Arbeiterrückfahrkarten, Arbeitermonats- und Arbeiterwochenkarten – DDR 1967, 1968


Vor langer Zeit habe ich euch erklärt, was eine Arbeiterrückfahrkarte war. Wer es vergessen hat, schaut hier noch einmal nach.

Heute habe ich für euch den bürokratischen Teil – den Antrag auf Ausgabe von Arbeiterrückfahrkarten, Arbeitermonats- und Arbeiterwochenkarten ausgewählt.

Hier der Antrag für die Arbeiterrückfahrkarte meiner lieben Tante nach Erfurt:

Und hier der Antrag auf ihre vergünstigte Wochenkarte zur Fahrt zwischen ihrem Studentenzimmer bei Fräulein Betty Neumann und dem Wohnungsbaukombinat in Lichtenberg oder davor in Köpenick.

Die Rückseiten der Anträge will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Zuerst die Arbeiterrückfahrkarte mit den Stempeln der Fahrkartenausgabe. Auf diese Weise wurde vermieden, dass auf einen Antrag mehrere Fahrkarten gekauft wurden. Um Papier zu sparen wurden die Wochen Halb Jahresweise gemeinsam angegeben. Oben das erste Halbjahr 1. bis 26., unten das zweite Halbjahr 27. bis 52. Woche. Meine Tante ist demnach am 5. Oktober 1967, einem Donnerstag vor dem Tag der Republik, der auf den Sonnabend (damals noch ein Arbeitstag) fiel, am 3. November, dem Freitag nach ihrem 30. Geburtstag, dem 29. November, über Weihnachten am 22. Dezember und zweimal im Februar 1968 zu ihrer Mutter und meiner Mutter, ihrer Schwester gefahren.

Ihre Anträge für Wochenkarten der Berliner S-Bahn seht ihr hier. Wieso sie zwei Wochenkarten in Woche 11, 1968 gekauft hat, kann ich euch nicht sagen.

Und damit endet mein heutiger Exkurs mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der DDR zum verbilligten Preisen. Andere Artikel zum öffentlichen Nahverkehr der DDR findet ihr hier.

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ADAC Wochenendfahrt durch Thüringen – 1929


Die meisten Autofahrer in Deutschland sind Mitglied in einem der beiden großen Automobilclubs. Der ADAC ist dabei Spitzenreiter und jeder kennt die gelben Autos und Hubschrauber.

Der ADAC wurde bereits 1903 als Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung gegründet. Aufgrund steigender Autofahrerzahlen, beschloss man schon 8 Jahre später, im Jahr 1911, sich in Allgemeiner Deutscher Automobil-Club umzubenennen. Mit einem kurzen Zwischenspiel als Der Deutsche Automobil-Club (DDAC) während der Zeit des Dritten Reiches und als Konkurrenz zum Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK), sammelte der ADAC Mitglieder, die sich heute auf nahezu 21 Millionen Kraftfahrer beläuft. Während mein Großvater Mitglied des ADAC war, war mein Großonkel im NSKK. Dazu ein anderes Mal mehr.

Damals wie heute veranstaltet der ADAC Ausfahrten. Kraftfahrer treffen sich mit ihren – meist gut gepflegten und schön zurecht gemachten – Fahrzeugen, um eine gemeinsame Route zu fahren. Damals wie heute sind dabei noch immer die gleichen Autos unterwegs.

Die Autos meiner Großeltern wollte ich euch schon länger vorstellen. Es wird Zeit, das nachzuholen. An einem von ihnen war das heutige Relikt angebracht.

Ziemlich groß und ganz schön schwer kommt es daher. Die Aufschrift lautet:

AUTOMOBILCLUB „MITTELTHÜRINGEN“ KÖNIGSEE/THÜRINGEN

15.-16. VI 1929

A.D.A.C. WOCHENENDFAHRT NACH SCHWARZBURG

 

Ich würde die Plakette gern an meinen Kühlergrill anbringen. Allein, mein Auto hat keinen, der groß genug wäre. Außerdem würde man sie mir bestimmt klauen. Also liegt sie in einer Kiste, ungeputzt und ungenutzt.

Drei kleine Dinge aus der Handtasche


In Handtaschen findet man erstaunlich viele Sachen. Oder eben auch nicht.

In unserem heutigen Artikel geht es um drei kleine Papierbriefchen, die ich sonst nicht zuordnen konnte und die mir für einen eigenen Beitrag zu murkelig erscheinen.

Auf dem ersten Briefchen findet ihr Werbung für Brotbeutel, Feldflaschen, Koppel, Tornister, Leder- und Spielwaren. Daraus lässt sich noch nicht vermuten, was sich drin befindet.

Da ist es bei Nummer zwei in leuchtendem Orange schon einfacher – Jupiter, Deutsche Zündwaren-Monopolgesellschaft Berlin. Das klingt nach Streichhölzern. Noch dazu, wo ich euch schon ausführlich darüber informiert hatte, was es mit dem Zündwaren-Monopol in Deutschland und seiner hölzernen Wurzel in Schweden auf sich hat. Ihr erinnert euch nicht mehr? Dann klickt hier.

Unten seht ihr einen blechumrandeten Anhänger der Sparkasse des Kreises Weißensee zu Erfurt. Hierzu musste ich etwas recherchieren, habe aber bei Wikipedia gefunden, dass es sich um einen Vorgänger der Sparkasse Mittelthüringen handelt. Lest hier für die Geschichte.

 

Schauen wir uns die Rückseiten an:

 

Aha, Firma Hintze & Venth aus Erfurt sind die Hersteller der eben erwähnten Leder-, Spiel- und Armeeausrüstungswaren. Und sie haben uns für 5 Pfennig ein Zahnstocherbriefchen verkauft. Hygienisch – staubfrei – abtrennbar. D.R.G.M.

Die Rückseite des Sparkassen-Anhängers listet uns Notfall-Telefonnummern auf. Polizei: 25261, Ueberfall: 01, Feuer: 02, Unfallwache: 21000 oder 27300, Auskunft: 8, Fernamt: 00 (weswegen wir heute noch 00 vor einem Auslandsgespräch vorwählen müssen), Störungsmeldungen: 7, Rundfunkentstörungsstelle: 28041, Nebenstelle: 43, dieselbe Werktags und Sonntags ab 13 Uhr: 27289, Krankenhaus: 25171, Arzt: zum selbsteintragen. Das war ja wirklich kompliziert. Wir können uns glücklich schätzen, heute für Ueberfall, Unfallwache und Polizei die eine Nummer 110 zu haben. Wusstet ihr, das die 1-1-0 in Zeiten des Wählscheibentelefons ausgesucht wurde, weil im Telefonamt die Wählvorrichtung bei der 1 kurz geklackert hat, bei der zweiten 1 ebenso und bei der 0 ganz lang (weil man für die 0 die Wählscheibe bis ganz zum Anschlag drehen musste). Damit konnte das Fräulein vom Amt schon hören, das es ein Notruf war und ihn bevorzugt bearbeiten. Dasselbe gilt übrigens für die amerikanische Notrufnummer 911, nur dass hier zuerst die lange und dann die beiden kurzen Nummern kommen. Interpretiert man die Tonfolgen kurz-kurz-lang (110) bzw. lang-kurz-kurz (911) als Morsezeichen, erhält man in Deutschland ein U wie Unfall und in den USA ein D wie Disaster. Ob es da einen Zusammenhang gibt, weiß ich nicht. Das ist nur von mir geraten.

 

Und da ihr sicher alle gespannt seid, was uns erwartet, wenn die beiden Briefchen aufgeklappt werden, möchte ich euch nicht länger hinhalten. Stattdessen könnte ich euch einen Zahnstocher oder ein Streichholz hinhalten und anbieten.

 

Alle drei Dinge stammen vermutlich aus den 1930er oder 1940er Jahren. Der D.R.G.M.-Vermerk wurde nur bis 1945 benutzt. Die Zündholzadresse in Berlin NW 40 verweist auf eine Adresse in der Nähe des Lehrter Bahnhofs (heute steht dort der Berliner Hauptbahnhof). Diese Unterteilung der Postbezirke Berlins gab es von 1862 bis zur Einführung der Postleitzahlen im Jahr 1962. Die Sparkasse existierte unter diesem Namen bis in die 1950er Jahre.

Wer genauere Details hat, möge einen Kommentar hinterlassen.

Saccharin als Zuckerersatz


Schon 1878, also acht Jahre vor Erfindung der ersten Coca-Cola wurde durch Zufall ein Zuckerersatzstoff entdeckt – das Saccharin. Laut Wikipedia 300- bis 700-mal süßer als Zucker und damit viel ergiebiger, wurde es von der Industrie mit offenen Armen empfangen.

So verbreitet bei der Lebensmittelherstellung, wie es heute, in Zeiten überhöhter Zuckeraufnahme Verwendung findet, war es damals nicht. Es eignete sich jedoch hervorragend für Diabetiker, da Saccharin verträglicher war.

Wer es für den heimischen Gebrauch nutzen wollte, konnte Saccharin beispielsweise als Kristall-Süßstoff in kleinen Tütchen kaufen.  

Eineinviertel Gramm Saccharin entsprachen hier 550 Gramm Zucker. Das ist schon eine ganze Menge.

 

Was es mit einer H-Packung auf sich hat, konnte ich noch nicht herausfinden. Es gab Saccharin auch als Süßstoff-Tabletten. Bei denen stand auf der Vorderseite ein großes G. Wer mehr darüber weiß, schreibe einen Kommentar. Update: Ein großes Danke an meinen treuen Leser emcsegler! Er hat herausgefunden, dass Pakete mit dem Aufdruck G für die Zubereitung von Getränken bestimmt waren, das H hingegen angezeigt hat, dass der Inhalt zum Kochen geeignet ist. Wieso? Den Tabletten – in G-Verpackung – war Natron beigemischt, das beim Mitkochen den Geschmack der Speise nachteilig beeinträchtigen kann. Das Pulver in den H-Tütchen enthielt kein Natron. Danke!

Interessant ist die Aufschrift „Genehmigte Inlandspackung“. Hierzu habe ich einiges gefunden. So konnten offenbar einige Produkte nur mit staatlicher Erlaubnis und nur für eine begrenzte Dauer in Verkehr gebracht werden. Seht mal hier (ich hoffe, der Link hält noch eine Weile). Die Genehmigung, eine Süßstoffpackung als Würzmittel in Verkehr zu bringen, musste vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen erteilt werden.

Eine genaue Datierung des Tütchens ist mir noch nicht gelungen. Es gab diese Aufschrift in den 1920er Jahren, aber auch in den 1930ern. Der Schrift nach würde ich eher in die 1930er tendieren.

 

Trauriges Tagebuch meiner Oma


Heute stelle ich euch in der Reihe der kleinen Handschriften-Reihe (die ganze Serie gibt es hier) ein kleines Tagebuch vor, das meine Oma als Jugendliche begonnen hat und nach dem Tod ihres Ehemanns als Erinnerungsbuch weiter geführt hat. Es ist nicht wirklich ein Tagebuch, da es keine fortlaufenden Eintragungen enthält. Vielmehr handelt es sich um ein Buch voller Andenken. Einige davon werde ich euch hier und heute zeigen.

 

Schlägt man das Büchlein auf, stößt man auf einige Bilder, die meiner Oma wohl besonders viel bedeutet haben.

Unter dem wohl von ihm geschriebenen und wahrscheinlich an eine Karte, einem Blumenstrauß oder einem Geschenk befestigten Kärtchen „aus Liebe“ seht ihr meinen Opa als schmucken Mann, darunter als junger Drogist neben seinen Mitlehrlingen oder Angestellten, oben rechts als Soldat im Einsatz an der Ostfront und unten links die beiden Gräber von ihm – gefallen im Alter von 35 Jahren – und seinem besten Freund und bei der Wehrmacht Chef Fritz Stille. Während mein Opa „nur“ Unteroffizier war, schaffte es Freund Fritz bis zum Leutnant.

 

Zwischen den nächsten Seiten hat meine Oma ihr Hochzeitsfoto und ein paar getrocknete Rosenblätter aufbewahrt. Nach ihrem Tod haben wir ein Foto ihres Sarges dazugelegt.

 

Weiter geht es mit einem Foto der beiden Freunde. Ernst und Fritz, der nicht so klein war, wie es scheint, sondern der hier in einem Loch steht.

 

Ein Gedicht aus der Zeit gegen Ende oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Meine Oma hatte 1941 noch ihr viertes Kind (das dritte überlebende – siehe meinen Mutterkreuz-Artikel) – meine Mutter – bekommen. Sie und ihr Vater sollten sich nie kennenlernen. Die Geschichte dazu gab es schon im Artikel über die Ausbombung. Meine Oma lebte 1942 mit ihren Kindern (5, 2 und 1) nach dem Fliegerschaden zuerst beim Bruder in Arnstadt, dann bei den Eltern in Erfurt. Viel Arbeit, viel Not, kein Mann zur Unterstützung.

 

Wir springen ca. 15 Jahre zurück. Zum Ende der Schulzeit – wahrscheinlich am letzten Schultag – gaben sich alle Freundinnen gegenseitig einen guten Spruch mit auf den Weg.

Meine Oma war 16 und ihre Freundinnen haben ihr diese Zettel zukommen lassen. Ich weiß nicht genau, wie man sich das vorstellen kann, denke mir aber, dass jeder dieser Zettel aus zwei Hälften bestand und in einem Block oder Büchlein zusammengebunden war. Alle Blätter hatten eine Herzform, man notierte auf der oberen Hälfte, wem man wann einen Zettel gegeben hatte, schrieb einen Spruch, riß den unteren Teil ab und gab ihn der Freundin.

Hier die Ratschläge der besten Freundinnen, die ebenfalls um die 16 gewesen sein werden. Früher nannte man es das Backfischalter.

Wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden. Storm (aus dem Oktoberlied) Denke gern an unsere freudige Jugend! Deine Annemarie Kilian. Erfurt, d. 2.4 27

Einen Mund, der nicht küßt, ein Herz, das nicht geliebt, weiß nicht was für selige Stunden es gibt. Zum Andenken, Cäte (?) Jacobsohn, März 1927

Die Liebe und der Suff, die reiben den Menschen uff. Zum Andenken an Ruth Karlstadt, Erfurt, d. 2.4.27

Wenn der Mond macht seine Runde, ist zum Küssen die beste Stunde. Befolge das! Hilde Kahlert, 2.4.1927

Gibt dir das Schicksal einen Puff so weine keine Träne. Lach dir ’nen Ast und setz dich druf und baumle mit de Beene! Zur Beherzigung! Mops Rottig, den 2.4.27

Liebe und Wein vertragen sich fein, denn Liebe ist ein Blümchen und will begossen sein. Merk‘ dir’s! Deine Margot (?), Erfurt, d. 2.IV.27

 

 

Ein Kuß ist das Zusammenbauzen zweier kleiner Menschenschnauzen! Zur frdl. Erinnerung an unsere schon lustige Schulzeit! Hildegard Krubzig d. II.IV.27

Lieb macht Wasser heiß, doch Wasser niemals Lieb zu kühlen weiß. (Shakespeare) Zur Erinnerung Erna Lautzsch, Erfurt, den 2.4.27

Bescheidenheit ist eine Zier, drum liebe einen und nicht vier! Zur Beherzigung! Hilde Wittsack. Erfurt, den 2.4.1927 (Anmerkung: 53 Jahre später sind die beiden zufällig in Nachbarhäuser umgezogen, haben sich nach zehn oder zwanzig Jahren wiedergetroffen und waren bis zum Tod meiner Oma gute Freundinnen)

Willst du ins Ausland dich verlieben und macht die fremde sprach dir Qual, küssen kannst du hüben so wie drüben, denn der Kuß ist international! Zur Erinnerung an Irmgard Harrigfeld. Erfurt, den 2.4.1927

So nimm denn meine Hände und führe mich, in eine stille Ecke und küsse mich! Zur Erinnerung! Lotte Beer. April 1927.

Erst kommt der Frühling und dann die Liebe. Und dann und dann kommt „Er“. Da lernt man küssen, ja richtig küssen, und hält verliebt sein Schnäuzchen her. Zur Erinnerung an Traudl Roth.

 

Lass deine Liebe nicht ermatten, auch nicht bei 30° im Schatten! Zur Beherzigung! Grete Lösch. Erfurt, d. 2.4.27

Liebe Friedel Du sollst leben und dein Liebster auch daneben, doch vor einem warn‘ ich dich, küsse nicht so fürchterlich! Befolge meine Warnung! Deine Gertrud Pischinski (?) den 2. April 1927.

Schweigen ist Silber, reden ist für Dich Gold. Lotte Arnold. Im Frühling 1927

Eener alleene is nich scheene. Eeene alleene is och nich scheene! Aber eener und eene – und dann alleene – das is scheene! Zur Erinnerung an Elisabeth Saß.

 

Wieder zurück ins Jahr 1941.

Das Foto zeigt meine Großeltern, auf dem Schoß des Opas meine Tante (Jahrgang 37) und mein Onkel (Jg. 40). Da der Bengel ca. ein Jahr alt zu sein scheint und meine Mutter 1941 folgte, dürfte meine Oma hier schon ordentlich schwanger gewesen sein.

Um das Foto habe ich drei Zeitungsausschnitte gelegt, die im Tagebuch auch an dieser Stelle liegen. Oben links eine Ermahnung, die Todesanzeigen in der Tagespresse – 1942 kamen sie schon reichlich – mehr zu würdigen. Daneben die Todesanzeige für den eigenen Mann und unten der Frontbericht, der beschrieb, wo Opa war und dann auch blieb.

 

Noch ein weiterer Bericht.

 

Ein Gedicht zum Heldengedenktag aus der Thüringer Gauzeitung vom 21. März 1943. So ungern man heute über Dinge wie einen Gedenktag zur Ehrung der Helden der Deutschen Wehrmacht reden möchte, hat er seinerzeit meiner Oma viel bedeutet und sie hat bestimmt noch einmal mehr an ihren toten Mann gedacht.

 

Nochmal ein Blütenblatt und zwei getrocknete Edelweiß. Früher fand man die auf Wanderungen noch häufiger.

 

Noch drei Fotos und zwei Notizen:

  • oben links: die beiden Freunde Ernst und Fritz Stille, 1941. Rußland.
  • oben rechts: Mein „Weltenbummler“. bekommen am 28.8.28
  • rechts unten: ein Minifoto meiner beiden Großeltern
  • zwei Notizzettel mit Verabredungen zu (heimlichen?) Treffen:
    • Treffen wir uns um 8 Uhr Ecke Schlößerstraße u. Anger bei Lamm. frdl. bis dahin hoffentlich mit besserer Laune
    • treffen wir uns heute abend   ja? nein?

 

Zwei Fotos, die den Liebsten bei der Arbeit in unserer Drogerie zeigen. Einmal allein, einmal beide gemeinsam.

 

Und zum Schluss noch zwei Fotos in schmucker Pose und bei einem Ausflug mit dem Bruder des Liebsten.

 

Damit endet dieser Artikel, der mich einerseits traurig gestimmt hat, andererseits lebt ein Mensch in den Gedanken an ihn weiter. Das tun meine Oma und mein Opa hier. Mehr zu ihnen findet ihr im Artikel „Briefe von der Front„.

 

 

Hochzeitsfoto 1909


Ich habe wieder etwas gefunden, das ich euch nicht vorenthalten möchte: Das Hochzeitsfoto meiner Urgroßeltern. Nachdem ich euch vor viereinhalb Jahren bereits in einem Artikel über ihre Verlobung berichtet hatte (siehe hier: Verlobungs-Glückwünsche), kam es am 1. Juni 1909 schließlich zur Hochzeit.

 

Das Brautpaar in der Mitte, die Freunde meines Urgroßvaters aus der Studentenvereinigung zur Seite, die Väter im Hintergrund und am Rand und die Mütter des Brautpaares schüchtern in der Gartentür.

Den Bräutigam kennen wir schon von hier. Nun schließt sich auch der Kreis zur Widmung auf dem studentischen Tablett. Einer der Studenten ist somit August Schäfer, die anderen seine Leibburschen. Wer die hübschen Damen an den Armen der Herren sind, ist mir zur Zeit nicht bekannt.

Die Brauteltern gibt es auch in ernst:

 

Ebenso die Braut:

ein Jahr vor ihrer Heirat:

 

Die Eltern des Bräutigams waren da schon besserer Laune:

 

Und zum Abschluß habe ich euch ein Foto rausgesucht, das den Bräutigam ein paar Jahre später in seiner  Drogerie zeigt. Zu seiner Seite stehen die Lehrlinge und der Buchhalter. Unten in der Mitte der selbstgemachte Hundekuchen für 30 Pfennig das Pfund.

Die Germania-Drogerie in Erfurt gibt es heute nicht mehr. Sie ist nun zum Drogerie-Bistro geworden und einen Besuch wert. (zur Webseite)

Ein Jugendstil-Bierglas


Gefunden und für gut befunden – über dieses Bierglas, das vermutlich aus den 1910er oder 1920er Jahren stammt, gibt es nicht viel zu berichten. Es sieht einfach nur schön aus und schon mein Uropa hat daraus getrunken.

 

Nun steht es bei mir rum und wartet auf den Tag, an dem es runterfällt.

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