Nachtheiliges hier nicht zur Kenntniß gelangt – Polizeiliches Führungszeugnis – 1895


 

Was braucht man, um sich in einer fremden Stadt als Hausmädchen zu verdingen? Richtig, ein Polizeiliches Führungszeugnis! Auch für das Fräulein Hedwig Höhnemann wurde da keine Ausnahme gemacht, als sie im zarten Alter von beinahe 27 Jahren ihre bisherige Anstellung in Eberswalde verließ und auf der Suche nach dem großen Glück in die Welt zog. Heute heißt das Ding nur noch Führungszeugnis und enthält eventuelle Einträge ins Strafregister.Polizeiliches Führungszeugnis 1895

 

Wer es oben nicht lesen kann:

Dem Fräulein Hedwig Höhnemann

geboren am 2. Dezember 1868 zu Tangersdorf Kreis Templin wird auf Grund amtlicher Ermittelungen bescheinigt, daß über die Führung derselben während ihres Aufenthalts hierselbst von 1. Juli 1892 bis jetzt Nachtheiliges nicht zur Kenntniß gelangt ist.

Eberswalde, den 22. November 1895

Die Polizei-Verwaltung.

Führungs-Attest

Handschriftlich hinzugefügt wurde noch:

Vom 1ten April 1874 bis 1. Juli 1892  während meines Aufenthaltes in Bornemannspfuhl.

Sollte sie vom 7. bis zum 24. Lebensjahr tatsächlich schon als Hausmädchen gearbeitet haben? Man weiß es nicht mehr.

Mehr von Familie Höhnemann kommt später hier.

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