Nachkriegskrankheiten – heute Typhus


Hellgelbe Durchfälle, Abstoßen von weißen Belägen und Fieberwahnzustände – das sind nur einige der Kennzeichen einer Typhuserkrankung.

Typhus tritt gern in unsauberer Umgebung auf und wird, wenn man dem heutigen Ausstellungsstück glauben darf, durch Fliegen und Ratten übertragen.

Dieses Merkblatt habe ich zwischen meinen Alt-Papieren gefunden und möchte es euch nicht vorenthalten. Es stammt aus dem Oktober 1945, also zu einer Zeit, als große Teile Deutschlands zerstört daniederlagen und durch mangelhafte Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung katastrophale hygienische Zustände herrschten. Lest selbst, wie gefährlich Typhus sein kann:

 

 

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Impfausweise


Na, wo ist Deiner? Könntest Du auf Nachfrage Deinen Impfausweis vorzeigen? Und wenn, sind die Impfungen darin noch aktuell?

Wahrscheinlich hat, dank des Rechts auf Selbstbestimmung, in den letzten 30 Jahren die Mehrzahl der Deutschen Impfungen, die nicht vorgeschrieben sind, ignoriert. Ausnahme sind wahrscheinlich nur solche Impfungen, die nach Tierbissen oder vor Asien-Reisen empfohlen sind.

Früher war das anders – wie ich finde, besser. Sicher kommt es auch zu Komplikationen bei Impfungen, aber in Relation zum Erfolg sind sie eher vernachlässigbar. Die Ablehnung von Impfungen aus religiösen Gründen halte ich für unsinnig, hoffe aber, daß die Krankheiten hier Ihren Weg zur Selektion finden werden.

Hier einige Exemplare alter Impf-Nachweise aus der (Nach-)Kriegs-Zeit.

Typhus-Pflicht-Impfung 1938 (1. Lebensjahr) und Zweit-Impfung 1949 (12. Lebensjahr)

Impfschein 1938 1949

 

Die Rückseite gibt Aufschluß, wer wann geimpft werden muß:

Die erste Impfung der Kinder muß vor Ablauf des auf das Geburtsjahr folgenden Kalenderjahres, die spätere Impfung (Wiederimpfung) bei Zöglingen einer öffentlichen Lehranstalt oder einer Privatschule, mit Ausnahme der  Sonntags- und Abendschulen, innerhalb desjenigen Kalenderjahres erfolgen, in dem die Kinder das zwölfte Lebensjahr zurücklegen.  (ich wundere mich, warum die Sonntags- und Abendschulen ausgeschlossen sind)

Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebefohlene ohne gesetzlichen Grund und trotz erfolgter amtlicher Aufforderung der Impfung oder der ihr folgenden Gestellung entzogen geblieben sind, haben Geldstrafe oder Haft verwirkt.

Impfschein 1938 1949

Typhus und Diphterie 1947, 1949, 1952Impfschein 1947 1949 1950

Impfschein 1948

 

 

Ein Impf-Ausweis von 1942

Impfschein 1942

 

natürlich fehlte auch hier nicht der völkische Geist:

______ wurde gegen Diphterie, eine Seuche, die alljährlich viele tausend junge Menschenleben vernichtet, schutzgeimpft und hat dadurch der eigenen Gesundheit und der des deutschen Volkes einen Dienst erwiesen.

Impfschein 1942

Diphterie und Scharlach 1943, 1944Impfschein 1944

 

 

So, und nun ihr. Heraus zum Impfen..!!!

 

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