Ein Jugendstil-Bierglas


Gefunden und für gut befunden – über dieses Bierglas, das vermutlich aus den 1910er oder 1920er Jahren stammt, gibt es nicht viel zu berichten. Es sieht einfach nur schön aus und schon mein Uropa hat daraus getrunken.

 

Nun steht es bei mir rum und wartet auf den Tag, an dem es runterfällt.

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Deutsches Reichs Einkoch-Glas


Was es nicht alles gibt!

Dieses Glas habe ich neulich auf dem Dachboden gefunden.

 

 

Ob es von einer Firma „Reich“ stammt oder an den Patriotismus der Deutschen zwischen den beiden Weltkriegen appelliert, habe ich noch nicht herausgefunden. Auf jeden Fall habe ich auf dem Dachboden festgestellt, daß es seinerzeit Unmengen verschiedener Einkochglas-Hersteller gab, von denen fast jeder ein eigenes Glas- und Deckelformat hatte. Somit passte nahezu kein Deckel auf ein fremdes Glas. Welch ein Spaß für die einkochende Hausfrau. Durchgesetzt hatte sich letzten Endes das System der Firma Weck, die auch gleich den Begriff „einwecken“ geprägt hat.

 

Ich habe mir zu meinem Deckel ein 1 Ltr.-Glas ausgewählt und benutze es als Keksdose. Für Butterkekse prima geeignet, hat es sich gestern beim ersten Versuch, auch schokoladeumhüllte Kekse hinein zu legen, in der Sonne nicht bewährt. Dafür kann ich euch versichern, daß es spülmaschinenfest ist.

Archimedes und der Alkohol – Aräometer


Hätte Archimedes um 250 v. Chr. nicht das später nach ihm benannte Prinzip erfunden, würden wir uns wahrscheinlich noch heute an billigem Alkohol erfreuen müssen. Wie lautet das Archimedische Prinzip? Wer erinnert sich noch? Niemand? Dann muß Wikipedia herhalten: Der statische Auftrieb eines Körpers in einem Medium ist genauso groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. So einfach. Das war übrigens der Versuch mit der Badewanne und dem berühmten Ausruf „Heureka!“ (Ich hab’s gefunden!)   Wer eine genaue Anleitung nachschlagen möchte, der klickt hier. Und so sehen meine gestern schon angekündigten Aräometer aus. Oben und unten seht ihr Alkoholometer, in der Mitte zwei Salzsäure- und ein Essigsäuremeter. Sie stammen aus unterschiedlichen Jahren, die sich schwer bestimmen lassen, da sich im Laufe der Zeit am Aussehen nicht viel geändert hat. Einzig die Schrift der Papierskalen wurde an den Zeitgeschmack angepasst. Aräometer-kl     Was bedeutet das für den Alkohol? Je mehr Alkohol in der Flüssigkeit enthalten ist, desto geringer wird die Dichte und das Alkoholometer sinkt tiefer. Auf der oberen Skala (der dünne Teil) kann man den Vol%-Anteil ablesen. Und wer eben über meine Erklärung die Nase gerümpft hat, der sagt mir, ob ich mit der spezifischen Dichte richtig liege – höhere Dichte = mehr Auftrieb oder umgekehrt? Mein Großonkel war der letzte Besitzer vor mir und leidenschaftlicher Wein- und Likörproduzent. Ihm verdanke ich den ältesten Wein, den ich je getrunken habe. Einen 1974er Beerenwein, den ich 2007 geöffnet habe und (von ein wenig Bodensatz abgesehen)  mit Freunden genießen konnte. Er wurde mit seinen 33 Jahren und ordentlichem Alkoholwert als schwerer Tokajer eingestuft. Ein Alkoholometer hatte ich zu dem Anlass allerdings nicht bei der Hand.

Ein anderes interessantes Messinstrument ist das Gärungs-Saccharometer.

Babyflaschen aus JENAer GLAS


Heute undenkbar, bekam ein Baby früher seine Milch in einem Glasfläschchen. Bestimmt ist hier und da mal eins runtergefallen, man hat die Scherben aufgefegt und das Leben ging weiter, ohne daß jemand gestorben ist. Weil uns aber von der Industrie die mögliche Gefahr vor Augen geführt wurde, daß Menschen von heute Glasflaschen auf den Boden werfen und anschließend die Scherben essen werden, wurde die Glasflasche – ja, eigentlich alles aus diesem gefährlichen Werkstoff – aus der Nähe von Kindern verbannt. Stattdessen gibt es Flaschen aus Kunststoff mit Schraubdeckel und schönen bunten Mustern. Zugegeben, man kann sie gefahrlos überall hin mitnehmen und das Kind unbeaufsichtigt bis ins hohe Alter aus der Flasche nuckeln lassen anstatt sich zu bemühen, ihm zeitig das Trinken aus einem Becher beizubringen.

So ändern sich die Zeiten.

Ich wurde damals noch aus diesen Flaschen versorgt. Die Nuckel dazu gibt es allerdings nicht mehr.

Nuckelflaschen

Die sind aus JENAer GLAS, das heute nach der Übernahme und Stilllegung der Produktion in Jena eigentlich ZWIESELer GLAS heißen müsste.

Bis eben wusste ich nicht, daß Moholy-Nagy eine bekannte Werbekampagne für JENAer GLAS entworfen hat. Eine der Werbeanzeigen könnt ihr hier ansehen.

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