Treueherzen und Sammelbildchen


Wer sich heute Treueherzen oder andere Sammelmarken im Supermarkt geben lässt und damit auf eine kostenlose oder verbilligte Gabe des Ladenbesitzers spekuliert, der begibt sich in das Fahrwasser von Millionen Menschen, die Ähnliches bereits vor ca. 140 Jahren taten. Während das Spektrum der Prämien heute von Gläsern über Töpfe und Geschirr bis hin zu Plüschtieren reicht, gab es früher Sammelbilder.

 

Die hatten zwar keinen praktischen Nutzen, sahen aber schöner aus als jeder Topf und ließen sich besser in einem Sammelalbum unterbringen als dieser. In den Jahren um 1895 erreichte die Sammelbildchen-Sammelei ihren Höhepunkt. Hunderttausende betrieben den sogenannten Sammelsport. Die Sammelbild-Industrie prosperierte und der Verkauf vieler Produkte wurde durch Sammelbilder angekurbelt.

Ganz vorn, weil einer der ersten, der die kreative Werbung mit großem Aufwand betrieb, war die Firma Liebig.

Im Unterschied zu heute gab es damals keine Überraschungen beim sammeln. Man ging zum Kaufmann, bekam mehrere Sätze angeboten und konnte die Karten auswählen, die in der Sammlung noch fehlten. Aber umsonst gab es die trotzdem nicht. Vorher musste fleißig Liebig’s Fleischextrakt gekauft und verbraucht werden.

Auf den Packungen der italienischen Liebig-Produkte fand man die unten abgebildeten Sammelpunkte. In Schraubgläser-Deckeln und Blechdosen gab es je nach Einwaage 10, 20 oder 40 Punkte, bei Brühwürfelpackungen war die gesamte Umhüllung  der Sammelgutschein über 1 oder 5 Punkte usw.

 

 

 

Für 60 Punkte gab es einen Satz mit 6 Bildern.

Und die Anleitung gibt es auch dazu:

 

 

Wie ich zu meinen tausenden Liebig-Bildern gekommen bin, verrate ich nicht.

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