Im Namen des Führers – vom außerplanmäßigen Postinspektor zum Postinspektor auf Lebenszeit – Juli 1941


Den Abschluß unserer kleinen Beamtenbeförderungs-Trilogie bildet heute die Ernennungsurkunde des gestern schon vorgestellten Herrn Liebold vom außerplanmäßigen zum Postinspektor auf Lebenszeit. Die Beförderung kam nur 6 Monate später, also wahrscheinlich nach erfolgreich bestandener Probezeit. Damit dürfte Herr Liebold sich fern dem Felde ausgiebig um die Zustellung der Feldpostbriefe seiner Volksgenossen gekümmert haben. Wahrscheinlich sogar nicht mal das.

Ernennungsurkunde Juli 1941

 

 

Die weitere Karriere des Herrn Liebold kenne ich derzeit noch nicht. Vielleicht taucht ja noch ein weiteres Schriftstück in meinem Fundus auf und wir lernen ihn oder seine Familie noch besser kennen.

Ernennungsurkunden hatten wir genug. Mal sehen, was uns der Herr Museumsdirektor auf Lebenszeit morgen schönes beschert.

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Im Namen des Führers – vom Postfacharbeiter zum außerplanmäßigen Postinspektor – Januar 1941


Gestern gab es eine Ernennungsurkunde, heute schon wieder und morgen kommt noch eine.

Was der Kaiser konnte, war auch dem Führer und Reichskanzler gegeben – die Beförderung seiner Beamten. Ähnlich wie der gestern vorgestellte Herr Rauhe während des Ersten Weltkrieges befördert wurde, geschah es auch mit Julius Wilhelm Paul Liebold, diesmal aber im dritten Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges.

Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, daß der Hintergrund dieser Aktion der Wunsch gewesen sein könnte, sich als Postbeamter unentbehrlich zu machen und damit einer Einberufung an die Front zu entgehen. Wohl dem, dem es gelungen ist.

Ernennungsurkunde Januar 1941

Im Namen des Königs – vom Postboten zum Briefträger – 1917


Wenn jemand vom Postboten zum Briefträger ernannt wird, klingt das für mich nicht nach einer Veränderung. Daher habe ich mich schlau gemacht und herausgefunden, daß der Postbote auch Pakete zustellt, wohingegen der Briefträger nur Briefe tragen (und zustellen) muß. Somit ist die Beförderung tatsächlich ein Aufstieg, da man nicht mehr so viel schleppen muß, stattdessen bei der Zustellung auch ein Pläuschchen mit der Empfängerin oder dem Empfänger halten kann und vielleicht sogar mehr Verantwortung erhält, sofern Geld- oder Wertbriefe zugestellt werden müssen.

Diese steile Karriereleiter hat unter anderem auch Karl Friedrich Wilhelm Rauhe erklommen. Rückwirkend zum 1. April wurde er am 3. Juni 1917 befördert und bekam diese riesige Ernennungsurkunde.

Ernennungsurkunde 1917

 

 

Ganz unten steht Bestallung. Auch das musste ich nachschlagen. Wikipedia weiß Rat: „Einsetzung in ein Amt, auch die Anstellung eines Beamten“

Da haben wir doch alle wieder fein etwas dazugelernt und der Tag war nicht umsonst.

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