Leistungsschau 1954 und eine interessante Abstimmung


Ein Begleitheft zur Leistungsschau 1954 im Landkreis Arnstadt soll unser heutiger Artikel des Tages sein.

Vom 12. bis 20. Juni 1954 war es so weit.  Drei Leistungsschauen wurden abgehalten um die Errungenschaften der volkseigenen DDR-Industrie und des Handels vorzustellen.

 

 

Ich stelle euch heute das Begleitheft zu den Veranstaltungen vor. Es gibt jede Menge interessante Dinge darin zu finden. Seht selbst:

 

Die erwähnte „Verwirklichung der Aufgabenteilung des neuen Kurses und der Verordnung unserer Regierung vom 17.12.1953“ beinhaltet nach meiner Erinnerung die Aufgabe, in allen Betrieben nicht nur die Kernprodukte herzustellen, sondern zusätzlich Dinge für den Bedarf des Volkes, sogenannte Massenbedarfsgüter.

Nehmen wir zur Erklärung den ersten ausstellenden Betrieb: Der VEB (Volkseigener Betrieb) Chem.(ische) Maschinenwerke, Rudisleben über Arnstadt ist ein ehemaliger SAG-Betrieb (SAG steht für Sowjetische Aktiengesellschaft, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in Ost-Deutschland gelegene Firmen zu Reparationszahlungen demontiert oder ab 1946 in SAGs umgewandelt. Damit floß der Gewinn dieser Betriebe direkt in die UdSSR. Die Firmen hatten die Möglichkeit, durch Anteilskauf die Firma wieder in Volkseigentum zu überführen. Die daraus resultierenden Unruhen in Zusammenhang mit der stetig erhöhten Produktionsziele sind bekannt. Nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 erließ die SMAD – die Sowjetische MilitärAdministration in Deutschland den Befehl, alle verbliebenen Betriebe ab dem 1. Januar 1954 in Volkseigentum zu überführen.)

Neben den eigentlichen Produkten wurden als Massenbedarfsgüter ein neu entwickelter Kühlschrank, ein Einweckapparat und ein Wäschetrockner in die Produktion aufgenommen.

Der zweite VEB auf dieser Seite, das Fernmeldewerk, hat in seine „beachtliche Konsumtionsgüterproduktion“ ebenfalls einen neu entwickelten Kühlschrank, einen Zigarrenabschneider und „X-Haken, nach denen bekanntlich eine sehr starke Nachfrage besteht“ aufgenommen.

 

Die volkseigene örtlichen Industriebetriebe hatten ähnlich lustige Massenbedarfsgüter in ihrem Angebot. Seht selbst:

 

 

VEB (K) Kühlanlagen Arnstadt wirbt mit dem Satz: „Den Kauflustigen werden die Lebensmittel in einer einwandfrei gekühlten Weise dargeboten.“

 

„Wer die Leistungsschau unserer volkseigenen örtlichen Industrie verlässt, hat den Eindruck gewonnen von der großen Kraft unserer Werktätigen, von ihrem unbändigen Willen, sich ein neues besseres Leben zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit der ganzen friedliebenden Menschheit, ständig lernend von den Erfahrungen der Werktätigen der Sowjetunion und der Volksdemokratien, werden Sie auch in Zukunft ihr Bestes tun, bis das große Ziel unseres ganzen Volkes im Osten und Westen – das geeinte, friedliebende und demokratische Vaterland – erreicht ist.“

Noch mehr schöne Reden gibt es auf der rechten Seite.

Weiter mit örtlichen Handelsbetrieben:

Hier gibt es ein schönes Beispiel, wie aus Produktionsresten Güter für den Massenbedarf hergestellt wurden.

Das Eisenwerk Arnstadt, sonst für die Produktion von  Bremsklötzen usw. zuständig, stellte aus Resten Ruhebänke her.

Den Vogel schießt allerdings der VEB Thüringer Bekleidungswerke, Werk IV Arnstadt ab. Er ist mit Kinderkleidern, Backfischkleidern und Damenmänteln auf der Schau vertreten. 

 

 

Zusammenfassend noch dies:

 

Wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben! (Frida Hockauf)

 

Die Krönung dieses Heftchens ist allerdings der Beschluß auf den letzten Seiten. Der DDR und ihrem großen Bruder stand der EVG-Vertrag der westlichen Staaten im Weg, das Ziel der deutschen Wiedervereinigung durchzusetzen. Mehr zum EVG-Vertrag lest ihr am besten hier. Der Beschluß selbst ist auch lesenswert.

Man beachte die rechte Seite: „Die 1250-Jahr-Feier Arnstadts ist ein Bekenntnis für den Appell der Volkskammer der DDR – Für die Volksbefragung – für den Friedensvertrag und den Abzug der Besatzungstruppen, gegen den EVG-Vertrag, Generalvertrag und Belassung der Besatzungstruppen auf 50 Jahre.

Darunter der Aufruf zur Abstimmung.

Und hier ist der Abstimmungszettel zur Volksbefragung:

Falls mir jemand verraten kann, welcher Kreis für welche Stimme gedacht war, bin ich ihm dankbar.

Dafür, dagegen, ja, nein, vielleicht, rot, gelb, grün?

 

 

Das Ergebnis dürfte bekannt sein. Der Westen hat sich wiederbewaffnet, der Osten hat nachgezogen. Die Wiedervereinigung ist etwas in den Hintergrund gerückt und mit ca. 40 Jahren Verspätung eingetroffen, dann allerdings nicht zu den erhofften Konditionen der Ost-Mächte.

 

 

Advertisements

Die bundesdeutsche Gefangenenmarke


Am 9. Mai 1953 gab die Deutsche Post der Bundesrepublik Deutschland eine Briefmarke heraus, die später im Michel-Briefmarkenkatalog unter Katalognummer 165 geführt werden sollte. Bekannt geworden ist sie unter dem Namen Kriegsgefangenenmarke und war die meistverkaufte Sondermarke Deutschlands.

Im Jahr 1953, also acht Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, waren noch immer zahlreiche ehemalige Wehrmachtsoldaten in Kriegsgefangenschaft. Während in der Gefangenschaft der Westalliierten nahezu alle Deutschen bis zum Jahr 1948 zurückgekehrt waren wobei jeder Hundertste Soldat in Gefangenschaft starb, hielt die Sowjetunion bis ins Jahr 1956 deutsche Soldaten gefangen um sie für den Wiederaufbau, zur Förderung von Rohstoffen oder für sonstige Arbeiten heranzuziehen.

Ein paar Zahlen zur Illustration: Deutschland führte im Laufe des Zweiten Weltkrieges 5.700.000 russische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft, von denen 3.300.000 Soldaten starben. Wer verdenkt dann den Russen, daß sie umgekehrt von den 3.150.000 in russische Gefangenschaft geratenen Wehrmachtssoldaten (70% aller deutschen Soldaten waren mindestens einmal an der Ostfront) die 2.055.750 Überlebenden (mit 1.094.250 starb jeder Dritte) als Kriegsgefangene für den entstandenen Schaden aufkommen ließen. Quelle

Um die noch immer auf ihre Heimkehr hoffenden Deutschen und ihre Verwandten in der Heimat im Bewusstsein des deutschen Volkes zu verankern, gab die Bundespost eine Briefmarke heraus, die in der DDR, also der sowjethörigen Ostzone alles andere als gern gesehen war.

Während im Spätherbst des Jahres 1953 westdeutschlandweit Ausstellungen zum Thema stattfanden,

 

wurden Briefe und Postkarten, die dieses Thema behandelten – selbst, wenn nur die Briefmarke drauf klebte – unkenntlich gemacht.

links: die Marke im Original; Mitte: eine Marke auf einer in die „Ost-Zone“ geschickten Postkarte; rechts: Marke mit der Berliner Freiheitsglocke (die nicht zum Thema gehört, aber im Album daneben einsortiert ist.

 

Schaut man sich die Marke gegen das Licht an, sieht man die Prägung des Gefangenenkopfes.

 

 

Die Zeitschrift für Briefmarkensammler in der DDR brachte zu dieser Marke übrigens einen Artikel, den ich ebenso wie den oben gezeigten Stempel auf der meinfigaro.de-Seite des Mitteldeutschen Rundfunks gefunden habe:

Quelle: meinfigaro.de des MDR

 

 

Der komplette Beitrag dazu kann übrigens hier gefunden werden.

Deutsche Soldaten aus den ostpreußischen Gebieten wurden übrigens direkt als Sowjetbürger behandelt und standen nie für eine Rückkehr nach Deutschland Ost oder West zur Debatte. Bis 1950 waren von den verbliebenen Deutschen 380.000 (sowjetische Angabe) und 1.300.000 (westdeutsche Anzahl) als verschollen geführt. Quelle

Die letzten Gefangenen kehrten am 16. Januar 1956 nach Deutschland zurück. Ein Wikipedia-Artikel zu den „Heimkehrern“ gibt es hier. Weitere hochinteressante Artikel hier und hier.

 

 

Besuchen Sie die Sowjetunion, bevor die Sowjetunion Sie besucht – Intourist-Prospekte


Update: Da mir einige Fotos abhanden gekommen sind, erscheint dieser Artikel vom 17. September 2014 nun nochmal in der Komplettversion.

Es gibt wieder Prospekte.

Diesmal vom Internationalen Reisebüro der Sowjetunion – Intourist. Sie stammen von meiner Tante, die meines Wissens nie in die Sowjetunion gereist ist.


Zum 40. Geburtstag von intourist, 1969, wurde diese Broschüre herausgegeben.

 

 

 

Im zweiten Prospekt, erschienen 1967, gibt es mehr Details zu einer Reise in die Sowjetunion.

Auf der Vorderseite ist ein Stadtplan von Moskau, aber die wirklich spannenden Infos findet man es auf der Rückseite.

Eine kurze Begrüßung:

 

 

Tipps für Reisen mit dem Mietwagen. Ich habe keine Ahnung, wie der Wechselkurs Rubel – DDR-Mark 1969 war, aber einen PKW Wolga mit Fahrer und inklusive Kraftstoff für eine Strecke von bis zu 240km für 27 Rubel, das klingt preisgünstig! Ohne Fahrer kostet ein Auto 3,60 bis 5,40 Rubel pro Tag. Benzin extra. Besonders beeindruckt hat mich der Satz: 10 Liter Benzin kosten in der UdSSR 54 bis 64 Kopeken. 10 Liter !!!

 

 

Für die Shopping Bugs unter euch die dritte Seite. Eine kleine Auswahl von Geschenkeläden. Hier wurde mit Valuta bezahlt – also harte Währung: Dollar, D-Mark, keine DDR-Mark oder Rubel.

 

Restaurants:

 

Museen:

 

Und zum Schluß noch etwas Kultur für das Jahr 1966.

Und was die Hauptstadt der Sowjetunion nicht alles zu bieten hatte:

 

Und ein Metro-Plan, der hoffentlich in den vergangenen 50 Jahren noch etwas Umfang dazugewonnen hat.

 

Also dann, Koffer gepackt und ab nach Leningrad, Moskau, Sotschi oder Ordshonikidse (siehe Souvenirladen-Seite).

Ein Kampf um Deutschland – 1933


* Dieser Artikel setzt sich mit der Propaganda und den Repressalien der Nationalsozialisten gegen die Kommunistische Partei Deutschlands im Jahr 1933 auseinander. Die hier geäußerten Meinungen sind ausschließlich privater Natur und zu geschichtlichen Forschungszwecken bestimmt. Sollte jemand Probleme mit dem Inhalt dieses Artikels haben, bitte ich ihn, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Von Kommentaren zur Verherrlichung der Nationalsozialisten oder ihrer Taten bitte ich abzusehen. Diese werden umgehend entfernt.

Wusstet ihr, daß die Kommunisten in Deutschland eine der zahlenmäßig größten Gegner der Nazis waren? Im Unterschied zu heute, waren die Wähler der KPD auch noch nach dem Beginn der Repressalien durch die SA aktiv gegen das Erstarken der rechten Regierung tätig. Wer sich einmal die Zeit nimmt und die Tagebücher des späteren Reichspropagandaministers Joseph Goebbels durchliest, findet bis ins Jahr 1934 oder 1935 immer wieder Einträge, in denen der Kampf „unserer braunen Jungs gegen die rote Flut“ (Zitat) beschrieben wird. Dabei wird ersichtlich, daß es dabei richtig zur Sache ging und viele Opfer auf beiden Seiten, wie ja auch der später glorifizierte Horst Ludwig Wessel, zu beklagen waren.

 

Nachdem die NSDAP in der letzten wirklichen Reichstagswahl zum Sieg fand und ihren bekannten Weg der Wahl zwischen  Gleich- oder Ausschaltung beschritt, wurde massiv gegen die Kommunisten aufgefahren.

Ergebnisse der Reichstagswahl vom 5. März 1933 (Wbt=Wahlbeteiligung; KPD=Kommunistische Partei Deutschlands; DZP=Deutsche Zentrumspartei; DNVP=Deutschnationale Volkspartei; CSVD=CHristlich Sozialer Volksdienst; DDP=Deutsche Demokratische Partei)

Land Wbt NSDAP SPD KPD DZP1 DNVP2 DVP CSVD3 DDP4
Anhalt 93,8 46,1 30,8 11,4 1,3 8,4 1,1
Baden 85,3 45,4 11,9 9,7 25,4 3,6 1,0 1,3 1,5
Bayern5 88,4 43,1 15,5 6,3 27,2 4,1
Braunschweig 92,0 49,0 30,5 8,8 1,7 7,6 1,4
Bremen 89,2 32,7 30,3 13,2 2,3 14,5 5,4 1,0
Hamburg 88,4 38,8 26,9 17,6 1,9 8,0 2,4 3,5
Hessen 90,6 47,4 21,7 10,9 13,6 2,9 1,7 1,0
Lippe 88,8 47,1 28,0 8,2 2,4 6,9 3,1 3,7
Lübeck 92,0 42,8 38,3 8,2 1,1 5,6 2,5 1,0
Mecklenburg-Schwerin 88,5 48,5 24,5 7,3 16,8 1,1
Mecklenburg-Strelitz 87,0 51,6 22,6 7,1 15,9
Oldenburg 88,6 46,5 18,2 6,4 14,8 11,4 1,13 1,10
Preußen 88,7 43,7 17,0 13,2 14,2 9,1 1,0
Sachsen 91,6 45,0 26,3 16,5 1,23 6,5 1,8 1,5 1,22
Schaumburg-Lippe 91,1 43,4 39,1 5,7 7,8 1,6 1,1
Thüringen 90,1 47,6 20,6 15,3 1,2 12,4 1,6
Württemberg6 85,7 42,0 15,0 9,3 16,9 5,2 2,2 3,2
Gesamtergebnis7 88,7 43,9 18,3 12,3 11,2 8,0 1,1 1,0

 

Für euch gibt es heute eine sehr miese Hetzschrift aus dem Jahr 1933. Herausgegeben vom Gesamtverband deutscher antikommunistischer Vereinigungen e.V. trägt das Werk den Titel „Ein Kampf um Deutschland“.

 

Ich bin mir nicht sicher, vermute aber, daß der Titel unter Anlehnung an Felix Dahn’s 1876 erschienenes Buch „Ein Kampf um Rom“ gewählt wurde. Dieses Buch endet mit den Versen: „Gebt Raum, ihr Völker, unsrem Schritt. | Wir sind die letzten Goten. | Wir tragen keine Krone mit, | Wir tragen einen Toten.“ Das würde hervorragend passen.

 

 

Im weiteren Artikel habt ihr die Möglichkeit, die Broschüre durchzulesen. Ich bitte euch, dabei euren gesunden Menschenverstand zu benutzen und den Inhalt ausschließlich zur eigenen Bildung, nicht jedoch zur Propaganda für oder gegen jegliche extreme politische Strömung einzusetzen, weder links noch rechts.

 

 

 

Anfangszitat: „Es gab zu Beginn dieses Jahres Wochen, in denen wir haarscharf am Rande des bolschewistischen Chaos vorbeigekommen sind.“ Reichskanzler Adolf Hitler am 1.9.1933.

Das Bändchen beginnt mit:

Deutsches Volk, hast du einmal darüber nachgedacht was in diesen Worten Deines Führers liegt? – Teils offen, meist aber unterirdisch arbeiten seit 1½ Jahrzehnten Millionen von Kommunisten, verführt und geleitet von volksfremden Verschwörern, an der Entfesselung des bewaffneten Aufstandes.

Im kommunistischen Manifest von 1848 heißt es wörtlich: “ Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnungen. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder vereinigt euch!“

Gibt es da nicht gewisse Parallelen zur Vorgehensweise der Nazis nur wenige Jahre später? Ich denke da an Gleichschaltung, Enteignung, Arisierung.

 

 

Auf der nächsten Seite folgt eine Aufstellung der Mitgliederzahlen der KPD und ihrer Unterorganisationen, viele davon unter der jeweiligen „Internationalen“ organisiert. Punkt III. Vorpostenorganisationen: Rote Pioniere, Frauendelegiertinnen, Erwerbslosendelegierte und Rote Sportler. Zu den Roten Sportlern gehörten z.B. die in der DDR verehrten Ernst Grube, Bernhard Almstadt, Werner Seelenbinder, Fritz Lesch und Paul Zobel.

 

Rechts:  Oben: eine Postkarte die Max Hölz inmitten der von ihm abgebrannten Villen darstellt. – Rechts darunter: Brandplakat von Hölz – Mitte: Kommunistische Wandmalerei, die zur Ermordung der Polizeioffiziere Lenk und Anlauf auffordert. – Unten: Kämpfe zwischen Polizei und Rotem Frontkämpferbund.

 

 

 

 

Links: Wie es in Deutschland aussehen würde, wenn der Kommunismus gesiegt hätte, darüber Dir die Augen zu öffnen, sollen die folgenden Seiten dienen. Niemals sollst du vergessen, daß du selbst, deine Familie und das ganze Volk rettungslos verloren gewesen wären, wenn nicht im letzten Augenblick die ganze Nation, zum Widerstand und Aufbau entschlossen, sich hinter den Führer gestellt hätte.

Rechts: Christus mit der Gasmaske von dem bekannten Kulturbolschewisten George Groß („Maul halten und weiter dienen“)

 

 

 

Links: „Gottlosenpropaganda“

Rechts: Ein abgewandeltes Vater unser – angeblich aus einer Revue in der Gott als betrunkener Hausknecht auftritt. Kennt jemand Details dazu?

 

 

 

Links: Schriften der Gottlosenpropaganda (OPIUM, Proletarische Freidenkerstimme, Der kämpfende Gottlose, 5 Jahresplan an der Kulturfront, Der Internationale Proletarische Freidenker, usw.)

Rechts: Zersetzung von Jugend und Familie!  In einem Sowjet-Deutschland, dessen Religion die Gottlosigkeit, dessen Moral die Unsittlichkeit gewesen wäre, hätte es nie eine kraftvolle Jugend und eine gesunde Familie geben können. Familie wäre überhaupt „ein bürgerliches Vorurteil“ gewesen, ein „Hort der schädlichen Selbstständigkeit, Blutsverbundenheit und völkischen Überlieferung“. Sie zu zerstören hätte bedeutet, die kommunistische Gesellschaft verwirklichen. …  So wäre das Schicksal der deutschen Kinder in einem Sowjet-Deutschland gewesen: verhungert, zerlumpt, lasterhaft, durch Alkohol und Geschlechtskrankheit zerrüttet, ein willenloses Werkzeug der kommunistischen Gewalthaber.

 

 

 

 

Links: Der Kinderdiebstahl begann schon auf dem Spielplatz. Unter Anleitung von kommunistischen Funktionären mussten die deutschen Kinder in den Straßen der Städte singen: “ Hammer, Sichel, Sowjetstern, / Sowjet-Russland hab ich gern. / Wen ich zeige mit der Hand, / fährt mit mir in Lenins Land! / Wide, widde, widde, widde, witt / Und Du fährst mit!“

 

 

Links: „Kommunistische Jugendzersetzungsschriften und Kinderspielzeug“ (Die Trommel, Das Rote Signal, Jugend Internationale, Brettspiel: Rund um den Sowjetstern, Der revolutionäre Schulkampf, Proletarisches Spielbuch, usw.)

 

 

Unsittlichkeit! – zum links erwähnten Buch habe ich gefunden, daß es zu den „wichtigen Werken von dem österreichisch-amerikanischen Psychoanalytikers Wilhelm Reich (1897-1957) zu Fragen wie Fortpflanzung, sexuelle Befriedigung, Onanie, Homosexualität, Politisierung der Sexualfrage der Jugend u.v.m. gehört – Der Vorderumschlag zeigt den Blick in einen, sich zur Stadt öffnenden Torweg, in dem ein Pärchen an eine Hauswand gelehnt steht; der Rückumschlag zeigt denselben Blick vom selben Standort, aber diesmal marschieren Jugendliche mit den roten Fahnen der KJ (Kommunistische Jugend) am Betrachter vorbei. (ZVAB)

dazu: Ganz offiziell forderte der kommunistische „Einheitsverband für proletarische Sexualreform und Mutterschutz“ folgende „Ideale“ in einem Sowjet-Deutschland:  Kostenlose Schwangerschafts-Unterbrechung in staatlichen Kliniken; keine Bekämpfung der Prostituierten; hygienisches Sexualleben in den enteigneten Häusern; Abschaffung der Ehe; Vergesellschaftung des Kindes; Abschaffung aller Strafen für Perversiitäten; Begnadigung aller Sexualverbrecher.

Erwähnung findet auch Magnus Hirschfeld

 

 

Links: Hunger und Terror!

Rechts:  Kommunistische Schund- und Schmutzschriften werden vernichtet

 

 

Na, gut daß der Kommunismus nicht gesiegt hat, sonst hätte es in Deutschland Krieg gegeben. Danke Nazis!

 

 

Links: Lloyd George (1. Earl Lloyd-George of Dwyfor war ein britischer Politiker. Er wurde während des Ersten Weltkrieges zum Premierminister gewählt und war der letzte Liberale, der dieses Amt innehatte.) wird als Unterstützer des nationalsozialistischen Deutschland genannt.

 

 

 

 

 

Links: „Die Frage ist gestellt von einer Regierung, die Deutschland und, wenn diese will, die Welt wieder ehrlich gemacht hat. Die Antwort ist schon gegeben. Am 12. November wird Deutschland aufstehen Mann für Mann und auf die Frage Adolf Hitlers mit einem einstimmigen Ja so vieler Millionen antworten, als nie und nirgends noch sich zu einer Regierung bekannten. Dieses Ja eines Volkes soll wie ein Licht über Deutschland stehen und Europa erleuchten.

Das Licht hat man dann ja weithin scheinen sehen.

Rechts: ohne Kommentar

 

 

Und noch einmal eine Anleitung für die ganz Ungeschickten unter den Nachläufern und Zujublern

 

Der Buchrücken illustriert die beiden feindlichen Lager: einerseits die wohlgeordneten, braunen Horden um den grimmig-braunen Braunauer; in der unteren Hälfte die unsortierten Massen, die verblendet das Wohl der glöcklichän, doitschän Farmillje zerstören wollten um Schund, Schmutz und Krieg über unser Wohlergehen zu bringen.

 

 

Gib dem Volk ein Feindbild, das sich gegen den kleinen erreichten Wohlstand wendet und Du hast sie auf Deiner Seite. Das funktionierte schon immer prächtig, nur der Name musste von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden: Kommunisten, Juden, Russen, Türken, Ossis/Wessis, Schwaben, Muslime – alle wollen immer nur unser Eigentum stehlen und unser vorbildliches Herrenrasseleben unterminieren.

Wehret den Anfängen!

Strassenbahn St. Petersburg


Die heutige Aktie soll die Themenwoche im Moopenheimer-Museum abschließen, damit ich diejenigen unter euch, die mit alten Wertpapieren nicht so viel anfangen können, nicht langweile.

Ich habe euch eine interessante Aktiengesellschaft rausgesucht – die in Antwerpen (Belgien) ansässige Tramways et Enterprises Electriques de la Banlieue de St. Petersbourg – kurz übersetzt, eine belgische AG, die sich zum Ziel gesetzt hatte, zehn Millionen belgische Francs zu sammeln um damit im russischen Sankt Petersburg (später temporär in Leningrad umgetauft) ein Straßenbahnnetz zu bauen.


Ihr werdet es nicht glauben, aber das Ergebnis dieses Projekts war das bis 2002 mit einer Streckenlänge von 285 km und einer Linienlänge von 600 km längste Straßenbahnnetz der Welt.

Ebenso riesig wie das Streckennetz sind auch die vier Aktien, die ich hiervon besitze. (möchte jemand eine haben?) 51 x 36 cm

 

inklusive aller Zinsscheine, bis auf einen.

 

Wer wissen möchte, wie es um die Straßenbahnen in St. Petersburg heute steht, der liest bei Wikipedia oder direkt auf der russischen Seite von GORELEKTROTRANS (GOR = Gorod = Stadt). Und nicht vergessen, immer brav mit Fahrschein fahren.

 

wen interessiert's?

  • 133,846 Klicks (bis jetzt)

Menü

Member of The Internet Defense League

aus dem Archiv

Blick in die Parallelwelt: Moppis Reise-Blog

Wanderung durch das Bjørndal und auf den Vogelfelsen

Heute, am 26.7. ging es zur (Geburtstags-)Feier des Tages auf eine Wanderung ins Gebiet außerhalb der befriedeten Zone. Ab hier darf man nur mit ortskundiger Person und Waffe unterwegs sein. Auf Spitzbergen gibt es 2500 Einwohner und 3500 Eisbären. Unsere beiden Führer Doreen, die ursprünglich aus Stralsund kommt und Rønar, ein Einheimischer, waren uns eine […]

Husky Tour – 25. Juli 2015

Heute stand eine Husky-Tour auf dem Plan. Zuerst einmal machen wir uns mit den Hunden bekannt. Hillfrid, die leider nicht mitlaufen durfte. Ike, neben dem man sich wie Rotkäppchen fühlt. Keino, mit 15 Jahren der älteste Hund im Hof, der aber noch immer ein guter Zughund ist, was ihm sein Dasein sichert, da es hier […]

Svalbard – Spitzbergen – Longyearbyen

Die ersten Fotos vom Urlaub oberhalb des Polarkreises. Die Temperaturen liegen kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Manchmal nieselt es ein wenig, aber im Großen und Ganzen ist es sehr angenehm.

Pashupatinath – Verbrennung der Toten

Ungefähr eine Stunde braucht der Spaziergänger, um vom Stadtzentrum Kathmandus nach Pashupatinath zu gelangen. Hat man erstmal die richtige Straße gefunden, geht es irgendwie immer geradeaus. Vorbei an durchaus lustigen Schildern an einem Haus, von dem ich leider vergessen habe, wofür es dort steht,   einem hübschen, kleinen Wasserbecken. Manche Ecken sind nicht ganz so schön und […]

%d Bloggern gefällt das: