Erste Hilfe bei Unglücksfällen – Der Samariter – 1914 – Der Leitfaden


Ihr wart mit dem Abbildungsband neulich nicht zufrieden? Dann sollt ihr hier auch noch den Textband bekommen.

Teil 1 – Leitfaden

Er beginnt, womit der Bildband endete: Werbung für Bardella und den Pulmotor.

 

Noch mehr Werbung. Nun für zwei Bücher: „Erste Hilfe bei Unfällen bis zur Ankunft des Arztes“ und „Grundlagen der Krankenernährung“

 

Eine kleine Einleitung und das Inhaltsverzeichnis

 

Das Büchlein ist in fünf Doppelstunden gegliedert.

 

Es folgen die Beschreibungen, die zu den Tafeln passen, die ich euch neulich gezeigt habe:

(ihr erinnert euch)

 

Über die Blutstillung

 

Was tun bei Brandwunden und Augenverletzungen?

 

Praktische Handgriffe beim Ausziehen der Kleider und die Grifftechniken für Tragegriffe

 

Blutvergiftung

Schnellverbände (Tafeln 12, 13, 14, 15, 17, 18)

 

Über den Transport

 

  1. Doppelstunde: Ohnmacht und mehr

 

Bewußtlosigkeit, Nasenbluten, Blutsturz, Hitzschlag

 

Wie erkennt man Scheintote?

 

Unfälle im elektrischen Betrieb

 

Tragbahren

 

Und schließlich die 5. Doppelstunde – es geht los mit den Kommandos zum Tragen eines Verletzten. Ist das nur bei uns Deutschen so militärisch, oder muss man es so machen, damit der Verletzte beim Anheben nicht herunter rollt?

„Zum Wegtragen – Angetreten!“, „Faßt an!“, „Fertig! – Hebt – aauuf!“, „Trage – Marsch!“

Die Verladung und Befestigung der Trage im Eisenbahnzug

 

Am Ende gibt es noch eine Anleitung zur Bedienung des Pulmotors.

 

Über Körperübungen für Kinder und Frauen

 

Und zum Schluß der Hinweis für „jeden, der sich über die politischen Einrichtungen und die Grundlagen unseres staatlichen und wirtschaftlichen Lebens genau unterrichten will, empfehlen wir die Anschaffung der bekannten Bürgerkunde Deutsche Staats- und Rechtskunde von Glock“ oder aber Turnbücher von Maul

 

Eine Zugabe für alle, die sich schon immer gern eine Fahrradbahre anschaffen wollten:

 

Ein anderes Samariterbüchlein aus dieser Zeit findet ihr hier.

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Erste Hilfe bei Unglücksfällen – Der Samariter – 1914 – Der Bildteil


Neulich habe ich euch versprochen, zum Deutschen Hautpflaster auch das Büchlein über die Erste Hilfe vorzustellen. Ich habe es nicht gefunden, allerdings ist mir ein anderes auf dem Trödelmarkt begegnet, und ich habe es mitgenommen.

Der Samariter, und hier das zweite Büchlein mit den Abbildungen. Arthur Schulz, der Vorbesitzer dieses Büchleins schien es nicht mehr zu benötigen.

Ganz vorn eine schöne Werbeanzeige einer Firma für Verbandstoffe.

Und schon folgen die Abbildungen zu Endzipfeln und Tragetüchern

Tipps zu Blutstillung durch Fingerdruck, Stöckchen und Tücher

Brüche und Verrenkungen (der Unterkiefer gefällt mir sehr gut). Beachtet bitte auf der rechten Seite die Erfindung des Autors: Dr. Blumes keimfreier Finger-Schnellverband!

Wie entfernt man Rock und Stiefel bei Brüchen? Mit dem Rock ist hier allerdings nicht der Damenrock gemeint, sondern der frühere Dienstrock des Herrn. Heute werden die Klamotten einfach aufgeschnitten, damals war ein Kleidungsstück noch wertvoller. Da wurde erst geschont und dann geschient.

Die folgende Seite gefällt mir gut. Wer möchte sich denn mal als Testperson zur Verfügung stellen?

Hier einige gängige Unglücksfälle. Es ist immer gut, sich mit den Situationen vorher vertraut zu machen, um später sofort einsatzbereit zu sein.

Lagerungen des Verunglückten und Bindentouren. (unten rechts: das habe ich auch mal gelernt)

Wie transportiert man den Kranken? Tolle Ideen. Die Fahrradtragbahre ist eine prima Sache.

Rauf und runter geht die Reise

Zum Einladen – angetreten! Und schon hängt der Patient am Gepäcknetz im Wagen der III. Klasse.

Der elektrische Strom war 1914 schon ein Thema. Wie gut, wenn man damals einen praktischen Spazierstock aus Holz dabei hatte.

Zum Schluß stelle ich euch den „Pulmotor“ vor – ein Gerät zur künstlichen Beatmung. Es sieht sehr simpel aus, ist aber in gewisser Weise der Vorläufer unserer heutigen Geräte und die Grundlage der Weiterentwicklung. Auf der rechten Seite Werbung für die Bardella. Was vielleicht nach einer Margarinesorte klingt, ist aber eine sterile Mullbinde nach Dr. von Bardeleben (aha, daher Bardella).

Mir gefällt das Büchlein nicht zuletzt wegen der altmodischen Herren. Wer sich mit Erster Hilfe auskennt, wird vielleicht bemerken, dass sich im Laufe der Zeit einige Empfehlungen gewandelt haben. Ich bin bedauerlicherweise nicht so firm in der Ersten Hilfe, glaube aber, bei der Lagerung und Beatmung könnten einige Hinweise überholt sein.

Den 1. Band mit dem Textteil zu allen Tafeln findet ihr übrigens hier.

Ein anderes Samariterbüchlein aus dieser Zeit findet ihr hier.

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