Dochtschere


Etwas, das heute überhaupt nicht mehr gebraucht wird, ist eine Dochtschere. Wird ein Docht zu lang, beginnt die Kerze zu rußen und der fettige Dreck klebt irgendwann an der Decke und macht unschöne Flecken.

 

Meine Dochtschere ist von 1720 und es hat lange gedauert, sie auf einem Trödelmarkt zu finden. Dafür sieht sie sehr schmuck aus, was sich bedauerlicherweise im Kaufpreis niedergeschlagen hat.

 

Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Jeder, der schon einmal den Docht einer Kerze abgebrochen oder abgeschnitten hat, kennt die Sauerei, die Ruß an Schere, Fingern, Sachen und Tischdecke hinterlässt. Hier kommt die Dochtschere ins Spiel.

Schere auf

 

 

Der Docht wird abgeschnitten und mit der Klappe direkt in den Behälter geschoben. Man kann ihn dann in den Mülleimer schütten ohne ihn berühren zu müssen oder ihn unterwegs fallen zu lassen.

 

(leider ist es mir nicht gelungen, das für euch zu fotografieren, da ich das Handicap habe, nur über zwei Hände zu verfügen)

Übrigens: Die Spitze vorn dran dient dazu, den Docht nach oben zu biegen, falls er sich zu weit ins Innere der Kerze eingerollt hat.

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