Warenlieferung für den Kaufladen


In meinem Artikel zum Kaufladen habe ich euch meine kleine Sammlung gezeigt. Neulich habe ich auf dem Trödelmarkt meines Vertrauens neue alte Sachen gefunden.

Seht hier:

DDR-Wasch- und Reinigungsmittel. Das bekannteste, weil als einziges noch heute erhältlich, ist Spee. Was Persil in der BRD, war Spee in der DDR.

Swyt kenne ich nicht. Das könnte daran liegen, daß ich zu den Zeiten, da es seine besten Zeiten hatte, zu klein zum Wäsche waschen war. Es sit offensichtlich ein Schonwaschmittel für niedrige Temperaturen.

Dank iMi habe ich endlich einen gedruckten Beweis dafür, daß das bei uns gern genutzte Wort, den „Aufwasch“ zu machen, nicht erfunden oder ein Versprecher war. Hier steht es: „Aufwasch– Spül- und Reinigungsmittel“. IMI hat eine aufregende Geschichte, die ihr hier nachlesen solltet. Besonders gefällt mir der Satz: „1932 wurden die Denkmäler von Goethe und Schiller in Weimar mit IMI gereinigt.“

 

 

Weiter geht es bei der Warenlieferung mit Lebensmitteln:

Schaarschmidt-Kekse, die offenbar irgendwann zu Reichenbacher Keksen wurden und die legendäre längliche Würfelzucker-Packung.

 

Babynahrung und anderes:

Oben die Kindernahrung – rechts die einprägsame Marke Ki-Na. Ob Hafer-, Reismehl und Mekorna (MEhrKORnNAhrung) in verschiedenen Altersstufen verfüttert wurden, oder ob es einfach unterschiedliche Geschmacksrichtungen waren, weiß ich nicht.

Unten haben wir im Angebot Torten- und Kloßmehl, Nudeln und combo, das Kaba des Ostens.

 

Und zum Schluß in minimalistisch designter Verpackung – die Grundzutaten für ein einfallsloses Essen:

Kaufladen-Erbsen, Kaufladen-Mehl, Kaufladen-Reis, Kaufladen-Salz und Kaufladen-Zucker. Die hat bestimmt der Vater eines farbenblinden Kindes entworfen, um ihm das Leben schöner zu machen und allen anderen Kindern zu zeigen, wie langweilig ein farbreduziertes Leben sein kann. Oder man wollte sparen und hat vom Vierfarb- auf Zweifarbdruck umgestellt.

Werbeanzeigen

Hier haste ’n Taler, geh auf den Markt – Kaufladen


Hier gibt es eine kleine Kiste mit einigen Überresten des Kaufladens mit dem ich als Kind gespielt habe. Einige Kästchen stammen sogar noch von meiner Mutter. Ebenso der Papierabroller.

Leukoplast Hansaplast Kaufladen

Hier ein neueres Foto. Der Laden wurde umsortiert. Im Vordergrund die kleine Kasse, Gewichte für die Waage und Kassenblöcke.Kaufladen

Bestimmt erkennt jeder von euch mindestens ein Produkt. Mancher hatte garantiert auch diese schönen Lebensmittel aus Gips: Käse, Butter, Broiler, Wurstbrot (links neben MILWOK), Fischdosen, Käsedosen, Semmel und Brot.In den späten DDR-Zeiten wurden diese Dinge aus Plaste hergestellt. Spaß hat es trotzdem gemacht.

Der Kasten, in dem der kleine Kaufladen wohnt, ist übrigens hier zu bestaunen.

Versichert dank Zeitschriften-Abo – Mein Blatt


Als ich diese Zeitschrift in meinem Fundus wiederentdeckte, habe ich mich gefragt, wieso es so etwas heute eigentlich nicht mehr gibt.

Zeitschrift Mein Blatt

 

Die Illustrierte Familienzeitschrift „Mein Blatt“ erschien mindestens zwischen 1931 und 1939. Inhaltlich unterschied sie sich kaum von anderen Illustrierten: Fortsetzungsromane, Witze, Zeichnungen, Ratgeber, oberflächlich gehaltene Neuigkeiten und Fotos. Der Clou allerdings waren die Versicherungen.

Für jeden Abonnenten der Zeitschrift wurde vom Verlag nach einmonatigem Abonnement eine Unfallversicherung abgeschlossen. Nach einem Jahr Abonnement-Dauer wurden die Konditionen erhöht und zusätzlich eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, die sich wiederum nach 3- bzw. 5-jährigem Abonnement weiter verbesserte. Details sieht man hier – draufgeklickt wird das Bild sogar noch größer:

Zeitschrift Mein BlattBitte beachtet auch die vielen schönen Werbe-Anzeigen. Hier oben z.B. die Dauerbrenner von HENKEL.

 

Es wurde natürlich nicht versäumt, Auszahlungen zu veröffentlichen. So sah der geneigte Leser, daß er / sie durch den stetigen Bezug der Zeitschrift in guten Händen und seine Familie in Sicherheit war, wollte man von seinem Recht auf Ableben Gebrauch machen.

Zeitschrift Mein Blatt

 

Für die modebewusste Dame lag ein Schnittmusterbogen bei. Der fehlt mir hier allerdings.Zeitschrift Mein Blatt

 

Noch mehr Werbung. Gern weise ich wieder auf die Werbung vom Quelle-Versand hin. Den hatte ich ja hier schon einmal besprochen. Zeitschrift Mein Blatt

 

Über dem Rezept für Apfelkuchen prangt der wahrscheinliche Grund für die Anschaffung dieser Zeitschrift. Die Werbung für Liebig Fleisch-Extrakt.

Zeitschrift Mein Blatt

Palmolive und Kaba gibt es heute noch. Wenn ihr links neben das Stück Seife schaut, seht ihr das alte Pfennig-Zeichen. (₰)  Wer sich ein wenig mit alter Schrift auskennt, wird darin das kleine „d“ erkennen. Das steht für denarius – so hieß die kleinste römische Münze und wurde einfach auch für den Pfennig übernommen. Wie unwichtig die kleinste Untermünze der jeweiligen Währung für das Bankwesen war, erkennt man daran, daß auch der englische Penny mit einem „d“ abgekürzt wurde. Beispiele findet man hier, hier und hier.Zeitschrift Mein BlattMit Kaba kein Milchüberdruß

Mahlzeit!

Und ganz ehrlich: Wer würde sein Abo nach einem Monat wieder kündigen und damit den Versicherungsschutz verlieren? Bei einem Beitrag von 32,5 Pfennigen pro Woche!

 

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