeigt, die in ihrem Leben wahrscheinlich noch nie einen Kartoffelchip im Magen belassen hat. Und fett werden wir seltsamerweise trotzdem.

Bis noch vor 80 Jahren ging man in den Laden um etwas zu kaufen, nannte das Produkt, der Verkäufer stellte den Kunden vor die Wahl zwischen zwei oder drei Marken und das war’s. Ab der 1930-er Jahre wurde die Produktion Schritt für Schritt auf den Endverbraucher zugeschnitten und die Vor-Ort-Abfüllung verschwand mehr und mehr.

 

Mein Urgroßvater hatte in seiner Drogerie eine große Holzkiste. Mit Wachspapier ausgeschlagen enthielt sie Seifenpulver. Nicht so, wie wir es heute kennen, feinkörniges Pulver, sondern vergleichbar mit dem Aussehen von Pizzakäse. Die reinliche Hausfrau fragte nach einem oder mehreren Pfund dieses Schnitzel-Seifenpulvers (das natürlich nicht aus oder für Schnitzel hergestellt war; Schnitzel = Schnipsel) und mein Uropa schaufelte das Pulver aus der großen Kiste in die Tüten. Ein kleines bißchen mehr in die Tüte gegeben, als das aufgedruckte Pfund, hatte am Ende den Effekt, daß die Kundin sicher wahr, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Und somit kam sie wieder.

Das funktionierte übrigens nicht nur bei Seifenpulver. Auch andere Produkte wurden aus großen Behältern in kleine Tüten, Dosen oder Kannen geschaufelt und geschüttet.

Da gab es universelle Tüten, die ihren Inhalt handschriftlich auf der Vorderseite eingetragen bekamen oder das selbst zusammengemischte Ameisen-Pulver der GErmaniadrogerie LAnge.

 

Die Rückseite der Tüten konnte prima für Werbung oder Hinweise verwendet werden.

 

Zwei Teetüten aus zwei Generationen, links aus den 1970er Jahren, rechts eine Tüte aus der Zeit um 1920:

 

Der Preis-Aufdruck rechts „Preis ____ Mk.“ lässt mich die Tüte auf die frühe Zeit der einsetzenden Inflation datieren. Vor Ende des Ersten Weltkrieges kostete eine kleine Tüte Kräutertee nicht viel mehr als eine Mark. Älter als von 1901 kann die Tüte übrigens auch nicht sein. Wir erinnern uns an frühere Artikel – da hieß der Tee noch Thee.

 

Ich habe zwar nicht die passende Teedose zur Tüte, möchte euch aber trotzdem eine meiner Teedosen zeigen, aus denen der Tee in kleine und große Tüten und Döschen umgefüllt wurde.Böhringer Ceylon-Tee Dose klein

 

Zur Firma Ch. & A. Böhringer kommt später noch ein separater Artikel, darin darf dann auch meine andere Teedose mitspielen.

Hier die Tüte für den kleinen Tee-Kauf.

 

Wer sich mal über die Aufschrift an alten Geschäften oder Werbeanzeigen gewundert hat: „en gros & en detail“ bedeutete im Handel, daß man in diesem Laden sowohl kleine Mengen als auch große Stückzahlen bekam. Das ursprüngliche Gros stand für ein Dutzend mal ein Dutzend, also 12 x 12 = 144 Stück. Wer also statt einem kleinen Tütchen Tee oder Seifenpulver eine ganze Kiste wollte, bekam sie hier. Der Preis war dann natürlich günstiger, allerdings wurde ein Aufschlag für die Verpackung berechnet. Ein bis fünf Mark war für eine Blechdose oder Holzkiste zu zahlen.

 

en gros

 

en detail

 

 

Kaffee-Zusatz-Essenz – Teil 2 – Muckefuck


Teil 2 der kleinen Kaffee-Zusatz-Reihe erscheint nun, entgegen anders lautender Ankündigungen, erst heute. Ebenso wie gestern, als ich euch eine Verkaufsdose der Pfeiffer & Dillers Kaffee-Zusatz-Essenz vorgestellt habe, gibt es heute eine weitere Blechdose, in der ein Kaffee-Ersatz bzw. -Zusatz verkauft wurde.

 

Während jeder den Caro-Kaffee als koffeinfreie Alternative zum Bohnenkaffee kennt (übrigens ein Produkt der Firma Nestlé), ist Linde’s Kaffee-Ersatz weitgehend unbekannt, obwohl er sogar noch heute in fast jedem Supermarkt zu finden ist. Hier die aktuelle Verpackung, die sich in den vergangenen 60 Jahren nur unmerklich verändert hat.

Eine Neuerung: auch Linde’s gehört inzwischen zu Nestlé.

Die Geschichte von Linde’s ist sehr interessant. Der Kaffeetraditionsverein hat recherchiert, daß bereits 1892 eine Dampfmaschine der Maschinenfabrik Augsburg AG (ab 1908: MAN) zur Herstellung von Kaffee-Essenz aufgebaut wurde.  Wikipedia weiß: Während des „Dritten Reichs“ (1933–1945) entstand der Begriff Kaffee-Surrogat-Extrakt, dieses Produkt wurde staatlich verwaltet. Diese staatliche Verwaltung bestand auch noch in den Anfängen der Bundesrepublik fort. In der deutschen Nachkriegszeit war Bohnenkaffee Mangelware. In Gaststätten fand man daher auf der Getränkekarte auch „Deutscher Kaffee“, eine Umschreibung für Ersatzkaffee. Marktführer war damals „Linde’s Kaffee-Ersatz-Mischung“ (Gebr. Linde G.m.b.H., ab 1973 Nestlé Food Service)

Wer einen Werbefilm aus dem Jahr 1953 anschauen möchte, klickt hier.

Im Unterschied zu vielen anderen Blechdosen, wartet meine Lindes-Dose durch wenig Einfallsreichtum auf.

vorn, hinten

links, rechts, oben,

überall dasselbe Motiv. Aber was sollte man in Zeiten des Mangels an Rohstoffen auch groß bewerben? Die Menschen sehnten sich nach echtem Bohnenkaffee anstatt nach Muckefuck.

Der Begriff Muckefuck, der bereits im Zweiten Weltkrieg eine gängige Umschreibung für Kaffee-Ersatz war, leitet sich übrigens aus dem verballhornten französischen „Mocca faux“ (falscher Kaffee) her.

Kaffee-Zusatz-Essenz – Teil 1


Geneigte Leserschaft! Ihr werdet es bemerkt haben: gestern gab es keinen Artikel. Wie konnte es dazu kommen? Ganz einfach. Der erste Artikel, der nach meinem Urlaub erschienen ist (die Stuhlkarten), wurde natürlich bereits vor meiner Abreise vorbereitet. Der Plan, die nachfolgenden Beiträge nach der Ankunft zu schreiben, ist schlicht und einfach – ohne lange drumherum zu reden – wie soll ich es ausdrücken?, am allgemeinen Chaos gescheitert: Rucksack auspacken, Katzen begrüßen und umspielen, Wäsche aus den Mitbringseln und Schuhen herauspopeln (wo sie als Polster dient) und waschen, Rucksack nebst Zubehör verpacken und verstauen, Kühlschrank befüllen, erfolgreiche Ankunft bei denen melden, die an dieser Auskunft interessiert sind und schließlich mit einer Tasse Kaffee erschöpft auf’s Sofa sinken.

Und dieser Kaffee, beziehungsweise sein Vorgänger, soll heute unser Thema sein. Damit ihr angemessen entschädigt werdet, gibt es heute sogar zwei Artikel zum selben Thema: Kaffee-Zusatz-Essenz-Dosen

Nummer 1 stammt von der Firma Pfeiffer & Dillers aus Worms.

Sie war nicht nur eine der größten Kaffee-Ersatz- und -Zusatz-Fabriken, sondern zugleich einer der größten Arbeitgeber im Worms der Zeit zwischen 1880 und 1916. Wer Details zur Firma lesen möchte, klickt hier und landet bei Wikipedia.

Ich hatte schon in meinem Artikel über die Magdeburger Kaffee-Ersatz-Firma Robert Brandt erklärt, was man unter Kaffee-Zusatz versteht. Neu herausgefunden habe ich, daß neben gerösteter Zichorie auch karamellisierter Rübenzucker ein Bestandteil der Zusatz-Essenz war. Ebenso könnte ich mir Malz vorstellen, das ja durch seine Eigenschaft, Lebensmittel braun zu färben und damit dem Verbraucher eine angenehmere Produktfarbe vorzutäuschen, nicht nur in Getränken verwendet wurde, sonder besonders heute ein beliebter Zusatz in Brotmehlen ist um blassen Weizenbroten die scheinbar so gesunde dunkelbraune Vollkornbrotfarbe zu geben.

In meiner Dose wohnt übrigens mein Mah-Jongg-Spiel. Und wer genau hinsieht, kann am linken Rand des Deckelmusters noch eine kleine Kette entdecken. Die war ursprünglich am Unteren Teil der Dose befestigt und diente dazu, den Deckel repräsentativ geöffnet zu halten. Diese Kette ist meist verschwunden, aber fast immer abgetrennt, weil die Benutzung der Dose damit unpraktisch wurde. So erging es übrigens auch der Schwesterdose im Deutschen Digitalen Museum.

Die Dose dürfte aus einer Zeit nach 1920, aber vor 1940 stammen.

Es gab übrigens einmal einen Werbe-Trickfilm von Pfeiffer und Dillers. „Der Kaffeeonkel kommt“ handelte von dem gutmütigen, alten Mann mit Hausmütze, der seit jeher als Logo diente. Die einzige nachgewiesene Kopie dieses Filmchens ist bedauerlicherweise im Zuge der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und wird heute nur noch im „Lost Films“-Verzeichnis des Bundesarchivs unter Nummer 345 geführt.

Blockmalz


Die einen mögen sie, die anderen nicht. Malzbonbons. Eigentlich nur ein ganz normaler Bonbon mit Malzgeschmack, so süß und so gesund.

Echt Hohberger’s Bayrischer Blockmalz-Zucker garantiert aus München gibt es heute nicht mehr. Laut dem Dosenpapst stammt sie aus den 1950er Jahren. Und der kennt sich aus, also glaube ich es ihm.

Der Blockmalz-Mann würde mir als Kind etwas Angst machen.

mundgerecht zerschlagen, ungewickelt. 5kg – lecker!

 

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