Pyrit


Ein sehr schönes Metall ist das Pyrit. Früher war es häufig als Katzengold im Umlauf, da es durch seine Färbung an Gold erinnert. Es gehört in die Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalz (von Wikipedia abgeschrieben) ist sehr weit verbreitet und wird vom Chemiker als FeS2 geschrieben.

Interessant ist Pyrit, weil man es in vielen verschiedenen Formen finden kann. Durch seine Kristallbildung, die abhängig vom Druck sehr unterschiedlich abläuft, gibt es tolle Ergebnisse.

Wurden beispielsweise Tiere von Schlammmassen eingeschlossen, konnte sich im Laufe der Kalzinierung – also die Zeit in der aus dem Tier ein Fossil entsteht – anstelle der leicht vergänglichen Weichteile Pyritkristalle entwickeln und nahmen die freigewordenen Formen an. War der Druck noch größer, wurden sogar Kalkgebilde (Knochen, Muschelschalen, Schneckenhäuser) durch Pyrit ersetzt. Früher als Goldschnecken bezeichnete Ammoniten waren eigentlich nur von Pyrit durchsetzte Muscheln. Klickt hier um euch welche anzusehen.

An andere schöne Form gibt es die Pyritsonne – eine sich in alle Richtungen gleichmäßig ausbreitende kristalline Struktur.

Besonders beeindruckend ist die geometrische Kristallbildung des Pyrit. So bildet er sehr scharfe Formen aus, Würfel, Oktaeder und viel kompliziertere -aeder. Mein Gemisch aus vielen dieser Formen sieht so aus und besteht hauptsächlich aus Pentagondodekaedern – also an einer Fläche fünfeckig.

 

 

 

Bedauerlicherweise – und das kann man hier oben im Vergleich zu einem ganz frischen Kristall von Wikipedia (unten) deutlich sehen, verliert Pyrit im Laufe der Zeit sowohl seinen Glanz als auch seine Schärfe. Das heißt, bei der Berührung mit Säuren löst es sich gemächlich auf. Auch Wärme schadet.

„Pyrite-289549“ von Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pyrite-289549.jpg#mediaviewer/File:Pyrite-289549.jpg

Aber meins gefällt mir allemal. Besonders im Sommer sieht es im richtigen Licht sehr schön aus.

 

 

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Dendrit


Ein Dendrit sieht zwar wie ein schöner Farn aus, ist aber Eisen- oder Manganoxid, das in die Gesteinsschichten eingedrungen ist. Die in der Lösung befindlichen Teilchen haben gleiche elektrische Ladung und stoßen sich deshalb ab. Aus dem Grund berühren sich die feinen Ästchen nie.

Dieses Exemplar befindet sich in Solnhofener Schiefer. Der wurde früher aufgrund seiner guten Schleifbarkeit für Lithographie-Druckplatten verwendet und ist heute noch häufig als Wandverkleidung zu sehen. Auch viele der gefundenen Versteinerungen liegen in dieser Gesteinsart.  Im Vergleich zu versteinerten Flugsauriern u.ä. sind Dendriten meist jünger als die Einlagerungen. seht hier für mehr Infos.

Dendrit

Zur Verwendung als Lithographie-Stein hier demnächst mehr.

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