Taschenkalender von 1877 bis 1890


Daß ich Sammelbilder sammle, dürfte meinem geneigten Publikum nicht unbekannt sein. Eine kleine Unter-Rubrik sind Kalender auf Sammelbildern. Davon stelle ich euch heute einige vor.

1877

 

Die Vorderseite sieht aus, wie andere Sammelbilder auch, lediglich auf der Rückseite wurden Kalender aufgedruckt. Cleverer Schachzug: nur ein Quartal oder ein halbes Jahr war pro Karte gedruckt. Somit musste man rechtzeitig vor Beginn des nächsten Halbjahres eine neue Karte besorgen, idealerweise im Geschäft, dessen Adresse auf dem Kalender vermerkt war.

Auf diesen Bildern sieht man übrigens einen der großen Mankos der Taschenkalender. Sie waren offenbar in vielen Fällen zu groß für die Brieftasche und wurden zurechtgeschnitten. Das Ergebnis sind krumme, schiefe und oftmals ganz fehlende Kanten. Das wirkt sich bedauerlicherweise auf den Wert der Karte aus.

 

1878

Diese Karten sind unbeschnitten und in sehr guter Erhaltung.

 

Lediglich die Karte unten links war mal in ein Sammelalbum eingeklebt.

 

 

1881, 1887, 1890

Zum Schluß noch drei „neue“ Karten. An den unteren beiden kann man deutlich die billigere Qualität des Drucks erkennen.

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eine Speisekarte von Champenois


Wer war Champenois und was hat er mit meiner Speisekarte zu tun?

Fernand Champenois war der Besitzer einer der größten chromolithographischen Druckereien in Paris in der Zeit um 1875 bis 1920. Seine Firma ging aus der damals bereits großen Druckerei Testu & Massin hervor. Woher ich das weiß? Ich sage nur – Sammelbildchen.

Die bekanntesten Werke der Imprimerie Champenois waren ohne Zweifel die Kunstdrucke von Alphonse Mucha. Seht sie euch mal im Online-Katalog der Französischen Nationalbibliothek an.

Ich habe euch heute eine ziemlich große, noch unbenutzte Speisekarte aus der Zeit vor 1900 rausgesucht. Und mit groß meine ich auch groß, denn mit ca. 40 x 25 cm ist es schwierig, 120 Jahre lang so gut erhalten zu bleiben.

Der alles entscheidende Hinweis auf Herrn Champenois befindet sich übrigens ganz winzig klein in der unteren linken Ecke.

 

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