Briefsendung mit Rückschein – 24. Februar 1754


Heute gibt es einen Rückschein zu sehen, der dem Überbringer eines Briefes ausgehändigt wurde. Dieser Zettel lag im verschlossenen und versiegelten Brief, den der Empfänger bei Erhalt öffnete und dem Boten zur Übergabe an den Absender überließ.

Der Text ist etwas schwer zu entziffern und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Jahr 1754 oder 1734 lautet. Aber, ob der Brief nun 261 oder 281 Jahre alt ist, ist letztenendes auch egal.

von Damm Auslieferungsbeleg 1754

 

 

Rückbringer dieses, hat ein Schreiben an H. Regierungs Directoris von Heferling  hochwohlgeboren richtig abgeliefert, darüber soll in … …. erfolgen.

Leider kann ich den Teil vor dem Datum nicht entziffern. Irgendetwas mit ….delhaas …atzum den 24ten Fbr 1754.

Wer unterschrieben hat, weiß ich nicht, nur, daß er p.A. Verwalter war.

 

Wer mehr Glück beim Entziffern an den Tag legt, lasse es mich wissen.

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Zu meinem allergrößten Bedauern – eine Bewerbungsabsage – 1874


Wer eine neue Arbeitsstelle sucht, der muß sich üblicherweise darum bewerben. So tat es auch, wie gestern schon angedeutet, Herr Köhnemann aus Tangersdorf.

Bedauerlicherweise erhielt er die folgende Absage, aus demselben Grund, der ihm im gestern vorgestellten Brief bereits angekündigt wurde.

von Damm Bewerbung

Potsdam, 14.2.(18)74

Die Försterstelle Altenhof entgeht zu meinem großen Bedauern den disseitigen älteren Beamten, die in Folge allerhöchster Order solche dem Förster Muhme – jetzt in Hanover – mit Rücksicht darauf übertragen werden soll, daß die Stelle seit langer(?) über 200 Jahre in dieser Familie gewesen ist!

 

 

von Damm Bewerbung

 

Ich bedauere daher, daß auf Ihre Wünsche in diesem Falle nicht gerücksichtigt (!) werden kann, hoffentlich wird sich dies demnächst verwirklichen lassen.

Massow

Damit dürfte der Tag für Herrn Köhnemann gelaufen gewesen sein.

Versetzungsgesuch – 1871


 

 

Herr Köhnemann, ein Förster aus Tangersdorf bei Lychen in der brandenburger Uckermark, wollte so gern einen neuen Arbeitsplatz haben. Als preußischer Beamter war er jedoch verpflichtet, nicht nur Vorsorge für seine zukünftige Ehefrau zu treffen, sondern auch bei der Königlichen Regierung sein Ansinnen kund zu tun und eine Genehmigung zur Stellensuche einzuholen.

Die Antwort lautete wie folgt:

Versetzungsgesuch Förster Köhnemann 1871Potsdam, den 17. Mai 1871

Auf die Eingabe vom 10. des Monats gereicht zum Bescheid, daß auf eine Versetzung auf eine bessere Stelle zu seiner Zeit mit Rücksicht auf etwaige Ansprüche älterer Beamten möglichst Rücksicht genommen werden wird.

Königliche Regierung

Mennig (?)      Massow

An den Herrn Förster Köhnemann zu Tangersdorf

Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr morgen.

Klage gegen Hypotheken-Schuldner – 1829-1833


Familie von Damm ist den treuen Lesern meines Blogs schon bekannt. Die Familie war offenbar seit sehr langer Zeit recht wohlhabend. Wer Geld hat, wird häufig angepumpt. Auch die Familie von Damm hat Geld an Nachbarn, Bauern oder Bewohner der eigenen Grundstücke verliehen. Ein Beispiel habe ich euch hier vor ein paar Tagen vorgestellt.

Was aber, wenn der Hausherr und Hypotheknehmer verstorben ist, bevor das Geld zurückgezahlt wurde? Einerseits konnte der Hausrat versteigert und damit die Schuld beglichen werden. Das sah dann so aus. Oder die Witwe wurde aus dem Haus geworfen. Wie das aussah, versuche ich euch heute anhand des Briefwechsels zwischen Wittwe Rohde und Carl Friedrich Eduard von Damm, vertreten durch seinen Notar Langenheim, zu zeigen.

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

 

  • Novum      Abschrift
  • Klage
  • von Seiten
  • des Herrn Lieutenant Carl Fr. Eduard von Damm als Conservator des von Damm’schen Riken Beguinenhauses hieselbst Klägers
  • wider
  • die Wittwe des Kammachermeisters Martin Bernhard Ludwig Rohde Ilse Wilhelmine geb. Heyer und den Branntweinbrenner Carl Albrecht Ludwig Steinmann als Vormund deren minderjährigen Sohnes erster Ehe Johann Heinrich Meyer hieselbst Beklagten
  • Mit Anlagen A und B wegen Hypothek Capitalzinsen
  • P.P.
  • Nach Ausweisung der hublit. (?) absichtlich beigefügten gerichtlichenvon Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833
  • Schuld und Hypothekenverschreibung vom 11ten Juni 1829 hat der Herr Kläger den Beklagten gegen Verpfändung des Hauses No. 1943 am Ritterbrunnen 350 Thaler vorgeliehen und habe die Beklagten solches Capital mit 4 % fürs Jahr in quartalien Raten zu verzinsen und nach vorgängiger vierteljähriger Kündigung zurückzuzahlen versprochen. Da die Zinsen vom 1sten Oct 1831 bis 1sten April 1833 nicht haben erfolgen wollen, vielmehr darauf rückständig sind 19 Thaler, so erhält der Kläger solcherhalb Klage mit gehorsamster Bitte:
  • Termin zur Vorlegung und Anerkennung der inducirten Schuld und Hypothekenverschreibung bei Strafe des Anerkenntnißes angesetzter und nach geschehener Agintion (?) zu erkennen, daß die Beklagte die geklagten 19 Thaler Zinsen binnen

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

 

  • 4 Wochen Vermeidung bei der Exekution resp. Subhastation (Wikipedia: Zwangsversteigerung) des Hypothekgrundstückes an den Kläger zu bezahlen und demselben die Prozeßkosten zu erstatten schuldig.
  • Durch Anlage B wird Anwalt ad Acta legitimirt.von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833Abschrift
  • Von dem Endes benannten Dezutirten (?) des Herzoglichen Districts-Gerichtes zu Braunschweig sind dato an offener und gehegter Gerichtsstelle erschienen des Kammacher Meisters Martin Bernhard Ludwig Rohde Ehefrau Ilse Wilhelmine geb. Heyer verwittwet gewesene Meyer, und deren minderjährigen Sohnes erster Ehe Johann Heinrich Meyer Vormund, Branntweinbrenner Carl Albrecht Ludwig Steinmann, und haben bekannt, daß der Herr Lieutenant Carl Friedrich Eduard von Damm, als Conservator des von Damm’schen Riecken Beguinenhauses, ihnen zur Bezahlung des ihnen heute gerichtlich tradirten am Ritterbrunnen belegenen, vorhin Harttung’schen Hauses und Hofes No. 1943

 

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

  • Dreihundert Fünfzig Thaler in Conv Münze zinsbar vorgeliehen habe. Sie wollte daher der Einrede des nicht empfangenen oder in ihren, resp. seines (?) Nutzen nicht verwendeten Geldes sich begeben haben, mit dem Versprechen, dieses vorgeliehene Capital der 350 Thaler in Conv. Münze alle viertel Jahr, vom ersten April dieses Jahres an, mit 4 % für jedes Jahr richtig zu verzinsen, und nach einer vorgängigen einvierteljährigen Pause(?) wieder zu bezahlen. Zur Sicherheit dessen haben dieselben, und insbesondere der Meyer’sche Vormund Kraft producirten Decrets Herzoglichen Districts Gerichtes vom 24ten März vorigen Jahres ihr, resp. des (?) der Lage und Nummer nach vorbeschriebenes

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

  • Haus und Hof sammt Zubehör dahir zur gerichtlichen Hypothek eingesetzt, um in Entstehung der Wiederbezahlung sowohl wegen des Capitals, als der Zinsen und Unkosten sich daran executive zu erholen und bezahlt zu machen, welches für den genannten Herrn Lieutnant von Damm der Herr Dr. juris Ruff, im Gericht zugegen, acceptirt hat, dem vom Gerichte Vorschriftsmäßig eröffnet worden, daß das dem Fisco wegen etwa rückständig werdender Steuern Kriegeslasten oder anderer öffentlicher Abgaben zustehende gesetzliche Vorzugsrechte vor obiger Hypothekforderung damit ausdrücklich vorbehalten bleibe.
  • Urkundlich ist dieses Document unter der Namens-Unterschrift des Dezutirten(?) des

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

  • Herzogl. Districts Gerichtes mit beigefügtem Gerichtssiegel darüber abgefaßt worden.
  • So geschehen Braunschweig, den elften Juni Eintausend Achthundert Neun und Zwanzig
  • (L.S.) C.F. Widmann
  • Abschrift
  • Demnach der Branntweinbrenner Carl Albrecht Ludwig Steinmann, hieselbst, Jürgen Meyer nachgelaßenen einzigen minorennen Sohnes angezeigt hat, daß zu der Verlaßenschaft des verstorbenen Vaters seines Puzillen(? … dieses Wort taucht häufiger auf, aber ich kann es nicht zu 100% entziffern und kenne es nicht)  des von dem Cammermusicus Johann August Ludwig Hartung für 475 Thaler verkaufte, am Ritterbrunnen (?) No. 1943 belegene und noch auf dem Namen des Verkäufers im Gerichtsbuche stehende

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

  • Haus gehöre, auf welches, da den auf die Kaufgelder rückständig gebliebenen 350 Thaler in Conv. Münze von den Erben des inzwischen verstorbenen Cammermusicus Hartung gekündigt und ausgeklagt wären und gezahlt werden müßen zur Vermeidung der Subhastation eine gleiche Summe ausgeliehen werden müsse, welche der H. Lieutenant Carl Friedrich Eduard von Damm als Conservator des von Damm’schen Riek’schen Beguinenhauses gegen eine jährliche Verzinsung von 4% und Verhypothecierung des Grundstückes herzugeben bereit sei, es aber hinsichtlich des … Puzillen an dem beschriebenen Hause zuständigen halben Antheils eines Decreti de oppignorando bedürfe und um solches gebeten hat, als wird darauf praevia causae cognitione zur Resolution ertheilt, daß dem Gesuche kein Bedenken entgegenstehe und der (?) hiedurch autorisirt werde, der seine Puzillen an dem Hause zustehenden 350 Thaler geschrieben Dreihundert Fünfzig Thaler in Conv. Münze mit zu verpfänden.
  • Decretum Braunschweig am 24ten März 1829 Herzoglich Braunschweig Lüneburgliches Distrcits Gericht.
  • (L.S.) Hartmeister

 

Wer bis hierher durchgehalten hat, kann nun die Antwort der beklagten Witwe lesen:

 

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

 

  • An den Herr Notar Langenheim
  • hieselbst
  • Lieber Herr Notar Langenheim
  • Es thut mir sehr Leid das ich habe ich habe (!) die Zinsen noch nicht bezahlen können ich habe mein Schwein verkauft das ich die Zinsen wollte diese Woche bezahlen aber der Hooke (?) will es mir vor Ostern nicht mehr abnehmen als die Woche nach Ostern. Thun Sie mir doch die einzige Liebe und setzen Sie doch keine Klage an. Es hat mich wunderlich gegangen sonst hätte ich es schon es schon (!) bezahlt. Lieber Herr Notar ich bitte Ihnen darum stehen Sie mich doch bei das ich doch brauche keine unnöthige Klagekosten brauche zu bezahlen.
  • Braunschweig d. 1ten Apprill
  • ergebenst Wittwe Rohde

 

 

 

Der Notar hat daraufhin von Herrn von Damm die Vorgabe bekommen:
von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

  • Euer Wohlgeboren
  • ersuche ich um die geeignetste Maßregeln die angeschloßen specificirte Restante (Duden: mit fälligen Zahlungen im Rückstand befindlicher Schuldner) zur Zahlung zu vermögen. Notar Hillemann 3.3.(18)33
  • Addatur (Zusatz) das Nota des Hr. Hillemann wonach er ver….. Pachtcontract verlangt hat

 

Aber Witwe Rohde gibt nicht auf:

von Damm Klage 1829

An den Herrn Notar Langenheim, hieselbst

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

 

  • Lieber Herr Notar Langenheim
  • Thuns Sie mir die einzige Liebe und geduldigen sie sich bis zur Messe, den will ich alles in Ordnung bringen.

 

Das Ende vom Lied sehen wir auf diesem Entwurf der oben schon gezeigten Klageschrift. Hier hat der Herr Notar alle Zahlungen und aufgelaufenen Zinsen bis zum 12. März 1837 notiert.

Man kann sehen, daß sich die Schuld der guten Witwe Ilse Wilhelmine Rohde von den ursprünglichen 350 Thalern inzwischen auf 422 Thaler, 29 gute Groschen und 4 Pfennige aufsummiert hat.

von Damm Klage 1829

von Damm Klage 1829

von Damm Klage gegen Witwe Rohde 1829-1833

 

Ob sie da je wieder rausgekommen ist? Wir wissen es bisher noch nicht. Vielleicht taucht ja noch ein Dokument auf, das uns aufklärt.

Bis dahin gebe ich euch auf den Weg: Wenn ihr eine Hypothek aufnehmt und in dem beliehenen Haus wohnen bleiben möchtet, zahlt brav alle Raten!

 

 

 

 

Darlehen über 100 Thaler vom 28. April 1847


Heute bekommt ihr von mir einen Schuldschein aus dem Jahr 1847. Herr von Damm hat einem ansässigen Herrn ein Darlehn über 100 Thaler gewährt. Ich habe euch die Transkription des Briefes im Folgenden angehängt.

Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich die Rückzahlungsmodalitäten nicht verstanden. Muß das Darlehn nun innerhalb der nächsten 12 Monate zurückgezahlt werden oder hat Herr Braun Zeit bis 1856, wie die Zinscoupons vermuten lassen?

Schreibt es mir in einem Kommentar in Google+, Facebook oder WordPress. Ich bin neugierig.

von Damm Darlehen 100 Thaler 28. April 1847

 

 

Ich Endunterschriebener bekenne hierdurch, daß ich von dem Herrn Advokat W. Langenheim II als Rechnungsführer der von Damm’schen Beguinenhäuser eine hiesige Landes-Schuld-Verschreibung über 100 Th schreibe Einhundert Thaler zu 3% Nro 675 lit (??) Auporteus (?) lautend mit Zinscoupons vom 1. Juli 1847 bis 1. Janr 1856 statt eines Darlehns von 100 Th schreibe Einhundert Thaler richtig ausgezahlt erhalten habe.

Ich verpflichte mich hierdurch nach Wechselrecht diese Schuld zu 100 Th bis zum 1. April 1849 und zwar in vierteljährigen Raten zu 25 Th vom 1. Juli 1848 anfangend zurückzuzahlen und bis dahin mit 4% pro anno zu verzinsen.

Ich verpfände meinem Gläubiger zur Sicherheit dieser Schuld mein gesammtes Vermögen generaliter und mein auf der Ritterstraße gelegenes Grundstück No ahs (?) 2466 spezialster.

So geschehen Braunschweig am 28. April 1847

Wilhelm Braun

Erscheinen Sie, sonst weinen Sie! – Vorladung 1837


Diese Vorladung erhielt Herr von Damm mit der Aufforderung, am Montag, den 20ten März 1837 zu erscheinen. Der Wortlaut folgt unten.

von Damm Vorladung

Vorladung

In Sachen der Allodification des von Dammschen halben Fruchtzehnten zu Neubrück betreffend, wird hiermit zur Feststellung des Sach- und Rechtsverhältnißes resp. zur gegenseitigen Anerkennung der weiter unten beregten Punkte ein Termin auf Montag, den 20ten März a.c. Morgens 9 Uhr, im Geschäftslocale des Unterzeichneten, Sommerstraße N° 699 dahier, angesetzt, in welchem sich einzufinden haben:

1, der Mandator des Afterlehnsherrn, Landstallmeister Baron von Damm

An Punkt 2 wurde der Lehnsnehmer, irgendein Bauer vorgeladen. Diese Seite hatte ich eigentlich auch hochgeladen. Sie ist aber irgendwie weg. Sei’s drum.

Ich finde die Allodifikation sehr interessant und habe deshalb den Wikipedia-Link dahinter gelegt. Die Bedeutung aus den alten Worten All und Od (oder Öd) bringen Licht in einige Ortsnamen. So haben Ortsnamen wie Voglöd oder Einöd wahrscheinlich ganz andere Bedeutungen als abgelegene, öde Gegend.

Ein zweiter wissenswerter Hinweis ist der Fruchtzehnt. Der Zehnt wurde ja seinerzeit dem Lehnsherrn bezahlt, eine Art zehnprozentige Steuer in Form von Naturalien. Der Zehnt wurde aber auch an die Kirchen gezahlt. Und während wir heute unserem Wohnungsvermieter oder der Bank für die Auto-Finanzierung keine Früchte mehr darbringen müssen, so verlangt die Kirche doch wie eh und je den Zehnt der Einkommenssteuer seiner Schäfchen. In Bayern und Baden-Württemberg wurde der Betrag allerdings auf 8% und in anderen Bundesländern auf 9% abgerundet – vielleicht um unauffälliger zugreifen zu können.

Wikipedia weiß zum Zehnt noch dies zu berichten: In Deutschland hielt sich der Zehnte noch bis ins 19. Jahrhundert. In vielen Fällen war die Abschaffung des Zehnten mit einer Ablösesumme verbunden, die oft zu starker und langer Verschuldung der Bauern führte, wie beispielsweise in der Zehntablösung in Baden. Um das nötige Geld zur Verfügung zu stellen, wurden die Sparkassen gegründet, zum Beispiel die Nassauische Landes-Credit-Casse (als Vorgängerin der Nassauischen Sparkasse) zur Zehntablösung in Nassau.

Alles Wucherer!

Ach ja: Die Jahreszahl fehlt auf dieser Seite, aber im Internet kann man Seiten finden, die ausrechnen, in welchem Jahr der 20. März ein Montag war. Daher die 1837.

ein neuer Schulhof mit Ziehbrunnen – Schuleinweihung 1894


Hurra, am 12. August 1894 war es endlich soweit. Das neue Schulhaus in Wedtlenstedt wurde eingeweiht. Superintendent Dr. Faber, Redner bei der Feier, erstattete anschließend artig Bericht an das Consistorium in Wolfenbüttel. Hier sein Brief:

An das Hochwürdige Herzogliche Braunschweig-Lüneburgische Consistorium in Wolfenbüttel. (abgeschickt in Broitzem am 13.8.94 um 7-8 Uhr Nachmittags; angekommen in Wolfenbüttel am 14.8.94 um 1-7 Uhr Vormittags)von Damm Brief 1894

von Damm Brief 1894

Bericht des Superintendent Faber zu Timmerlah zum … Herzoglichen Consistorii vom 25 Juli d.J. No. 6807 betreffend die Einweihung des neuen Schulbaus in Wedtlenstedt

An
das Hochwürdige Herzogliche Braunschweig-Lüneburgische Consistorium.

Unter Bezugnahme auf den nebenstehenden hohen Erlaß beehrt sich der Unterzeichnete zu berichten, daß, nachdem der Ziehbrunnen auf dem neuen Schulhofe in Wedtlenstedt in sicherer Weise abgedeckt war, er am 12ten Sonntage nach Trinitatis, dem 12ten August d.J. Nachmittags um 2 Uhr unter Ansprache im Anschluß an Psalm 128, v 24-25 bei zahlreich versammelter Gemeinde den neuen Schulbau eingeweiht hat, in deßen Räumen heute der Unterricht, welcher bisher noch in der alten Schule gegeben ist, wieder aufgenommen wird.
In tiefster Ehrerbietung des Hochwürdigen Consistorii
Timmerlah,
am 13ten August 1894

gehorsamer Dr. Faber, Superintendent

Leider habe ich keine Ahnung, welchen Bibeltext der gute Mann vorgetragen hat. Psalm 128 hat nur 6 Verse.

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