Im Namen des Königs – vom Postboten zum Briefträger – 1917


Wenn jemand vom Postboten zum Briefträger ernannt wird, klingt das für mich nicht nach einer Veränderung. Daher habe ich mich schlau gemacht und herausgefunden, daß der Postbote auch Pakete zustellt, wohingegen der Briefträger nur Briefe tragen (und zustellen) muß. Somit ist die Beförderung tatsächlich ein Aufstieg, da man nicht mehr so viel schleppen muß, stattdessen bei der Zustellung auch ein Pläuschchen mit der Empfängerin oder dem Empfänger halten kann und vielleicht sogar mehr Verantwortung erhält, sofern Geld- oder Wertbriefe zugestellt werden müssen.

Diese steile Karriereleiter hat unter anderem auch Karl Friedrich Wilhelm Rauhe erklommen. Rückwirkend zum 1. April wurde er am 3. Juni 1917 befördert und bekam diese riesige Ernennungsurkunde.

Ernennungsurkunde 1917

 

 

Ganz unten steht Bestallung. Auch das musste ich nachschlagen. Wikipedia weiß Rat: „Einsetzung in ein Amt, auch die Anstellung eines Beamten“

Da haben wir doch alle wieder fein etwas dazugelernt und der Tag war nicht umsonst.

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Die Glut unserer Herzen, die Kraft unserer Hände – Berufswettbewerb DDR 1955


 

In der DDR wurde dem Wettbewerb am Arbeitsplatz mehr Bedeutung beigemessen, als es heute der Fall ist. Während die Werktätigen früher in Brigaden eingeteilt waren, die versuchten, sich in ihren Leistungen gegenseitig zu überbieten, arbeitet man heute artig an der Erfüllung der eigenen Zahlen, sofern man ein Ziel gesetzt bekommen hat. Was die anderen tun, ist dabei oftmals egal.

Mein Onkel hat während seiner Ausbildung im Jahr 1955 eine Bronze-Medaille und die folgende Urkunde bekommen, da er sich als Lehrling im Berufswettbewerb der Deutschen Jugend (so einheitlich hieß sie vor dem Mauerbau noch) guter Leistungen rühmen konnte. Genauer gesagt, hat er wohl durch drittbeste Leistung geglänzt, weil er sonst ja nicht die Bronze- sondern die Gold- oder Silber-Medaille errungen hätte.DDR Auszeichnung Berufswettbewerb der Deutschen Jugend 1955

DDR Auszeichnung Berufswettbewerb der Deutschen Jugend 1955

Medaille für hervorragende Lebensmittel


Habt ihr euch schon einmal gefragt, was es mit den Medaillen auf sich hat, die gelegentlich auf Lebensmittel-Verpackungen zu finden sind? Egal ob Käse, Saft, Wurst, Sekt oder, wie hier abgebildet – Bier, in allen Kategorien der Lebensmittelbranche findet man sie.

Urkunde Nahrungsmittel-Ausstellung 1899

 

Jedes Jahr werden eine Vielzahl von Lebensmitteln geprüft – in Deutschland beispielsweise von der DLG. Dabei werden Medaillen vergeben, die so aussehen. Einmal verliehen, darf man diese Medaille auf den geprüften Produkten unbegrenzt lange abbilden, sofern das Jahr der Verleihung ersichtlich ist.

Diese Medaillen gibt es schon recht lange. Zusätzlich zu der Medaille erhielt der Hersteller noch eine Urkunde. Eine solche Urkunde habe ich für euch heute rausgekramt. Die ist ganz schön groß und ließ sich deshalb nur recht schwierig fotografieren. Ich hoffe, sie ist trotzdem gut zu erkennen. Klickt mal auf das Bild und schaut euch die große Variante an. Das Original ist ca. 90 x 50 cm groß. Sie stammt von 1899 und wurde Monsieur Cyprien Montluçon zusammen mit der Bronze-Medaille verliehen. Wofür genau, wissen wir leider nicht mehr. Ich habe den Herrn jedoch in einer genealogischen Auflistung gefunden und weiß nun zumindest, daß er am 5. April 1876 in Aubusson geboren wurde, inzwischen tot ist und Konditor war. Allerdings hat die Gesellschaft einen sehr schönen Namen: Union Philanthropique Culinaire et de L’AlimentationUrkunde Nahrungsmittel-Ausstellung 1899Zum Größenvergleich habe ich auf die Kanten 5-DM-Münzen gelegt.

 

Polizist des Monats


Sich für das Vaterland verhauen oder erschießen zu lassen hat sich schon immer gelohnt. Die einen taten das auf dem Felde der Ehre, die anderen blieben zu hause.

Monsieur Etienne Gaucher hat eins von Beidem (vermutlich das erstere) im heimischen Eligny / Department l’Yonne erledigt. Daher wurde er am 31. August 1923 mit dieser schönen, großen (80 x 50 cm) Urkunde geehrt. Er war Mitglied der Police Rurale (Dorf-Polizei?)

Polizei-Urkunde 1903 Eligny

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